Augmented Reality: HoloLens verringert mit MAX Wartungszeit bei thyssenkrupp

18. September 2016 Kategorie: Hardware, geschrieben von: Oliver Pifferi

microsoft hololensHoloLens ist ja bereits seit einiger Zeit auf dem Markt und über die Monate kann man beobachten, wie aus einer anfänglichen Idee eine Lösung geworden ist, die ihren Platz zu finden scheint. Wie jedes andere technische Produkt steht und fällt der Sinn (oder Unsinn) mit der Akzeptanz der Entwickler und  dem richtigen Anwendungsbereich – und hier nimmt seit einiger Zeit nicht nur HoloLens, sondern eben der gesamte Themenbereich „Augmented Reality“ Fahrt auf. Nun auch sprichwörtlich, wird die HoloLens-Technik doch nun auch in Aufzügen von thyssenkrupp benutzt.

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Genauer gesagt nutzt die thyssenkrupp Elevator AG ab sofort zur weiteren Digitalisierung des weltweiten Aufzugsservice die HoloLens-Technik vor und während ihrer Wartungseinsätze. In Zusammenarbeit mit Microsoft und den Azure-Diensten des Konzerns aus Redmond habe man die eigenen Serviceprozesse eingebunden und HoloLens an die eigenen Bedürfnisse angepaßt. Resultat ist hier der Wartungsservice MAX, der laut Angaben von thyssenkrupp nicht nur der zweite Eckpfeiler der Partnerschaft zwischen thyssenkrupp und Microsoft, sondern bereits in mehreren tausend Installationen weltweit im Einsatz ist. Dazu werden auch viele bekannte Gebäude wie unter anderem das One World Trade Center gezählt.

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Geht man einmal von den blanken Zahlen aus, reden wir im Praxisbeispiel von mehr als zwölf Millionen Aufzüge, die jeden Tag eine Milliarde Menschen pro Tag befördern. 24.000 Servicemitarbeiter von thyssenkrupp sollen mit Hilfe von HoloLens nun technisch unterstützt werden und in der Lage sein, die spezifischen Kenndaten eines Aufzugs bereits dem eigentlichen Einsatz zu visualisieren. Vor Ort soll HoloLens dann jederzeit Zugang zu allen technischen Informationen des Aufzugs sowie Expertenunterstützung per Bildübertragung bieten – all das mit dem Vorteil, jederzeit beide Hände frei zu haben. Erste Versuche sollen nun auch gezeigt haben, dass die Arbeit mit Unterstützung der AR-Hardware bis zu viermal schneller erledigt werden kann.

MAX selbst wurde 2015 als erste vorausschauende Wartungslösung gestartet, seitdem sind tausende Anlagen in den Pilotländern USA, Deutschland und Spanien installiert worden. Bis Ende 2017 sollen dann insgesamt 180.000 Anlagen mit MAX verbunden sein, Tendenz auch über die Pilotländer hinaus steigend. Alles in allem sind das einmal interessante Zahlen und ein Signal dafür, dass Augmented Reality schon heute mehr als nur irgendeine neue Technik, sondern bereits Teil unserer Zeit ist. Schaut man sich einmal den Einsatzzweck hier an, darf man gespannt sein, wohin die Reise sonst noch so geht!



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Über den Autor: Oliver Pifferi

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