Auf den Spuren von HayDay und Clash of Clans: Boom Beach für iOS veröffentlicht

28. März 2014 Kategorie: iOS, Mobile, geschrieben von:

Supercell, die Macher der beiden Games HayDay und Clash of Clans, haben ein neues Game in den AppStore entlassen. Boom Beach heißt das Spiel, das ebenfalls im Genre der Aufbau-Strategie-Spiele angesiedelt, erinnert aber mehr an Clash of Clans als an HayDay. Auch dieses Spiel kommt als typisches Freemium-Game, wobei typisch bei Supercell etwas gewagt ist, da die Entwickler es durchaus verstehen, bei diesem Modell fair zu sein. Ich habe mir das Spiel gestern natürlich sofort geladen und erst einmal angespielt, auch wenn ich noch nicht allzu weit gekommen bin. Dazu aber gleich mehr.

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Die Story des Games, falls man es überhaupt Story nennen kann, ist die Befreiung von Inseln, die von bösen Kräften eingenommen wurden. Diese versuchen auch, die eigene Basis anzugreifen. Ziel ist es also, Truppen für die Befreiung von Inseln bereitzustellen und gleichzeitig das eigene Dorf so zu befestigen, dass Angriffe abgewehrt werden können. Auf einer Karte sieht man die anderen Inseln, weitere Bereiche kann man manuell erkunden.

In der Einführung bekommt der Spieler die grundlegenden Prinzipien erklärt, wer jemals ein Spiel dieser Art gezockt hat, wird sich sofort zurechtfinden. Es stehen diverse Gebäude für die Produktion und Lagerung von Gütern zur Verfügung, in den militärischen Anlagen lassen sich dann die Truppen verbessern, um immer angriffsstark genug zu sein. Die einzelnen Gebäude lassen sich upgraden, sie können dann mehr lagern oder produzieren schneller.

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Auf der eigenen Insel hat man relativ wenig zu tun, sie ist mehr als Basis für die Vorbereitung der Angriffe auf andere Inseln zu sehen. Jedoch sollte man stets darauf achten, dass die eigenen Anlagen nicht zu schwach sind. Wird man angegriffen und verliert, verliert man auch Gold und Rohstoffe. Diese sind für das Bauen von Gebäuden oder Upgrades aber zwingend nötig.

Die Kämpfe laufen nach einem typischen Muster ab. Man sucht sich eine angreifbare Insel, im besten Fall erkundet man diese, bevor man blind angreift. Das eigene Kanonenboot kann bereits Angriffe ausführen, ohne die eigenen Truppen zu gefährden. Hat man sein Kanonenboot-Pulver verschossen (je höher das Level des Bootes, desto mehr Zerstörung), kann man die Truppen am Strand absetzen. Diese suchen sich automatisch die Ziele, was nicht immer von Vorteil ist. Mit Leuchtraketen kann man Ziele markieren, die bevorzugt angegriffen werden sollen. Medi-Packs bringen zudem ein bisschen Heilung, falls die eigenen Truppen zu stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

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Hat man eine Insel befreit, erhält man Gold und Rohstoffe. Das ist die einfachste Art, um an die kostbaren Güter zu kommen. Weiterhin bringen die erlösten Inselbewohner in regelmäßigen Abständen Gold auf Eurer Insel vorbei, als Dank für die Befreiung. Je mehr Inseln befreit wurden, desto mehr Gold kommt, logisch.

So funktioniert das Spiel, aber was ist mit den In-App-Käufen? Diese verhalten sich ausgesprochen fair. Es gibt Gold und Diamanten als In-App-Währung, die Diamanten sind die wertvollere Währung. Man erhält zu Beginn des Spiels ein paar und auch während des Spiels stößt man immer wieder auf welche. Das reicht aus, um einen relativ schnellen Start zu haben, da sich die Bauzeiten dadurch verkürzen lassen. Auch erhält man großzügig Diamanten, wenn man die zahlreichen Ziele erfüllt, das Sammeln von Rohstoffen, diverse Erbeutungen und so Kram.

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Pro Stunde Bauzeit werden ca. 20 Diamanten benötigt, um die Bauzeit sofort abzuschließen. Ein Paket mit 500 Diamanten kostet 4,49 Euro, größere Pakete bieten entsprechende Rabatte mit mehr Diamanten. Das ist verglichen mit anderen Spielen dieser Art tatsächlich günstig, zumal Supercell auch gerne einmal Sonderaktionen für noch mehr Diamanten anbietet (Erfahrungen eines HayDay-Spielers). Ihr kauft in diesem Fall also nicht nur einen Tropfen auf den heißen Stein, sondern könnt mit den In-App-Käufen tatsächlich eine ganze Weile komfortabler spielen. Zumindest ist es weit davon entfernt, diese typische In-App-Abzocke zu sein.

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Da Beach Boom schon ein wenig an Clash of Clans erinnert, ist die Frage, ob man die Spieler nur verschiebt, oder ob man mit Beach Boom tatsächlich genügend neue Spieler bekommt. Auf jeden Fall werde ich das Game mal noch eine Weile zocken, auch wenn ich eigentlich gar nicht die Zeit für so etwas habe. Bei mir hält das meist ein paar Wochen an und wird dann verbannt, die In-App-Kosten halten sich somit automatisch in Grenzen.

Habt Ihr Beach Boom schon gezockt? Was meint Ihr, wird ein Hit oder verschwindet irgendwo in der Versenkung?


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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