Auch Congstar und Vodafone wollen DSL-Tarife drosseln

29. September 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Sorgte das Thema Telekom-Drossel den Sommer über immer wieder für Gesprächsstoff, wurde es in den letzten Wochen ziemlich still um das angedachte Vorhaben der Telekom. Nun will das Nachrichtenmagazin FOCUS erfahren haben, dass auch die Telekom-Tochter Congstar ihre DSL-Tarife begrenzen will. Eine entsprechende Änderung der AGB soll 2014 erfolgen, die tatsächliche Drosselung soll dann, wie bei der Telekom, ab 2016 vollzogen werden.

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Wie hoch die Inklusiv-Volumina allerdings sein werden, ist noch nicht bekannt. Bei der Telekom soll es bei 75 GB anfangen, allerdings ist auch dies ein Wert, der laut René Obermann 2016 noch einmal auf aktuelle Verbrauchswerte angepasst werden soll. Dass Congstar über diesen Werten liegen wird, ist eher unwahrscheinlich, schließlich ist man ja direkt mit der Telekom verbunden.

Nach der Übernahme von Kabel Deutschland soll auch Vodafone über entsprechende Pläne zur Drosselung der Anschlüsse nachdenken. Vielnutzer von Kabel Deutschland-Anschlüssen haben bereits eine Obergrenze von 10 GB/Tag, ein nicht näher benannter Unternehmenskenner meint dazu, dass Vodafone schlecht Kabel Deutschland-Kunden begrenzen könne, während die DSL-Kunden echte Flatrates haben. Vodafone selbst bestreitet solche Pläne allerdings.

Meine Meinung: Spannend wird eigentlich nur, ob Congstar auch echte Flatrates anbieten wird. Die Telekom soll dies tun, auch wenn darüber bisher nichts konkretes bekannt wurde. Sicher wird das preislich nicht so attraktiv wie bisher (falls man bei den Telekom-Preisen überhaupt von attraktiv sprechen kann), aber solange es eine Möglichkeit einer echten Flatrate gibt, stört die Drossel weniger.

Ebenfalls spannend wird noch die Geschichte mit den Diensten, die sich von der Drossel freikaufen können. Die Telekom selbst sieht dies ja als Chance, gerade für Start-Ups. Die Netzgemeinde hingegen sieht die Netzneutralität bedroht, da man denkt, dass sich nur die Dienste freikaufen können, die es sich auch leisten können.


Quelle: Focus |
Über den Autor: Sascha Ostermaier

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