Asus Eee Backup ohne externes Laufwerk

21. September 2008 Kategorie: Backup & Security, Hardware, Internet, Portable Programme, Windows, geschrieben von:

Moin zusammen. Diese Anleitung ist natürlich nicht nur für Netbooks – sondern kann auf alle Computer angewandt werden. Obwohl mein kleiner  Asus Eee 701 4G erst wenige Wochen alt ist hat er wahrscheinlich in der Bloggerwelt ein neues Zuhause gefunden. Stattdessen steht gerade neben mir ein Asus Eee 1000H – quasi das momentane Flaggschiff der Eee-Reihe. Nachdem ich diverse Hardware verkauft habe konnte ich mir diesen anschaffen. Eiserne Regel bei mir: Neukauf von Hardware erst nach Verkauf alter Hardware – oder wenn es halt unschlagbar günstig ist. Der Asus Eee 1000H wird mit Windows XP ausgeliefert – nach einiger Zeit stellte ich fest – irgendwie ist Windows Vista doch ein wenig wie Windows ME. Nicht More Errors – aber doch unnötig. Anyway.

So – nun aber genug der “um den heißen Brei”-Laberei. Die meisten Netbooks (oder gar alle) kommen ohne integriertes optisches Laufwerk in den Handel. Der Asus Eee 100H hat eine 160 Gigabyte große Festplatte, die in zwei Partitionen unterteilt ist – ein vorteilhafter Umstand.

Aber wie kann ich nun bei einem Gerät ohne externes Laufwerk eine CD booten um gegebenenfalls neu zu installieren oder ein Backup einzuspielen? Vorab sei gesagt – wenn ihr der Meinung seid, dass ihr eh neu installieren wollt – dann könnt ihr aufhören zu lesen. Besorgt euch ein externes DVD-Laufwerk und installiert mit eurer Recovery-CD von Asus. Viel Spaß.

Wer sich die Mühe gemacht hat sein System anzupassen – und den ganzen standardmäßig vorhandenen Krempel zu deinstallieren, der weiss was das für Zeit kostet. Deshalb bin ich Freund von Images die einen Ist-Zustand wieder herstellen.

Einstellen der Boot-Reihenfolge
Die beste Möglichkeit die ich kenne ist es den Asus Eee (oder ein anderes Netbook) via SD-Card zu booten. Das geht schnell und ist einfach. Dazu einfach die ESC-Taste nach dem Start betätigen – oder gleich im Bios (F2) die Bootsequenz auf USB-Geräte einstellen.

Download der Software zur Erstellung des Images
Die Software meiner Wahl heisst PING (PartImage is not Ghost). Gibt es als kleines Live-Linux – aber keine Angst – da bin sogar ich mit klar gekommen 😉 Also ladet euch die neuste PING-ISO herunter. Momentan ist es die 2.01. Sind knapp über 20 Megabyte. Nun müssen wir PING dazu bringen von einer SD-Card zu booten. Dazu besorgt ihr euch die Open Source Software namens Unetbootin für Windows – sind knapp vier Megabyte. Momentan bei Version 282.

Die SD-Card bootfähig machen
Startet Unetbootin und wählt unter Diskimage das Ping-Iso aus. Ganz unten wählt ihr den Laufwerksbuchstaben aus, der momentan von der eingelegten SD-Card belegt ist. Mit einem Klick auf OK startet ihr den Vorgang. Dabei wird eine Bootsequenz auf eure Karte geschrieben – und eben diese kann wie mit einem Bootloader das Ping-Iso ansprechen. Nach Abschluß des Vorgangs entnehmt ihr die Karte und packt sie in euren Eee.

Der Backupvorgang
Startet nun euren Eee mit der SD-Card und wählt am Boot-Bildschirm von Unetbootin den Punkt rescue aus.

Nun rödelt das Gerät ein wenig – und bleibt irgendwann stehen – dann müsst ihr Enter drücken 😉

Die Auswahl des Jobs. Ihr werdet gefragt, was geschehen soll, wenn der Job beendet ist – hier könnt ihr Shutdown wählen.

Ort des Backups – hier wählen wir nicht das Netzwerk – sondern den Punkt Local disk/partition.

Auswahl der zu sichernden Partition. Der Einfachheit halber zeigt PING auch an, welche Ordner auf der Partition vorhanden sind. Typischerweise sollte es bei euch die sda1 sein.

Danach müsst ihr logischerweise den Sicherungsort auswählen. Ich nehme hierzu die zweite Partition (sda2). Anschließend gebt ihr (sofern ihr noch keine Backups erstellt habt) einen einfachen Backslash (\) ein. Dann wählen wir aus, dass wir ein neues Image anlegen wollen (Create_New_Image). Der Backupname wird später der Ordnername, den ihr unter Windows auf Laufwerk D: seht.

Schlussendlich wird die Art der Komprimierung gewählt – Faustregel: keine Zeit und genug Platz: no compression 😉 Splitten muss man da Image logischerweise auch nicht, da die Laufwerke ja mit NTFS ausgestattet sind.

Habe ich was vergessen? Wenn ja – immer rein damit in die Kommentare. Sorry für die Fotos – aber alles live mit der Digiknipse erstellt – alles ohne VirtualBox und so.

Wer ein bisschen mitgedacht hat wird gesehen haben, dass man auch ganz einfach so die Backups wiederherstellen kann. Wer sich ein wenig mit der Materie beschäftigt kann auch Backups auf Netzlaufwerke machen – oder eben besser die ganze Festplatte auf einen externen Datenträger sichern.


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Über den Autor:

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