Arbeitsspeicher beim iMac aufrüsten

2. Februar 2012 Kategorie: Apple, Hardware, geschrieben von:

In den letzten Tagen war es mal wieder soweit, ich stand kurz davor, den iMac zu erschlagen. Schon seit dem Start von Mac OS X Lion hatte ich das Gefühl, dass alles nicht mehr so rund lief, wie noch zu Zeiten von Mac OS X Snow Leopard. Zu Zeiten, als ich noch als Techniker bei PC Spezialist gearbeitet hatte, wäre der Zeitpunkt erreicht, an dem ich den PC runtergefahren hätte und ihm neues Innenleben spendiert hätte. Motherboard, dicke CPU und mehr RAM. Haben ist besser als brauchen.

Alternativ eine neue Grafikkarte – wenn man schon dabei ist. Allerdings kostete mich diese Aufrüsterei bei meinen Ansprüchen kurioserweise immer Tausende von Euros. Man arbeitete ja direkt an der Quelle und mehr geht immer. Irgendwann wechselte mein Berufsbild (ich bin insgesamt seit drei Jahren als Blogger in Vollzeit angestellt und beblogge auch dieses Blog hier) und die Lust und Zeit wurde knapper.

Auch nervten mich die dicken Kisten unter meinem Schreibtisch, sodass ich mir damals einen iMac gönnte. Vor dem sitze ich heute noch, ich mag den großen 27″-Monitor einfach und die Tatsache, dass da keine laute Kiste rumsteht. Das ist halt mein Arbeitsgerät. Dieses nervte mich allerdings – irgendwie fluppte nichts mehr so, wie ich es wollte. Gerade wenn ich Adobe Air-Apps und virtuelle Maschinen laufen hatte, kam es ab und an zu Ruckelei. Das macht mich irre.

Neuer iMac? Klar, wer einen Goldesel im Keller hat, der kann dies sicherlich machen. Aber bislang reichte der gute, aber betagte Core 2 Duo (3,06 GHz) mit seinen 4 GB RAM. Mal schnell bei Apple geschaut, was andere Hobel kosten. Kurz gelacht und gewusst: ich rüste meinen iMac mit mehr RAM aus. Apple verlangt bei neuen iMacs bei der Erweiterung von 4 GB auf 8 GB Arbeitsspeicher 200 Euro. ZWEIHUNDERT. Ich weiss nicht, ob die Riegel in Goldfolie per Dodo anreisen – der Preis geht einfach gar nicht, zumal es eh gewöhnlicher Hynix RAM ist.

Wie auch immer. Im iMac findet der geneigte Benutzer insgesamt vier Slots. Zwei davon sind belegt. Also mal wacker 2 x 4 GB extra bestellt. Dieser hört auf den rumpeligen Namen 8GB Dual Channel Kit 2x 4 GB SAMSUNG Original 204 pin DDR3-1333 PC3-10600 CL9 SO-DIMM für aktuelle DDR3 i5 + i7 Notebooks mit DDR3-1333Mhz Unterstützung und erwies sich in der Vergangenheit immer als guter Begleiter. 46,90 Euro, vertretbar für einen vernünftigen Riegel. Wie ihr seht: im iMac schlummert nicht der gemeine Riegel, den ihr aus dem PC kennt, sondern ein kleiner Notebook-Riegel mit 204 Pins.

Der Einbau gestaltet sich einfach beim iMac. Die einzige Hardware, die sich bei dem Vogel einfach wechseln lässt, für Festplatte und Co benötigt man ein Raketenforscherdiplom.

iMac vom Strom abziehen und bis zur Tischkante ziehen. Unten erkennt man eine Klappe mit drei Schrauben. Hinter dieser verbergen sich die Slots. Aufschrauben und realisieren, dass man zwei schwarze Laschen sieht. Zieht man an diesen, flutscht der verbaute RAM raus. Aber man sieht auch bei genauem Hinsehen, dass man noch zwei freie Slots hat.

Also – einfach rein damit, man muss etwas doller drücken, sollte aber innerhalb weniger Augenblicke machbar sein. Ich habe es mir angewöhnt, Rechner erst wieder zuzuschrauben, wenn ich weiss, dass sie funktionieren. Also iMac anwerfen, schauen, ob der verbaute RAM ordnungsgemäß erkannt wird und dann die Klappe zuschrauben. Und nun? Satte 12 GB, die sich scheinbar gelohnt haben, dass System läuft smoother, dies ist allerdings die letzte Maßnahme – irgendwann muss eine neue Kiste her, allerdings nicht, bevor Intels Ivy Bridge Mitte des Jahres auf den Markt kommt.


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