Apple wird elterliche Kontrolle unter iOS verbessern

9. Januar 2018 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von:

Apple-Aktionäre (0,2 Prozent der Marktkapitalisierung) haben sich vor ein paar Tagen aufgemacht, um Apple einmal ein paar Forderungen zu übermitteln. Als medienwirksames Mittel hat man dazu den Weg des offenen Briefes gewählt. Stein des Anstoßes: Die exzessive iPhone-Nutzung durch Jugendliche. Diese müssen davor beschützt werden, sich nur noch mit dem iPhone zu beschäftigen, witzigerweise traut man diesen Schutz aber ganz offen den Eltern erst gar nicht zu, sondern fordert gleich Apple zum Handeln auf.

Dieser offene Brief (den Ihr hier lesen könnt) hat hohe Wellen geschlagen und Apple nun zu einer Stellungnahme veranlasst. Diese beginnt direkt damit, dass Eltern seit 2008 die Möglichkeit haben, Aktivitäten unter iOS zu regeln, eingeführt wurde dies zusammen mit dem App Store. Eltern können diverse Inhalts- und Verbindungskontrollen vornehmen, so quasi ein kindgerechtes iPhone einrichten.

Aber Apple ist sich auch bewusst, dass dies ein stetiger Prozess ist, immer wieder neue Funktionen eingeführt werden müssen, um die Verwaltung so einfach wie möglich zu gestalten. Deshalb hat man auch bereits weitere Optionen in der Pipeline, die dieses System elterlicher Kontrolle weiter ausbauen werden, wie das Wall Street Journal berichtet:

Statement Apple
Apple has always looked out for kids,“ an Apple spokesperson told iMore, „and we work hard to create powerful products that inspire, entertain, and educate children while also helping parents protect them online. We lead the industry by offering intuitive parental controls built right into the operating system.

With today’s iOS devices, parents have the ability to control and restrict content including apps, movies, websites, songs and books, as well as cellular data, password settings and other features. Effectively anything a child could download or access online can be easily blocked or restricted by a parent.

We began delivering these controls for iPhone in 2008 with the introduction of the App Store, building on what we’d learned from offering similar features for the Mac a few years before iPhone was introduced. We also have a long history of curating our content platforms to make sure they are free of offensive material, such as pornography, and clearly labeled so parents can determine if an app, movie or song is age-appropriate. Of course, we are constantly looking for ways to make our experiences better. We have new features and enhancements planned for the future, to add functionality and make these tools even more robust.

We think deeply about how our products are used and the impact they have on users and the people around them. We take this responsibility very seriously and we are committed to meeting and exceeding our customers‘ expectations, especially when it comes to protecting kids.

Als Vater mutet mir so etwas immer etwas seltsam an. Ich mag da altmodisch sein, aber die Kindererziehung lege ich doch lieber in die eigenen Hände als in die eines Unternehmens, dessen Produkte mein Kind nutzt. Blicke ich hier einmal auf die letzten 6 Jahre zurück – damals bekam meine Tochter ihr erstes Smartphone – stimmt es wohl, dass gerade Jugendliche sehr viel Zeit mit dem Smartphone verbringen.

Allerdings kann man das wohl von jedem gerade aktuellen Produkt behaupten, das „neu“ ist. Ich behaupte einmal, vor 300 Jahren hat kein einziges Kind zu viel TV geschaut. Natürlich kann man die Bedenken der Verfasser des offenen Briefes irgendwo verstehen, aber hier den Hersteller zu Nachbesserung auffordern? Was sagt Ihr dazu? Und wie löst ihr die Problematik mit Euren Sprösslingen?


Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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