Apple Watch: einige watchOS 2.0-Neuerungen

22. September 2015 Kategorie: Apple, iOS, Wearables, geschrieben von:

IMG_9439Mit etwas Verzögerung ist das aktualisierte Betriebssystem für die Apple Watch am Abend des 21. September erschienen. Das über 500 Megabyte große Update bringt viele neue Funktionen für das Wearable mit, einige von ihnen hätten durchaus schon in der Erstversion dabei sein dürfen. Einige der Neuerungen möchte ich hier kurz in einem Beitrag anreißen, denn vieles ist auf den ersten Blick nach einem erfolgtem Update auf watchOS 2.0 nicht ersichtlich.

 

Komplikationen:

Besonders interessant dürften App-Komplikationen werden. Spöttisch gab es Kommentare, dass einige Apps tatsächlich Komplikationen bereiten, doch mit den Apple’schen Komplikationen ist der Begriff aus dem Bereich der Uhrwerke gemeint. Mit einem Framework namens ClockKit können Entwickler direkten Einfluss auf die Funktionen eines Watchfaces nehmen.

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Beispiel: der Anbieter des beliebten Sunrise Calendars (Microsoft) könnte seine App dahingehend umbauen, dass Kalender-Einträge über das Watchface der Apple Watch ausgestrahlt werden. Dies war bislang nicht der Fall, stattdessen griff die Apple Watch auf den Kalender von Apple zu, die Sunrise Calendar-App hat ihren eigenen Bildschirm nebst Benachrichtigungen.

Aber auch andere Apps könnten die Möglichkeiten nutzen, man könnte zum Beispiel Fußball-Ergebnisse auf das Watchface bringen, die Möglichkeiten sind groß für Anbieter von Dritt-Apps. Wie immer wird wie folgt eingestellt: langer Druck auf das Watchface > Anpassen und dann das gewünschte Objekt auswählen. Über die Krone können dann die gewünschten Anzeigen in das Watchface gebracht werden. Warten wir also mal ab, was da kommt, bislang können wir zumindest neue Akzentfarben wählen und uns über die Wetter-App „The Weather Channel“ die Niederschlagswahrscheinlichkeit anzeigen lassen.

>> Apple Watch Testbericht <<

Watchfaces:

Wo wir bereits bei den Watchfaces sind: Es lassen sich neue hinzufügen, beispielsweise Zeitraffer, das Foto, das Album oder das Live Foto. Die Namen der auswählbaren Elemente sprechen sicherlich für sich, hier hat man die Wahl zwischen einem festen Foto, einem rotierenden Foto aus einem Album oder einem Live Foto. Dieses Live Foto-Funktion wurde während der Präsentation der neuen iPhones gezeigt – quasi ein Bild, welches einen Moment vor und nach dem Bild zeigt, animiert.

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Zeitrafferbilder zeigen Zeitraffer-Aufnahmen aus diversen Städten, beispielsweise New York und Paris. Zu den eigenen Fotos: diese werden aus dem von euch in der Apple Watch-App festgelegten Album gezogen. Ich selber habe das nur auf die Favoriten umgebogen, sodass alle Fotos dort landen, die ich favorisiere. Was auch geht: direkt in der Fotos-App auf der Apple Watch länger auf ein Foto drücken und auswählen, dass man aus diesem Foto ein Zifferblatt erstellen will. Hierbei wird übrigens der gerade ausgewählte Zoombereich als Zifferblatt genommen, jenen regelt ihr ja über die Krone.

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Time Travel:

Kommen wir zur Funktion Time Travel. Hierbei zeigt die Apple Watch einen Zeitstrahl an. Dies können Informationen aus den bereits erklärten App-Komplikationen sein. So könntet ihr beispielsweise die Torfolge beim Fußball noch einmal einsehen, aber auch Termine können sich so schnell durchscrollen lassen – wie auch das Wetter. So könnte man schnell einen Blick auf das Wetter in zwei Stunden werfen, entsprechende App vorausgesetzt. Muss man sich ein wenig wie das Astronomie-Wallpaper vorstellen, welches bei Drehung der Krone anzeigt, wie die Sonne gerade steht.

Nightstand und Wecker

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Wer die Smartwatch als Uhr auf dem Nachttisch betreiben will, der kann dies tun. Wird sie auf die Seite gelegt und mit dem magnetischen Ladekabel verbunden, so dreht sich das Zifferblatt und zeigt einen speziellen Nightstand-Modus an. Die Ziffern sind groß und grün, zeigen Uhrzeit, Datum und einen etwaigen Alarm an. Das Zifferblatt ist nicht durchgängig beleuchtet, sondern zeigt die Ziffern nur einen bestimmten Zeitraum. Aktiviert werden kann über die Knöpfe oder das Display.

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Wer eh einen Wecker hat oder das iPhone als Wecker nutzt, der braucht das freilich nicht. Der Weckermodus ist übrigens unter Einstellungen > Allgemein auf der Apple Watch zu finden. Ist dieser aktiviert, so wird das Display kurz vor der Weckzeit hochgeregelt. Klingelt der Wecker, kann die seitliche Taste gedrückt werden, um ihn auszuschalten, oder die Digital Crown für den Schlummermodus.

Freunde:

Wer mehr als 12 Kontakte benötigt, die er schnell erreichen will, der kann dies nach dem Update auf watchOS 2.0 ebenfalls komfortabler erledigen. Hatte man per Schnellzugriff bislang nur 12 Kontakte zur Auswahl, die über das Smartphone gemanagt wurden, so kann man nun auch Gruppennamen definieren. So kann man wacker über den Hinzufügen-Button Kontakte auf das Zifferblatt bringen – und per Wisch ist noch eine zweite Seite mit Kontakten auffindbar. Muss man übrigens nicht über die Apple Watch machen, geht auch weiterhin über die App.

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Diesen Freunden könnt ihr nach dem Update auf watchOS 2.0 auch farbenfrohere Sketches schicken. Rechts oben findet sich ein Color Picker, über den ihr eine weitere Farbe auswählt, um euer Gegenüber mit farblichen Zeichenkünsten zu verblüffen. Ich persönlich muss aber sagen, dass ich auf dem Display nicht wirklich etwas hinbekomme. Schlimm: einmal gezeichnet, geht der Sketch raus, ob gewollt oder nicht.

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Siri:

Auch der Sprachassistent kann nun mehr. Mit dem aktuellen watchOS 2.0 kann man Siri bitten, eine Trainingseinheit zu beginnen (z.B.: „Starte einen 5 Kilometer Lauf“), nach Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln fragen (z.B.: „Zeige mir Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach „Ziel““), Checks starten, (z.B.: „Öffne den Starwood Check“), auf eine E-Mail antworten oder einen FaceTime Anruf starten.

Workouts:

Mit der frisch aktualisierten Strava- / Runtastic-App könnt ihr nun auch neue Funktionen nutzen. Diese Apps unterstützen jetzt native Funktionen wie den Herzfrequenz-oder Bewegungssensor. Workouts werden nun im Workout-Ring berücksichtigt und werden in der Aktivitäts-App auf dem iPhone angezeigt. Übrigens: Erfolge und Aktivitäts-Ringe können mit Kontakten via Nachrichten, Mail, dem bevorzugten Chat-Srvice oder auf den sozialen Netzwerken geteilt werden – zu erledigen unter dem „Meine Uhr“-Tab in der Apple Watch-App auf dem iPhone.

Native Apps:

Apps können nun nativ für die Smartwatch von Apple realisiert werden. Apps können so direkt auf Apple Watch laufen, was eine Steigerung der Performance, Reaktionsfähigkeit und flüssigen Bedienbarkeit bedeuten soll. Apps können mit watchOS 2.0 auch auf die Apple Watch-Hardware, wie Herzfrequenz-Sensor, Beschleunigungssensor, Mikrofon, Digital Crown, Taptic Engine und Software zugreifen, einschließlich Audio- und Video-Wiedergabe und Animation und Layout.

Weiteres:

watchOS 2 führt eine Aktivierungssperre für die Apple Watch ein, welche verhindert, dass Daten durch einen anderen Nutzer gelöscht oder die Apple Watch aktiviert werden kann, wenn diese verloren oder gestohlen wurde. Mit der Aktivierungssperre wird nun die Apple ID und das Passwort benötigt, bevor Daten gelöscht oder Apple Watch mit einem anderen iPhone gekoppelt werden kann:

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Eine neue Ansicht für ÖPNV zeigt nun Bahngleise, Haltestellen, weitere Verbindungen und Richtungsangaben in einer Listenansicht für die aktuelle Route.

Ein neuer Beats One-Button für 24/7-Radio und ein Quick Play-Button für Apple Music-Abonnenten ermöglicht schnelleren Zugang zu Musik.

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Auch die Kommunikations-Apps haben neue Funktionen spendiert bekommen. So kann nun auch auf E-Mails geantwortet werden, Nutzung der Apple Mail-App vorausgesetzt.

Eine Verbindung zu jedem bekannten WLAN-Netzwerk (die im iPhone gespeichert sind) kann hergestellt werden falls man nicht in den eigenen vier Wänden ist und Siri, Digital Touch sowie iMessage können verwendet werden.

Für watchOS 2 wird iOS 9 benötigt. Nach der Aktualisierung auf iOS 9 erscheint ein roter Hinweis in der oberen Ecke der Apple Watch-App auf dem iPhone. Einfach die App öffnen und watchOS 2 über „Allgemein“ > „Softwareaktualisierung“ installieren.

Solltet ihr neue Funktionen oder Fehler finden – einfach einen Kommentar hinterlassen 🙂


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Über den Autor:

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