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Apple Watch: Der „6 Milliarden Dollar“-Flop?

26. April 2016 Kategorie: Apple, Wearables, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_applewatchEin Jahr gibt es die Apple Watch nun, Apple positionierte sie als persönliches Produkt, das als Alltagshelfer am Handgelenk wartet. Verkaufszahlen zur Apple Watch werden offiziell nicht genannt, aber es gibt ja zum Glück findige Analysten, die oftmals recht gute Einschätzungen geben. Apple hat auch heute bei der Verkündung der Quartalszahlen keine Verkaufszahlen zur Apple Watch genannt,  also müssen wir uns an den 12 bis 13 Millionen verkauften Einheiten orientieren, die uns von Analysten genannt werden. Dennoch wird die Apple Watch regelmäßig als Flop bezeichnet, was jedoch nicht an den Verkaufszahlen liegen kann.

12 Millionen verkaufte Einheiten, ein Durchschnittspreis von 500 Dollar, das macht mal eben 6 Milliarden Dollar Umsatz für eine neu eingeführte Produktkategorie. In einem Jahr. Im selben Jahr, in dem Apple ein Marktanteil von 61 Prozent im Bereich der Smartwatches innehaben soll. 12 Millionen verkaufte Geräte bedeuten auch doppelt so viele verkaufte Geräte wie seinerzeit bei der Einführung des iPhone.

Kritik an der ersten Apple Watch gibt es zu Genüge. Bemängelt wird die Akkulaufzeit, die Trägheit der Apps und auch das Design ist nicht jedermanns Sache. Kritikpunkte, die Apple schon von einem anderen Gerät gut kennt, dem iPod. Welcher Erfolg daraus wurde, hat jeder mitbekommen.

Die nächste Generation der Apple Watch lässt noch auf sich warten, Spekulationen zu Neuerungen gibt es allerdings schon. Ein schnellerer Prozessor ist dabei, außerdem soll die Smartwatch noch unabhängiger vom iPhone werden, mit GPS und SIM ausgestattet sein. Dazu passt auch, dass neue Apps oder App-Updates ab Juni verpflichtend für watchOS 2 gemacht sein müssen, erst mit dieser Version wurden native Apps auf der Apple Watch möglich.

Die Akkulaufzeit ist immer wieder ein großer Kritikpunkt. 18 Stunden bei gemischter Nutzung gibt Apple an. Ich trage meine nun seit einem Jahr und stand noch nie mit leerem Akku da. Allerdings hat sich mein Ladeverhalten geändert. Anfangs stets über Nacht, mittlerweile dann, wenn der Akku fast leer ist. Falls ich denn nicht gerade unterwegs bin. Das Aufladen dauert nicht so lange und es fühlt sich für mich irgendwie flexibler an.

Apple wird in Sachen Akkulaufzeit auch mit einer zweiten Version der Apple Watch keine Wunder vollbringen, das sollte einem bewusst sein. Sieht man ja auch am iPhone. Der Akku muss „für die Masse“ ausreichen, das macht er bei so ziemlich allen mit einem Akku betriebenen Apple-Geräten. Auch ein flacheres Design wird der neuen Version nachgesagt. „Platz“ dafür ist genügend vorhanden, auch ohne die Armbandverbindungen zu beeinträchtigen.

Der größte Kritikpunkt sind jedoch Apps. Sowohl die vorhandenen, die viel zu langsam auf der Apple Watch arbeiten als auch die, die es gar nicht gibt. Ein Killer-Feature für die Smartwatch, vermutlich ist nicht nur Apple auf der Suche danach. Ohne diesen „muss man haben“-Effekt, wird keine Smartwatch zum Massenphänomen. Das zeigen ja auch die Zahlen. Anfangs sehr stark und dann stark abfallend, ein normaler Zyklus für ein neu eingeführtes Produkt mit Verbesserungspotential.

Ob die Apple Watch nun tatsächlich ein Flop ist lässt sich noch gar nicht sagen. Das werden tatsächlich erst die nächsten Generationen des Wearables zeigen. Oder vielleicht der Wearables, denn wenn man mit einem Flop Marktführer wird, spricht das nicht gerade für die Konkurrenz. Wann Apple eine neue Version vorstellen wird, steht in den Sternen.

Ich selbst bin vom Konzept Smartwatch überzeugt und werde so schnell nicht mehr ohne herumlaufen. Allerdings bin ich auch völlig ohne Erwartung an die Sache gegangen und ich nutze sicher auch nur einen Bruchteil der Möglichkeiten. Aber die möchte ich nicht mehr missen. Wie sieht es bei Euch aus, was müsste eine Smartwatch denn mitbringen, um von Euch in Betracht gezogen zu werden?

(Quelle: WSJ)


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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