Apple vs. Spotify: Cupertino antwortet auf die Vorwürfe

2. Juli 2016 Kategorie: Apple, Streaming, geschrieben von: André Westphal

Apple_logo_black.svgApple und Spotify sind sich aktuell nicht besonders grün: Spotify wirft Apple derzeit vor, App-Updates zurückzuhalten, um seinem eigenen Dienst Apple Music Vorteile zu verschaffen. Außerdem gibt es Zoff um die In-App-Abonnements für Spotify. Die Abos sind außerhalb des Apple App Stores und damit auch abseits der Gebühren, die Apple einnehmen möchte, deutlich günstiger. Spotify warf Apple Wettbewerbsverzerrungen vor und schaltete auch einen Anwalt ein. Mittlerweile hat Apple wiederum ebenfalls mit anwaltlicher Unterstützung reagiert. In Cupertino wirft man Spotify vor Gerüchte und Halbwahrheiten in die Welt zu setzen.

Apples Anwalt  Bruce Sewell habe Spotify enorm von Appes App Store profitiert: 160 Mio. mal sei Spotify über Apples Plattform bezogen worden. Spotify nehme sich nun aufgrund des Erfolgs heraus Ausnahmen von den Regeln zu fordern, die für alle Entwickler gelten, welche ihre Apps über den App Store anbieten. So kritisiert Sewell, dass Spotify mit dem neuen Update die In-App-Käufe habe entfernen wollen, um Abonnements vorwiegend außerhalb des App Stores zu verkaufen. Damit umgehe Spotify jedoch die Vorgaben des App Stores. Statt wie jeder andere Entwickler die Gebühren für In-App-Verkäufe / -Abonnements zu zahlen, wolle Spotify die Nutzer auf die eigene Website umleiten. Via E-Mail sollen die Nutzer aus dem App Store dann zum externen Abschluss der Abonnements ermuntert werden.

Apple habe Spotify auf die Kritikpunkte hingewiesen, nachdem Ende Mai das strittige Update vorgestellt wurde. Anschließend reichte Spotify laut Sewell am 10. Juni eine neue Version der App ein, die aber ebenfalls die bemängelten Aspekte aufwies. Daher lehnte Apple sie erneut ab. Abermals habe Spotify die Nutzer zur Angabe ihrer E-Mail-Adresse verleiten wollen, um via E-Mail zu Abonnements anzuregen und den App Store zu umgehen. Spotify behauptet, man habe nur mit Kunden kommunizieren wollen. Das sei laut Sewell jedoch lediglich ein Vorwand. Es gehe klipp und klar darum die Kunden zu Abonnements anzuregen und gezielt die Gebühren Apples zu umgehen.

Genau genommen verletze selbst die aktuelle Spotify-App Apples Richtlinien, mahnt der Anwalt Apples. Spotify hat übrigens auf Anfrage Buzzfeeds bereits auf das Schreiben geantwortet und bestreitet die Aussagen aus Cupertino. Ich gehe also sehr stark davon aus, dass ein Ende des Zoffs lange nicht in Sicht sein dürfte.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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