Apple soll in ehemaliger Qualcomm-Einrichtung eigene Displays entwickeln

15. Dezember 2015 Kategorie: Apple, Hardware, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_appleWenn Firmen wie Apple versuchen etwas geheim zu halten, wird ganz genau hingeschaut. So wie nun in Taiwan, wo Apple von Qualcomm eine Einrichtung zur Entwicklung von Displays übernommen hat. Mindestens 50 Techniker sollen dort für Apple tätig sein, an neuen Display-Technologien arbeiten. Genauer sollen die Personen an fortgeschrittenen LC-Displays ebenso arbeiten wie an OLED-Displays – Apple setzt diese bisher nur in der Apple Watch ein. Generell benötigen OLED-Displays aber weniger Energie, zudem fehlt eine Hintergrundbeleuchtung, die solche Displays dann dünner ermöglicht. Apple soll seit diesem Jahr in der Einrichtung tätig sein.

Dass Apple selbst die Entwicklung übernimmt, ist nicht allzu überraschend. Apple macht dies auch bei den mobilen Prozessoren und anderen Bauteilen für Geräte. Ermöglicht wird so die größtmögliche Kontrolle und kann Komponenten auch am effizientesten ansteuern und einsetzen. So passiert es dann zum Beispiel auch, dass sich ein Dual-Core-iPhone flotter anfühlt als ein Octa-Core-Androide oder dass eben ein verhältnismäßig kleiner Akku doch eine ganze Weile durchhält.

Aktuell sucht Apple laut Stellenanzeigen weiterhin nach Display-Experten. In der Einrichtung, die nun von Apple belegt wird, entwickelte Qualcomm seine Mirasol-Displays, eine bunte E-Paper-Technologie. Wann Apple mit den neu entwickelten Displays in Geräten antreten könnte, ist nicht bekannt. Bei den Displayherstellern machte sich das Bekanntwerden der Eigenentwicklung allerdings direkt bei den Aktienkursen bemerkbar. Apple muss bei einer Eigenentwicklung ja nicht mehr das einkaufen, was die Hersteller bieten, sondern gibt dann letztendlich vor, wie die Hersteller etwas zu produzieren haben.

(Quelle: Bloomberg)

Apple


 

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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