Apple: Siri im Fokus der WWDC 2016

13. Juni 2016 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von: Benjamin Mamerow

apple logo artikel retroOffenbar plant Apple, seinen Fokus bei der heute startenden WWDC 2016 ganz auf seine Sprachassistentin Siri zu legen. Nachdem die großen Konkurrenten Alphabet Inc., Microsoft Corp. und Amazon.com Inc. bereits ihre eigenen auf KI ausgelegten Assistenten ins Rennen geschickt oder aber angekündigt hatten, kam das Unternehmen aus Cupertino auch gewissermaßen ein wenig in Zugzwang. Die diesjährige Entwicklerkonferenz soll nun einige neue Informationen zum Thema bringen.

Siri (Speech Interpretation and Recognition Interface) wurde von Apple im Jahre 2011 für die Verwendung im iPhone 4S vorgestellt und hat seitdem regelmäßig neue Funktionen spendiert bekommen. Sie erinnert an Termine, verfasst Textnachrichten auf Kommando und hört mittlerweile auch interessiert hin, ob jemand die magischen Wort „Hey Siri!“ ausspricht, um Befehle oder Anfragen entgegen zu nehmen.

Nun soll Apple wohl ankündigen wollen, dass man Siri für Drittanbieter offenlegen wolle, was bedeuten würde, dass ab sofort jeder Entwickler seine App mit der Sprachassistentin kombinieren könne. Ein simples „Hey Siri, ordere mir doch bitte eine Pizza Prosciutto e Funghi con Spinaci via Lieferheld bei meiner Lieblings-Pizzeria!“ könnte dann – eine saubere Aussprache vorausgesetzt – den Lieferboten mit der heißen Pizza nach Hause holen. Solche Anfragen führen bisher lediglich zu einer Websuche nach diesen Begriffen.

Google, Microsoft und Amazon haben vorgemacht, wie man sich eine wirklich intelligente künstliche Assistenz vorstellt. Siri konnte dagegen bisher eher abstinken. Das ändert sich hoffentlich in Zukunft – der geplante Schritt, das System offenzulegen, dürfte in die richtige Richtung führen. Studien haben noch vor Kurzem gezeigt, dass Smartphone-Nutzer sich eher schämen, Sprachassistenten in der Öffentlichkeit zu benutzen. Daran kann wohl auch eine besser funktionierende Siri nichts ändern, dem Nutzer daheim wird es indes zugute kommen.

Analysten verschiedener Seiten deuten an, dass die Entwicklerkonferenz eher eine Art Appetitanreger für das große Apple-Event im Herbst sein wird. Apple habe schon immer anders getickt als seine Konkurrenten. Das Unternehmen setze seine Kunden keinen Betatests aus, sondern überzeuge diese mit einem finalen Produkt, dass nach der Vorstellung direkt gekauft werden kann.

“It plays against the brand. Apple doesn’t beta-test its customers. It has to show up with the goods, not just a vision.” — Patrick Moorhead, leitender Analyst bei Moor Insights & Strategy

 


 

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Über den Autor: Benjamin Mamerow

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