Apple räumt im App Store mit Imitaten und Co. auf

23. Juni 2017 Kategorie: Apple, Mobile, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

Apple will im App Store noch strenger aufräumen und hat die Richtlinien für Entwickler erneut überarbeitet bzw. im Zuge der WWDC 2017 die Änderungen bekannt gegeben. Für Aufsehen sorgte eine Modifikation in der Regel 4.2.6, die besagt, dass Apps, die auf kommerziellen Vorlagen basieren oder automatisch generiert wurden abgelehnt werden. Apple will damit aber nicht gegen Tools für Entwickler vorgehen, sondern vor allem Klone und Imitate eindämmen.

Anders wäre es auch brisant, denn immer mehr Apps werden mit der Hilfe von Tools entwickelt, so dass die Verantwortlichen immer weniger selbst Hand an den Code legen müssen. Sogar Apple selbst hat ein derartiges Abkommen mit IBM abgeschlossen, um für Geschäftskunden schneller Apps bereitstellen zu können, denen dann viele Aspekte des Designs und der Funktionen gemeinsam sind.

Das will Apple auch nicht grundsätzlich unterbinden. Vielmehr will man rasch zusammengeschusterte Apps draußen halten, die mit ihrem rudimentären Design eigentlich nur teure Abonnements vermitteln sollen. So nutzen Betrüger diese Masche teilweise, um sehr simple Apps in den App Store zu schleusen und schnell ein paar teure Abos an Ahnungslose zu verscherbeln, bevor die App wieder aus dem Store entfernt wird.

Zudem regierten zeitweise auch die Klone. Hier ist sicherlich vielen „Flappy Bird“ im Gedächtnis geblieben. Nach dem Erfolg des Spieles hagelte es quasi im Minutentakt Imitate im App Store. Viele dieser Klone wurden auch noch als Vehikel für aufdringliche Werbung genutzt. Imitate populärer Streaming-Apps wiederum reichen illegal Musik an die Nutzer weiter. All das ist Apple natürlich ein Dorn im Auge und deswegen hat man die Richtlinien eben verschärft.

Apple will also nicht die Werkzeuge für Entwickler beschneiden. Wer somit derlei Tools nutzt, muss nun trotzdem nicht fürchten, dass all seine Apps abgelehnt werden, es sei denn, dass er nun alles von Grund auf selbst programmiert. Wer jedoch basierend auf einer einzigen Vorlage etliche, ähnliche Anwendungen in den Apple App Store knallt, soll damit nach Apples Willen nicht durchkommen.

(via TechCrunch)

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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