Apple plant angeblich Generalüberholung von Apple Music

4. Mai 2016 Kategorie: Apple, Streaming, geschrieben von: André Westphal

apple music artikel logo itunesSchenkt man Bloomberg Glauben, so plane Apple derzeit seinen Streaming-Dienst Apple Music einer Frischzellenkur zu unterziehen. Ursache sind wohl die zwiespältigen Reviews zur Plattform und der Abgang einiger Schlüsselfiguren, welche sich für Apple Music mitverantwortlich zeigten. Es heißt, Apple wolle vor allem die Benutzeroberfläche stark verbessern und dabei auch Streaming- und Download-Angebote enger vernetzen. Als Ergänzung wolle Apple sein Radio-Angebot stark ausbauen. Vorstellen wolle Apple die Generalüberholung von Apple Music bereits im Juni auf der Worldwide Developers Conference.

Apple hatte sich von Apple Music viel versprochen: Ehemals mit iTunes eine unumgängliche Größe, muss Apple nun beobachten, wie Rivalen wie Spotify und Deezer mit ihren Streaming-Diensten im Markt für digitale Musik voranziehen. Allerdings führte Apple Music offenbar intern zu einigen Querelen. Bisher scheiterte Apple daran seine Streaming- und Download-Strategien zu einem großen Ganzen zu verbinden und Synergien zu erzeugen. Analysten werfen Apple aktuell vor, dass das Unternehmen daran scheitere seiner exzellenten Hardware ähnlich dominierende Software an die Seite zu stellen. Denn derartige Kritik musste sich nicht nur Apple Music gefallen lassen. Auch Maps, Photos und iCloud sind in ihren jeweiligen Segmenten nicht unbedingt die Messlatte.

apple Music
Triebfeder für Apple Music war die Beats-Übernahme. Doch selbst mit seinem eigenen, bewährten Ökosystem, der enormen Nutzerbasis und dem Beats-Know-How verfehlte Apple Music die hoch gesteckten Ziele. Speziell die Oberfläche ist Gegenstand vieler Diskussionen. Zudem ist Apple zögerlich darin iTunes-Kunden an Apple Music heranzuführen, da man die Nutzer nicht von den lukrativen Download-Käufen entwöhnen möchte.

Dazu kommen offenbar bei Apple interne Querelen unter den verantwortlichen Managern wie Jimmy Iovine, Robert Kondrk, Eddy Cue und dem Künstler Trent Reznor (NIN), der an der Oberfläche mitgewerkelt hat. Zudem haben viele ehemalige Beats-Mitarbeiter Apple verlassen, da sie entweder mit Apples Unternehmenskultur nicht zurecht kamen oder anderen Abteilungen zugewiesen werden sollten, in denen sie sich fehl am Platze fühlten.

Nun ja, warten wir ab, ob Apple wirklich auf der WWDC eine neue Version von Apple Music vorstellt. Bisher enthält man sich in Cupertino eines Kommentares. Apple Music steckt noch in der Reifungsphase und nur weil Apple das Potential bisher nicht ausschöpfen konnte, heißt das nicht, dass das Streaming-Angebot in Zukunft noch durchstarten könnte. Wenn ein Unternehmen das Netzwerk und die Ressourcen hat, um hier zu den Marktführern aufzuschließen, dann ist es Apple.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 1969 Artikel geschrieben.