Apple-Nutzer in Australien werden nach Angriff zur Passwortänderung aufgefordert

27. Mai 2014 Kategorie: Apple, Backup & Security, iOS, geschrieben von: Sascha Ostermaier

In Australien häufen sich aktuell Fälle, in denen Macs und iDevices per Remote-Zugriff über das „Find my iPhone“ gesperrt werden. Bei betroffenen Nutzern taucht dann die Meldung auf, dass sie Beträge zwischen 50 und 100 US-Dollar an ein PayPal-Konto senden sollen, damit das Gerät wieder entsperrt würde. Es wird davon ausgegangen, das sich der Angreifer den Zugang über die normale Apple-ID verschafft, also die Kombination aus Nutzername und Passwort kennt. Woher ist allerdings unklar.

FindMyiPhone

Wer einen Passcode auf dem Gerät nutzt, kann das Ganze selbst wieder rückgängig machen. Nutzt man allerdings keinen Passcode, kann der Eindringling die Geräte sperren und man hat erst einmal keine Chance mehr, die Sperre wieder rückgängig zu machen, da so ein Passcode über das „Find My iPhone“-Feature vergeben werden kann. Eine Änderung des Codes kann aber nur jeweils auf dem Gerät vorgenommen werden, auf dem er erstellt wurde.

Neben dem Sperren der Geräte hat der Angreifer so auch Zugriff auf alle in iCloud gespeicherten Daten. Neben Fotos können dies auch Office-Dokumente sein, ebenso sind iTunes-Käufe einsehbar. Die australischen Behörden raten Apple-Nutzern dazu, Ihr Passwort vorsorglich zu ändern. Ebenso kann es hilfreich sein, die 2-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Bisherige Opfer hatten diese nicht aktiviert.

In den Apple Support-Foren kam das Thema auch schon auf. Bisher scheint es sich allerdings auf Australien zu begrenzen. Auch wird hier noch einmal ersichtlich, dass es in der Tat nur Geräte betreffen zu scheint, die keine Passcode-Sperre aktiv haben.

Auch wenn sich das Szenario bisher nicht bei uns abzuspielen scheint, schadet es nicht, wenn man als Apple_nutzer einmal wieder das Passwort ändert. Eine Passcode-Sperre sollte man eigentlich sowieso nutzen, falls nicht, es tut gar nicht weh, wirklich. (Danke, Bruce!)



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Quelle: 9to5Mac |
Über den Autor: Sascha Ostermaier

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