Apple Music: Preissenkung für größeres Wachstum möglich

1. November 2016 Kategorie: Apple, Streaming, geschrieben von: Sascha Ostermaier

apple music artikel logo itunesDas Geschäft mit Musikstreaming ist kein einfaches, das merken vor allem die großen Anbieter. Die Auswahl der angebotenen Musik unterscheidet sich kaum und auch preislich sind mittlerweile alle auf Augenhöhe. Spotify, seit Jahren im Geschäft musste sich, ebenso wie Google Music oder Deezer, bereits einmal Apples Preisdruck fügen – das Familien-Abo gab es erst mit der Einführung durch Apple zum Preis von 14,99 Euro pro Monat. Dann kam Amazon mit Music Unlimited und einem Preis, der zumindest Prime-Kunden einen Vorteil gegenüber den anderen Einzelnutzer-Angeboten gibt. 7,99 Dollar, also 20 Prozent günstiger als bei der Konkurrenz, muss man hier nur auf den Tisch legen, um das volle Musikprogramm genießen zu können.

Apple Music könnte hier zur Weihnachtszeit einen neuen Vorstoß wagen und ebenfalls an der Preisschraube drehen. Das legt ein Bericht von Digital Music News nahe. Allerdings ist die Preisreduzierung noch keine beschlossene Sache, es ist also ebenso möglich, dass sie nicht kommen wird. Starten soll das Ganze als Weihnachts-Promotion. Nach den drei kostenlosen Monaten wären dann im Einzelabo nur noch 7,99 Dollar fällig, die Familien-Option gäbe es dann für 12,99 Euro, also jeweils zwei Dollar weniger als bisher. Für Studenten, die das Abo bereits jetzt für 4,99 Dollar erhalten, soll sich aber nichts ändern.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Apple jetzige Einzelabonnenten vergünstigt auf das Familienabo umstellen lässt. Ob das Ganze eine befristete Aktion werden soll oder generell der Preis gesenkt werden soll, ist bislang noch unklar. Sollte dies der Fall sein, dürften auch Bestandsnutzer von der Preissenkung profitieren, die wenigsten hätten wohl etwas dagegen.

Allerdings bedeutet ein niedrigerer Preis auch weniger Einnahmen pro Nutzer auf der Seite von Apple. Die Musikindustrie wird aber nicht auf Einnahmen verzichten, sodass ein solcher Rabatt zu Lasten des Gewinns geht. Das wiederum wäre – gerade für Apple – eher untypisch. Allerdings könnte dies unter Umständen auch wieder durch steigende Nutzerzahlen kompensiert werden. Möglich wäre durch so einen Preiskampf auch eine Auslese bei den Anbietern. Gerade Spotify kämpft hart, um überhaupt rentabel zu sein, noch niedrigere Preise wären bei dem Anbieter nicht so einfach zu stemmen, wie bei Anbietern wie Amazon oder Apple, die auch auf anderen Gebieten Einnahmen generieren.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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