Apple lizenziert Bahnhofsuhr

12. Oktober 2012 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von: caschy

Man kann es ja mal versuchen. Ihr erinnert euch an die Story mit Apple und der Bahnhofsuhr, die von Hans Hilfiker entworfen wurde und nur mit entsprechender Lizenz verwendet werden darf? Mit iOS 6 tauchte eine Uhr auf, die eine faszinierende Ähnlichkeit mit der von der Schweizerischen Bundesbahnen SBB lizensierten Uhr aufwies.

Die Schweizerischen Bundesbahnen reagierten empört und auch bei Apple schien man gemerkt so haben, dass es so einfach nicht geht. Heute die Meldung: SBB und Apple schliessen Lizenzvereinbarung ab.

Für die Nutzung der Bahnhofsuhr der SBB auf Geräten wie iPad und iPhone haben sich die Schweizerischen Bundesbahnen SBB und Apple geeinigt und eine Lizenzvereinbarung abgeschlossen. Die Parteien haben vereinbart, dass sie über die Höhe der Lizenzgebühr wie auch über weitere Einzelheiten des Übereinkommens keine weiteren Auskünfte erteilen.

Die SBB Bahnhofsuhr wurde 1944 vom Ingenieur und Gestalter Hans Hilfiker für die SBB entworfen. Es handelt sich um eine Design-Ikone, die offenkundig auch im digitalen Zeitalter gut ankommt. Spezielles Merkmal des sogenannten «Kellenzifferblattes» ist der markante rote Sekundenzeiger, der die Form einer Signalkelle hat. Bis heute stellt sie als Symbol für Innovation und Zuverlässigkeit ein wichtiges Identitätsmerkmal der SBB und der Schweiz dar.

Tja, beim Klauen erwischt – ich möchte mal wissen, was da an Geld über den Tisch ging :)


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27 Kommentare

N-Rico 12. Oktober 2012 um 14:31 Uhr

Beim Klauen erwischt. Das trifft’s auf den Punkt. Es wird nun eh wieder eine Welle zwischen Fanboy A und Fanboy B geben…

Reast 12. Oktober 2012 um 14:40 Uhr

Danke Apple, vielleicht ist dadurch die nächste Preiserhöhung abgewendet. Gruss eines Schweizers :)

chris 12. Oktober 2012 um 15:11 Uhr

und irgendwann verklagt die Lebensmittelindustrie Apple wegen dem angebissenen Apfel!

Daniel 12. Oktober 2012 um 15:19 Uhr

@chris
Das sind zwei paar Schuhe.

Frei und nicht frei…

clarkkent 12. Oktober 2012 um 15:21 Uhr

haha, wäre die Uhr vom Staatsfeind Nr.1 (also Samsung) gewesen, gäbe es jetzt wieder eine Schlacht vor Gericht.

Chantal 12. Oktober 2012 um 15:21 Uhr

Hauptwort: Lizenz
Tuwort: ich lizensiere

Sowas lesen wir gern in Amazon-”Rezessionen”, aber nicht bei Deutschlands führendem Techblogger…

Also mal das TippEx raus, bitte…

Ronny 12. Oktober 2012 um 15:23 Uhr

“ich lizenziere”, meinst du. Hat selbst Microsoft inzwischen akzeptiert.

Alfred 12. Oktober 2012 um 15:28 Uhr

Apple beim klauen erwischt. :-)

Uebrigens:
Haette Apple vorher gefragt, dann braeuchte Apple gar nichts zahlen. Aber erst klauen und hoffen niemand merkt es, wird im nachhinein doppelt bestraft.

Ben 12. Oktober 2012 um 15:47 Uhr

@Alfred:

Wenn BMW also vorher Mercedes fragt ob sie deren Technik kopieren dürfen, dann genehmigen sie dies ohne etwas dafür zu verlangen? Das ist mir neu

Gabe 12. Oktober 2012 um 16:04 Uhr

Haha, war mir klar, dass die SBB sicher keine Zahlen bekannt geben wird. Schliesslich ist es Schweiz und wir sprechen hier nicht über Geld und somit sorgen sie auch gleich dafür, dass ich bei weniger Sitzplätzen in den Zügen nächstes Jahr mehr bezahlen darf.

JSG 12. Oktober 2012 um 16:08 Uhr

@Ben: ggf hätte sich die SBB einfach nur geehrt gefühlt und es als Werbung erlaubt?

@topic: Ich tippe auf siebenstellig, aber am unteren Rand, vielleicht auch nur hoch sechsstellig. Klingt viel? Ja, aber ein Urteil wäre teurer geworden und sicher gekommen.

Alfred 12. Oktober 2012 um 16:08 Uhr

@Ben

Hier geht es um ein Design und nicht um Technik. Dieses Design wurde schon tausendfach kopiert und SBB sagt selbst, dass die auf Anfragen zur Erlaubnis der Nutzung des Designs der Bahnhofsuhr bisher immer stattgegeben haben. Es ist ja auch irgendwie Werbung. Die Schweizer Bahngesellschaft stellt keine Computer her und Apple betreibt keine Schienen-Infrastruktur, daher hinkt der Vergleich mit der Nutzung von teschnischen Errungenschaften zwischen BMW und Daimler.

Der App-Entwickler des Widgets mit dem Design der Bahnhofsuhr zahlt auch keine Lizenz.

besucher96 12. Oktober 2012 um 16:19 Uhr

“Tuwort: ich lizensiere”

ich “tue” auch auch gleich. man man man. dann lieber nix sagen.

sam 12. Oktober 2012 um 16:57 Uhr

und dabei hat noch einer dieser selbsterannten lizenexperten vorher gemeint, dass die sbb keine guten chancen hätte, weil die uhr in schwarz-weiß als gemschacksmuster eingereicht wurde und dabei nicht der markante rote zeiger zu sehen sei.

so läuft das eben mit experten die sich selbst solche titel verpassen. wie eben auch dieser florian müller, selbst erannter lizenz&copyirght experte. der sich erst von oracle bezahlen lies um dann ganz wild masshaft codeklau-beweise in android gefunden haben will. von 12 milllionen zeilen code hatten am ende nur 9 zeilen copy&pase character…

unknown 12. Oktober 2012 um 20:26 Uhr

Meine Güte, eure Beiträge werden immer belangloser. Aktuelle Infos zu coolem Zeug rund um Technik und IT sucht man vergebens. Man hat das Gefühl, ihr dreht euch im Kreis, immer die selben Themen…

caschy 12. Oktober 2012 um 20:33 Uhr

@Unknown: Micha, das ist immer Ansichtssache ;)

Andy 12. Oktober 2012 um 20:42 Uhr

Da hat sich die SBB ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gegönnt. Die Summe und die Vertragsdetails würden mich aber auch mal im Detail erfahren. Kann man nur hoffen, dass die SBB ne hübsche Summe rausgehandelt hat.

FlyingT 12. Oktober 2012 um 22:10 Uhr

Wäre interessant ob man über das BGÖ an die Unterlagen der SBB ran kommt. http://infam.antville.org/stories/2139995/

Chris 13. Oktober 2012 um 20:25 Uhr

Na Hauptsache es gibt keine wichtigeren Themen auf der Welt, als Lizenzgebühren, die ein IT-Konzern an eine Bahngesellschaft für die Benutzung eines Uhrdesigns zahlt. Herzlichen Glückwunsch!

Norbert 15. Oktober 2012 um 07:14 Uhr

@Chris: Thema verfehlt
@Apple: haha!

Florian 16. Oktober 2012 um 19:22 Uhr

Nix dagegen, dass Apple auch mal eins auf die patentrechtliche Mütze bekommt.
Aber: SOWAS kann man sich lizensieren lassen? Ernsthaft? Da liegt die Latte für die Schöpfungshöhe aber nicht sehr hoch…

Christoph 18. Oktober 2012 um 07:47 Uhr

Na ja, vielleicht hat Apple ja hier so schnell eingewilligt weil die Kaufkraft bei uns in der Schweiz sehr hoch ist. Immerhin hat die Schweiz die höchste Dichte an Apple Produkten pro Einwohner weltweit.
Da ist es marketing technisch keine so gute Idee etwas zu klauen was viele als Ureigenes Kulturgut empfinden.
Ich wage sehr zu bezweifeln ob die SBB jemals einen Prozess hätte gewinnen können.


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