Apple: erste Januar-Woche bricht App Store-Rekorde, Preiserhöhungen folgen

8. Januar 2015 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von:

Eigentlich wollte ich Euch nur über die neuen Preise in Apples App Store informieren, die bis spätestens morgen bei allen angekommen sein sollten, da flattert auch gleich noch eine Pressemitteilung zu App Store-Rekorden in die Mailbox. Zufall? Interessant allemal, zumal die Preiserhöhungen in den App Store-Rekorden natürlich keine Beachtung finden. Interessant sind aber auch tatsächlich die Informationen, die Apple über den App Store herausgibt. Der 1. Januar war der erfolgreichste Tag für den App Store, seit es ihn gibt. In der ersten Woche 2015 wurden von den Nutzern knapp eine halbe Milliarde Dollar in Apps investiert.

AppsForRed

Abgesehen von den für Apple und Entwickler durchaus positiven Zahlen, immerhin wurde im bisherigen Rekordjahr 2014 ein 50 Prozent höherer Umsatz erzielt als 2013, hat die Product (RED) App-Aktion hat auch einen Teil dazu beigetragen, dass Apple im letzten Quartal 20 Millionen Dollar an die Stiftung überweisen konnte. 1,4 Millionen Apps umfasst das App Store-Angebot, 725.000 Apps wurden speziell für das iPad entwickelt. Ja, auch 2015 immer noch beeindruckend, wenngleich sich die Konkurrenz (aka Google) zahlenmäßig nicht unbedingt hinter Apple verstecken braucht.

Dass die Umsätze auch 2015 steigen, steht wohl außer Frage, dennoch gibt es Preiserhöhungen für Apps in verschiedenen Ländern, auch in Deutschland. Dies liegt an der neuen Besteuerung. War es bisher so, dass die Umsatzsteuer in dem Land gezahlt werden muss, in dem der Artikel verkauft wurde (iTunes, Luxemburg, 15 Prozent), wird diese nun für jedes Land extra abgeführt. Die Preise bleiben aber in allen Ländern gleich. So werden diese nun leicht angehoben, beim Entwickler wird deswegen aber nicht zwangsläufig auch mehr ankommen.

Schön an den neuen Preisen ist, dass sie nicht mehr „krumm“ sind. Los geht es mit 99 Cent, danach folgen 1,99 Euro, 2,99 Euro, 3,99 Euro, und so weiter. In den höheren Stufen sind die Aufschläge natürlich deutlicher zu spüren, sodass auch schon einmal 3 Euro mehr fällig werden, obwohl sich die App in der gleichen Abstufung wie vorher befindet. Insgesamt ergibt sich aus der Erhöhung für den Nutzer eine Preissteigerung von mehr als 10 Prozent.

Zugegeben, bei den niedrigen Beträgen, die für Apps fällig werden, dürften sich die wenigsten an dieser Erhöhung stören, wenn man sich die prozentuale Steigerung aber einmal durch den Kopf gehen lässt, ist das schon ein dicker Brocken. Wird Euch die Steigerung dazu bringen weniger Apps zu kaufen? Mich nicht.


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Über den Autor:

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