Apple iPhone X im iFixit-Teardown: Wer im Glashaus sitzt…

3. November 2017 Kategorie: Apple, Hardware, Mobile, geschrieben von: André Westphal

Das Apple iPhone X ist meiner Ansicht nach ein wunderschönes Smartphone – zu einem sehr hohen Preis. Bei so einem Gerät ärgert man sich dann doppelt, falls mal ein Schaden auftritt. Die Kollegen von iFixit prüfen deswegen regelmäßig bei neuen High-End-Smartphones, wie es um die potentielle Reparierbarkeit steht. Überraschenderweise schneidet das Apple iPhone X dabei gar nicht so schlecht ab. Denn es hat den Repairability Score 6/10 erhalten. Als Pluspunkt nennt man als Ergebnis des Teardowns etwa, dass ein beschädigter Bildschirm sich auswechseln lässt, ohne dass man die komplizierte Hardware für FaceID entfernen müsse.

Zudem verwende Apple an einigen Stellen Schrauben statt Leim, wenn auch erneut Pentalobe- und Tri-Point-Schrauben statt verbreitetere Schlitz- oder Kreuzschrauben. Dadurch, dass das Apple iPhone X resistent gegen Wasser ist, sind einige Reparaturen aufgrund der eingesetzten Dämmungen erschwert. Immerhin wird dadurch aber natürlich das Risiko gesenkt, wegen eines Wasserschadens das Smartphone ersetzen zu müssen.

iFixit ist zudem von den Vernetzungen und Verbindungen im Inneren nicht ganz so angetan, da viele Komponenten zusammengehalten werden, die eigentlich nicht unbedingt miteinander verknüpft sein müssten. Das erschwert es, einzelne Bauteile auszutauschen.

Dadurch, dass Apple Glas auf sowohl Vorder- als auch Rückseite einsetzt, erhöht sich natürlich zudem die Gefahr, dass das iPhone X bei einem Sturz Schaden nimmt. Sollte die Rückseite brechen, käme man nicht umhin das Gesamte Gehäuse auszutauschen. Im Klartext wird wohl für Käufer eine Schutzhülle Pflicht sein, welche das Design des Smartphones natürlich direkt verändert.

Den kompletten Teardown von iFixit könnt ihr auch hier nachlesen. Habt ihr Interesse am iPhone X? Die ersten Tests sind sehr positiv ausgefallen, aber der Preis dürfte sicherlich viele von euch zum Nachdenken bringen und vielleicht eher auf die iPhone 8 und 8 Plus blicken lassen. Im Teardown seht ihr zudem den spannenden Aufbau des Innenlebens, das auf ein sehr spezielles Logicboard und einen Akku mit zwei Zellen setzt.


Über den Autor: André Westphal

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