Apple, Facebook, Google und Microsoft wollen Nutzer direkt über Datenabfragen informieren

2. Mai 2014 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Die großen Technologie-Firmen wehren sich zunehmend gegen Behördenanfragen. Die Unternehmen, denen von den Nutzern meist sehr viele persönliche Daten anvertraut werden, begannen letztes Jahr bereits damit, die Anzahl von Behördenanfragen zu veröffentlichen. Jetzt geht man noch einen Schritt weiter und will Nutzer direkt informieren, wenn Daten über sie abgefragt wurden. Apple, Facebook, Google und Microsoft werden ihre Richtlinien dahingehend anpassen. Yahoo hat diesen Schritt bereits für Juli angekündigt.

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Natürlich wird nicht in jedem Fall sofort Bescheid gegeben, wenn durch einen gerichtlichen Beschluss Daten abgefragt wurden. Richter können dieses Vorgehen von Fall zu Fall verbieten, falls dies notwendig sein sollte. Dies entkräftet auch ein wenig das Hauptargument der Gegner, dass Kriminelle so frühzeitig gewarnt würde, wenn gegen sie ermittelt wird.

Firmen, die bereits nach dieser Methode vorgehen, stellten fest, dass die Behördenanfragen dadurch zurück gehen. Grund hierfür soll sein, dass die Ermittler ihre Verdächtigen nicht so schnell warnen wollen. Allerdings betrifft diese Neuregelung keine Anfragen, die durch den Foreign Intelligence Surveillance Court genehmigt sind und auch die National Security Letters des FBI sind gesetzlich geschützt.

Google hat die neuen Richtlinien bereits diese Woche eingeführt, Twitter informiert Nutzer über die Abfrage von Daten bereits seit geraumer Zeit. Apple, Facebook und Microsoft arbeiten noch an eigenen Ausformulierungen, die Änderungen sollen aber schon bald kommen.

Seit dem NSA-Überwachungsskandal sind die großen Unternehmen sehr bemüht, eine offenere Kommunikation mit den Nutzern zu betreiben. Schließlich sollen diese den Firmen eine Menge Daten anvertrauen. Wenn sich hier ein Unternehmen mit den Abhörenden verbündet, könnte dies schnell nach hinten losgehen.


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Quelle: Washington Post |

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