Apple bezieht Stellung zu Animoji und dem TrueDepth-Sensor

16. November 2017 Kategorie: Apple, Hardware, Mobile, Software & Co, geschrieben von:

Gestern hatte ich aufgegriffen, dass die Animoji, welche sich mittlerweile zu Karaoke-Stars entwickelt haben, erstaunlicherweise auch ohne den TrueDepth-Sensor zu funktionieren scheinen. Das eröffnete die Frage, warum Apple sie dann exklusiv an das iPhone X bindet, wenn die normale Frontkamera auszureichen scheint. Mittlerweile hat Apple dann allerdings reagiert. Das Unternehmen aus Cupertino bestätigt, dass der TrueDepth-Sensor des iPhone X sehr wohl zum Einsatz komme und die Genauigkeit erhöhe. Und zugunsten dieser Präzision habe man Animoji an Smartphones gebunden, welche mit einem TrueDepth-Sensor aufwarten können.

Laut Apple hätte man Animoji in einer schlechteren Variante auch für die iPhone 8 und 8 Plus zur Verfügung stellen können. Auf derlei halbgare Funktionen wolle man sich aber nicht einlassen und auch den Anwendern keine minderwertige Variante der Animoji zumuten. In einem Artikel bei iMore wird der Einsatz des TrueDepth-Sensors dann auch nochmals etwas genauer aufgeschlüsselt.

So funktionieren die Animoji in der Tat zeitweise ohne den TrueDepth-Sensor, weil nur die reguläre Frontkamera zum permanenten Tracking beansprucht wird. Allerdings fertigt der TrueDepth-Sensor in regelmäßigen Abstand aktualisierte Maps des Gesichts an. Auch wenn man die Animoji also kurzzeitig bei blockiertem TrueDepth-Sensor nutzen kann, funktioniert das auf Dauer nicht.

Apple hätte deswegen durchaus eine abgespeckte Version für die iPhone 8 und 8 Plus oder gar ältere Modelle veröffentlichen können. Dann wäre das Unternehmen aber vermutlich wegen der schlechteren Qualität kritisiert worden. Wer also aktuell kein iPhone X kaufen möchte, aber auf die Animoji heiß ist, wird wohl bis 2018 warten müssen. Die Vermutung liegt nahe, dass Apple dann die TrueDepth-Sensoren in alle neuen Smartphones integrieren wird.


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