Apple: notorische App-Umtauscher müssen Käufe extra bestätigen und verlieren Umtauschrecht

13. Januar 2015 Kategorie: Apple, iOS, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Ende Dezember führte Apple in Europa ein 14-tägiges Rückgaberecht für Käufe im App Store / iTunes / iBook Store ein. Ohne Angabe von Gründen können die Inhalte zurückgegeben werden, ganz so wie es sich die EU gewünscht hat. Das Problem hierbei: einem Missbrauch steht nichts im Weg. App kaufen, nutzen, zurückgeben. Insbesondere bei Spielen ist das heikel, die wenigsten Mobile Games fesseln länger als zwei Wochen. Folglich könnte man Games kaufen, diese durchzocken und wieder zurückgeben. Wenn man noch nicht ganz durch ist, ist das auch kein Problem, auf den Geräten bleiben die Apps nämlich erhalten und können auch weiterhin genutzt werden.

Apple_Refund

Dieses Problem hat auch Apple erkannt und nun eine weitere Neuerung eingeführt, die eigentlich recht clever ist. Vor dem Download wird ein Pop-Up angezeigt, welches sich die Bestätigung vom Nutzer einholt, dass die App nicht mehr zurückgegeben werden kann, wenn man sie jetzt kauft. Das ist so akzeptabel und im Rahmen dessen, was gefordert wurde, aber stört natürlich den Kaufvorgang. Apple ist ja nicht dumm und will natürlich verkaufen, deshalb bekommt dieses Pop-Up auch nicht jeder zu sehen.

Wer normal Apps kauft, wird diesen weiteren Schritt im Kaufvorgang wohl eher nicht zu sehen bekommen. Das heißt, es kann weiterhin mit einem Klick gekauft werden und die Apps können im Zweifelsfall auch innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden – ohne Angabe von Gründen, bei voller Erstattung des Kaufpreises. Der Rückgabe-Ausschluss wird nämlich nur Nutzern angezeigt, die häufiger Apps zurückgeben. Im Prinzip unterstellt Apple diesen Nutzern natürlich, dass sie gar nicht die Absicht haben, die App dauerhaft zu behalten.

Es ist nicht bekannt, ab welcher Rückgaben-Größenordnung Apple dieses Pop-Up einsetzt und sich damit vom Rückgaberecht befreit. Ich selbst gebe kaum Apps zurück, eigentlich nur, wenn die Funktion mal wieder für Beiträge gefragt ist. Allerdings kenne ich auch einige Menschen, die häufiger Apps zurückgeben, dies aber nicht aus „Betrugsgründen“ tun. Solche Leute könnte es dann unberechtigterweise treffen und sie können Apps nach einem Kauf künftig nicht mehr zurückgeben, selbst wenn es die typischen Abzock-Apps sind.


 

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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