Apple äußert sich ausführlich zu Prism

17. Juni 2013 Kategorie: Backup & Security, Internet, iOS, geschrieben von:

Apple hat heute ein ausführliches Statement zum derzeit nicht nur in den USA heiß diskutierten Prism-Datenschutzskandal abgegeben. So teilt man mit, dass man wie viele andere Unternehmen nichts von Prism gehört hätte – bis zum besagten 6. Juni, als das Thema in der Presse aufkam. Daten würde man nur auf Gerichtsbeschluss an die Behörden herausgeben. Es gibt keinen direkten Zugriff auf die Daten für Behörden.

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Zwischen dem 1. Dezember 2012 und dem 31. Mai 2013 habe man zwischen 4000 und 5000 Anfragen bekommen. In diese Anfragen fallen ungefähr 9000 bis 10.000 Accounts oder Geräte. Die meisten Anfragen drehten sich um gestohlene Geräte, die Suche nach vermissten Kindern, Patienten mit Alzheimer oder um potentielle Selbstmörder ausfindig zu machen.

Das Sicherheits-Team evaluiere jeden Fall und teilt mit, dass man keine Möglichkeit habe, via iMessage und Facetime geführte Konversationen zu entschlüsseln, da diese End-to-End verschlüsselt werden. Auch speichere man keine Daten über den Aufenthaltsort, Kartensuchen oder Siri-Sprachbefehle.

Prism kam am 6. Juni in die Schlagzeilen. Prism ist der Name des Programmes, welches es den US-Sicherheitsbehörden angeblich möglich machen sollte, direkten Zugang auf Server und Traffic vieler Firmen zu bekommen. Laut der damaligen Ausgabe der Washington Post sitzen Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, PalTalk, AOL, Skype, YouTube und Apple im Boot mit der National Security Agency (NSA).

Hiermit wäre es den Behörden möglich, direkt an Daten zu kommen, Unmengen von privaten Daten. Die Washington Post hatte Dokumente von einem Informanten zugespielt bekommen und veröffentlicht. Microsoft war laut Dokument das erste Unternehmen, welches dabei war, Apple im Oktober 2012 das letzte.

Interessant war das Zitat, welches im Zusammenhang um die Prism-Debatte von einem Regierungsmitarbeiter gegenüber Reuters getätigt wurde. Dieser sagte aus, dass nur die Daten von Nicht-US-Bürgern erfasst würden, die außerhalb des Landes wohnen. Quasi du und ich, die Daten vielleicht bei einem der Anbieter haben.

Mittlerweile haben sich alle Technologiefirmen zu Prism geäußert und mitgeteilt, dass es so etwas wie Prism wohl nie gegeben hätte. Ein direkter Zugriff auf die Server sei nicht möglich, ebenfalls teilten die Firmen mit, dass auch keine Box vor den Servern sitzen würde, die Zugriff auf die fließenden Daten ermöglicht.


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Quelle: Apple |

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