App-Piraterie mal anders: 1,2% der Apps in Google Play sind kopiert

19. November 2013 Kategorie: Android, Google, Mobile, geschrieben von:

Hört man kopierte Apps, denkt man zuerst an Endnutzer, die sich Apps irgendwo beschaffen. Dass Entwickler auch von anderen Seiten gegen den Diebstahl von Apps zu kämpfen haben, hat eine Untersuchung von 420.646 Apps im Google Play Store ergeben. Mehr als 1% der untersuchten Apps stimmten mit Apps andere Entwickler überein. Eine Übereinstimmung bedeutet in diesem Fall, dass mehr als 90% des App-Codes gleich sind.

App_Kopie_Permissions

In den meisten Fällen werden diese Apps genutzt, um dem Endnutzer Werbung unterzujubeln, was wiederum Geld in die Kassen der App-Kopierer spült. Aber auch weitreichendere Berechtigungen der Apps, wie beispielsweise das Ausführen von Anrufen oder das Verschicken von SMS, können so realisiert werden. Die Grafik oben Zeigt, welche Berechtigungen im Vergleich zur Original-App zusätzlich in die kopierten Apps wanderten.

Plagiate von beliebten Social Network Apps zeigen beachtliche Downloadzahlen, auch wenn sich der tatsächliche Schaden nur schwer beziffern lässt. Im Fall von Riptide GP 2 (kostenpflichtiges Racing-Game) fand man heraus, dass immer wieder neue Kopien erschienen sind. Addiert man die Downloadzahlen und die geschätzten Gewinne durch Werbung, entgehen den Machern des Originals bis zu 15.000 Kunden und bis zu 30.000 Dollar.

Google_Play_Ripoff

Wer heute nach Riptide GP 2 im Play Store sucht, wird ebenfalls auf eine kostenlose Kopie stoßen, die seit gestern verfügbar bist. Der gleiche Entwickler bietet übrigens auch eine Version von Real Racing 3 und anderen bekannten Spielen an. Google reagiert in der Regel recht flott, wenn auf Verstöße aufmerksam gemacht wird, genauso flott sind aber auch wieder neue Versionen solcher Apps am Start.

Wenn der Nutzer sich nicht genau informiert, fällt es ihm womöglich gar nicht auf, dass er eine manipulierte App installiert hat. Der Funktionsumfang entspricht meist dem der Original-App. Wie genau schaut Ihr Euch Entwickler und Apps an, bevor Ihr sie auf Euer Gerät zieht?


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Quelle: HotForSecurity |

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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