App-Nutzung in Deutschland steigt: 730 Stunden hantiert man im Jahr mit Anwendungen

7. Mai 2017 Kategorie: Mobile, geschrieben von: André Westphal

Laut einer neuen Studie von App Annie verbringen deutsche Nutzer jährlich ca. 730 Stunden mit der Nutzung von Apps. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit nimmt die Bedeutung von Apps zu. So stieg allein vom ersten Quartal 2016 bis zum ersten Quartal 2017 die Gesamtnutzungsdauer von ca. 140 Mrd. Stunden auf etwa 175 Mrd. Stunden an. Es ist also nicht sonderlich gewagt zu attestieren, dass Apps im Leben der Menschen immer mehr Raum einnehmen.

International nutzt der durchschnittliche Smartphone-Anwender im Monat 30 Apps. Das kommt mir persönlich allerdings recht viel vor, offenbar bin ich da kein Heavy-User. Spontan käme ich in meinem Fall beim Durchzählen auf ca. die Hälfte, wenn ich auch Standard-Anwendungen wie die Kamera oder den Musik-Player einrechne. Laut App Annie werden neun Apps bei den meisten Usern täglich genutzt – in der Regel sind das vorwiegend Dating- und Produktivitäts-Apps. Ansonsten spannen die Nutzer am liebsten Apps für soziale Netzwerke und Kommunikation ein.

Die deutschen Nutzer rangieren bei der Anzahl der genutzten Apps sowie der Nutzungsdauer übrigens allgemein meist im Mittelfeld.

Chancen gibt es immer noch für Mobile-Games, denn hier nehme die Nutzung laut App Annie weiterhin zu. Spiele machen dann auch immer noch ca. 75 % des Umsatzes aus, der über die offiziellen App Stores generiert wird.

Außerdem gebe es laut App Annie immer noch Chancen für Newcomer, denn auch wenn es bestimmte Top-Apps gibt, die dominieren, verbleiben bei den User ausreichend Zeit-Ressourcen, um sich anderweitig umzuschauen. Das gilt gerade für Deutschland, denn hierzulande wird den beliebtesten Apps im Lande durchschnittlich weniger Nutzungsdauer eingeräumt, als etwa in Südkorea, Brasilien oder auch Mexiko. Dort schränken sich die Menschen deutlich stärker auf ihre Lieblingsanwendungen ein.

Insgesamt ist der App-Markt immer noch sehr lebendig, die Nutzung wird immer noch ausgebaut und gerade im Spielemarkt gibt es noch ausreichend Platz für neue Anbieter mit guten Konzepten.


Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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