Anki Overdrive: Supertrucks und neuen Takeover-Spielmodus ausprobiert

3. Oktober 2016 Kategorie: Games, Hardware, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_ankiAnki Overdrive kennt der geneigte Blogleser bereits. Die Rennbahn ohne Schienen hatten wir schon öfter zu Gast, einen etwas ausführlicheren Test haben wir in diesem Beitrag. Wer Anki Overdrive nicht kennt: Es handelt sich um eine Rennbahn, auf der Fahrzeuge selbstständig fahren, der Nutzer steuert lediglich bestimmte Aktionen. Hier heißt das Motto nicht zwingend: „Komme als Erster ins Ziel!“ Rennen können auf unterschiedliche Weisen gewonnen werden. Nun gibt es mit den Supertrucks Zuwachs innerhalb der Fahrzeugflotte. Allerdings sorgen diese für einen neuen Spielmodus. Sie sind also nicht einfach nur weitere Fahrzeuge, mit denen man seine Runden drehen kann.

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Takeover heißt der neue Spielmodus, der seinem Namen auch gerecht wird. Ein Supertruck auf der Strecke dreht einsam seine Runden, während die Spieler (aus Fleisch und Blut oder AI) versuchen, die Steuerung über den Truck zu erlangen. Das geht theoretisch sehr einfach, man muss nur seine Waffen auf den Truck zielen, ist man gut genug, übernimmt man die Steuerung des Trucks, das eigene Fahrzeug fährt dann von allein weiter.

Ist die Truck-Übernahme gelungen, geht der Spaß erst richtig los, man flitzt mit dem deutlich größeren Fahrzeug über die Bahn und kann so ziemlich alles wegräumen, was einem im Weg steht. Vorzugsweise gegnerische Fahrer. Um an diese auch ranzukommen, kann der Truck auch beschleunigen. Sind die Ziele in Reichweite, kann auf eine der zwei Waffen gesetzt werden, um das Ziel auszuschalten. Sollte man auch tun, denn sonst kann man den Truck auch schnell wieder los sein und man muss wieder im eigenen, kleinen Auto weiterfahren.

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Fährt man mit dem Supertruck lange genug schnell, wird der Rage-Modus aufgeladen. Aktiviert man diesen, braust man in Höchstgeschwindigkeit über die Strecke und wirft automatisch alle Fahrzeuge aus dem Rennen, die einem in die Quere kommen. Schafft man es hingegen nicht, andere Fahrzeuge auszuschalten, können diese weiterhin versuchen, die Steuerung über den Truck zu erlangen.

Vor Beginn eines solchen Takeover-Spiels, das mindestens einen Supertruck und zwei Fahrzeuge voraussetzt, legt man noch fest, wie viele Punkte für einen Sieg nötig sind. So kann eine Runde im Takeover-Modus auch einmal etwas länger dauern. Hier ein paar Screenshots des Takeover-Modus aus der App (iOS):

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Schaut man auf die „Hardware“ des Supertrucks, fällt schnell auf, dass es ein normales Anki Supercar mit Anhänger ist. Zwar ein ganzes Stück größer, passt aber trotzdem unter Brücken durch, auch wenn sich oben gerade ein anderes Fahrzeug befindet (dieses lässt die „Brücke“ durch die flexiblen Bahnteile leicht durchhängen). In Sachen Geschwindigkeit nehmen sich Autos und Trucks nichts, auch in Kurven kann der Truck eine beachtliche Geschwindigkeit hinlegen.

Leider hatte ich im Test die Sprungschanze (Launch Kit) nicht, ob der Truck auch über diese kommt, kann ich daher nicht sagen. Rein vom Gefühl her würde ich sagen nein, da er schlichtweg zu lang ist und durch sein höheres Gewicht auch entsprechend schneller sein müsste.

Getestet habe ich den Takeover-Modus sowohl mit einem Android-Smartphone als auch mit einem iPhone, das hat alles wunderbar funktioniert – auch im „Mixed“-Modus, also bei gleichzeitiger Nutzung von Android und iOS. Beim erstmaligen Start der App mit dem Supertruck-Update (kann nicht mit einer älteren Version genutzt werden, Updates sind bereits verfügbar) bekommt man auch eine ausführliche Einführung zu den Supertrucks und dem Takeover-Modus. Gut gemacht, so muss man nicht erst herausfinden, wie man den Modus denn eigentlich benutzt.

Etwas schade ist, dass sich die Supertrucks nicht in den normalen Spielmodi nutzen lassen. Wobei zwei Trucks auf der Strecke auch sehr viel Platz wegnehmen würden. Wo man auf der Strecke mit dem Truck fährt, sollte man auch bedenken, denn bei engen Kurven werden selbige vom Anhänger auch gerne einmal geschnitten, sodass der Anhänger – ganz seinem Namen gerecht werdend – hängen bleibt. Nicht so, dass der Truck dann nicht mehr weiter fährt, zumindest blieb er hier nicht dauerhaft hängen.

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Was im Rage-Modus allerdings passieren kann, ist das Herauswerfen anderer Fahrzeuge. Während diese bei einem normalen Abgang von der Strecke bei mir immer wieder den Weg auf die Strecke zurückfanden (bei Caschy war das seinerzeit nicht so), wurden die Fahrzeuge von dem Truck so weit von der Strecke geschleudert, dass sie nicht mehr alleine zurückkamen. Ein manuelles Zurückbringen auf die Strecke war dann Pflicht. In einem hitzigen Gefecht kann das schon uncool sein.

Die Supertrucks waren mein erster Kontakt mit Anki Overdrive und es hat super viel Spaß gemacht. Liegt aber auch daran, dass bei mir alles auf Anhieb funktionierte. Ob mit oder ohne Supertruck, vom Streckenaufbau bis zu den Rennen, es gab keinen nervigen Augenblick bei der Nutzung. Das muss allerdings nicht bei jedem so sein.

Wer bereits Anki Overdrive nutzt und auch Gefallen daran findet, für den sind auch die neuen Supertrucks etwas. Der Takeover-Spielmodus ist mal etwas anderes und bringt Abwechslung für diejenigen, die die anderen Spielmodi schon exzessiv genutzt haben. Vielleicht auch als nettes Ergänzungsgeschenk für Besitzer einer solchen Bahn.

Ob man die Supertrucks nun direkt zum Einstieg braucht, möchte ich gar bezweifeln, es ergibt durchaus Sinn, sich erst einmal mit den normalen Fahrzeugen und den normalen Spielmodi an Anki Overdrive zu gewöhnen. Es ist eben nicht einfach eine moderne „Carrerabahn“, sondern schon ein ganz eigenes Ding, das technisch Interessierten wohl automatisch gefällt. Alleine, dass die Fahrzeuge sebstständig Ihre Bahnen ziehen können und mit dem Smartphone gesteuert werden, ist schon ziemlich cool. Falls man denn verspielt genug ist.

Ab dem 12. Oktober sind die beiden Supertrucks X52 und Freewheel verfügbar, ausgerufen werden 69,99 Euro. Nicht ganz billig, aber das weiß man ja bereits, wenn man sich Anki Overdrive gekauft hat.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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