Angehört: Marshall Mid Bluetooth – On Ear Kopfhörer in schicker Lederoptik

5. März 2017 Kategorie: Hardware, geschrieben von: Benjamin Mamerow

Marshall ist ein Name, der vor allem Rock-Freunden durchaus ein Begriff sein dürfte. Der Hersteller Zound Industries International hat die beliebte Marke aufgegriffen und damit einen On Ear Kopfhörer produziert, der mit reichlich Lederoptik und vielen goldfarbenen Applikationen schon sehr nah an den musikalischen Background von Marshall erinnert. Ich habe mir den Kopfhörer nun über eine geraume Zeit anschauen dürfen und ausprobieren können und will euch an dieser Stelle mal meinen Eindruck schildern.

Pünktlich kurz bevor mich die On Ears erreichten, hat meine Lieblingsband – die Broilers – noch ein neues Album released, welches seitdem (neben Test-bedingt auch anderen Genres) im Kopfhörer hoch und runter rockte.

Bereits beim Auspacken des Mid konnte ich mir ein gewisses Schmunzeln nicht verkneifen. Nicht weil ich das Design nicht schick gefunden hätte, sondern vielmehr weil es exakt das war, was ich beim Lesen des Schriftzugs „Marshall“ auch erwartet hatte: Stilvolle Lederoptik, sichtbare Nähte, goldfarbene Applikationen und gekordelte Verkabelungen. Die Hälse der Steckverbindungen der zusätzlichen Kabel sind verstärkt, sollten also demnach auch nicht so schnell nachgeben wie viele Ladekabel oder sonstige. Wobei auch hier natürlich gilt: Der Umgang mit der Technik macht’s.

Doch kommen wir zunächst zu den technischen Spezifikationen:

Marshall Mid Bluetooth
  • Typ: On Ear
  • einzelner Multifunktions-Button
  • kabellose Telefonie möglich dank eingebauter Mikrofone
  • klappbare Ohrmuscheln
  • 32 Ohm Impedanz
  • Frequenzbereich 10 Hz – 20 kHz
  • Bluetooth aptX-Codec
  • Maße: 4,5 x 13 x 13 cm
  • Gewicht: 191 g
  • Akku-Laufzeit: über 30 Stunden (laut Hersteller)

Dem Kopfhörer selbst liegen neben der übersichtlichen Bedienungsanleitung in 14 Sprachen auch noch zwei separate Kabel bei: Das microUSB-Ladekabel zum Aufladen des integrierten Akkus und ein 3,5 mm-Klinkenkabel, welches man verwenden kann, wenn die Batterie des Kopfhörers einmal erschöpft sein sollte oder aber man verwendet es, um mit einem Freund/einer Freundin seine Musik zu teilen. Klinke in beide Kopfhörer eingeklinkt und Musik gestartet – so einfach geht’s. Ich konnte das Ganze einmal in der Bremer Innenstadt beobachten und darf Entwarnung geben: Es sieht bei Weitem nicht so dämlich aus, wie es klingt 😉

Neben dem von mir erwähnten Album habe ich verschiedenste Playlists von Spotify Premium in höchster Qualität genutzt, um den Mid auszureizen. Es handelt sich hierbei selbstverständlich um einen völlig subjektiven Eindruck, der bei jedem von euch logischerweise ganz anders sein kann. Ich höre im Alltag gerne viel Musik, dies aber oft via Radio und Autoradio – daheim dann eher per Kopfhörer, um meine Familie nicht zu stören mit meiner Musik.

Der Klang der Marshall Mid Bluetooth ist – um es einmal simpel zu beschreiben – klasse! Höhen, Mitten, Tiefen – alles ist sauber voneinander zu unterscheiden und auch die Bässe bekommen hier ordentlich Druck verpasst. Auf zu hohen Lautstärke-Einstellungen kamen mir die Höhen aber ein wenig zu laut rüber und haben den Rest der Tracks übertönt. Dabei war das Genre der gehörten Musik völlig egal. Als schlecht kann ich meinen Gesamteindruck aber deswegen nicht bewerten, ich habe die Kopfhörer gern getragen und vor allem gehört.

Telefonieren lässt sich bei verbundenem Smartphone selbstverständlich auch. Dafür sorgen die in den Mid integrierten Mikrofone, andernfalls kann man auch das in das Klinkenkabel eingelassene Mikrofon dafür verwenden. Mein Gegenüber konnte mich durchgehend gut verstehen, andersrum war das ebenfalls der Fall. Hier macht die passive Rauschunterdrückung eine gute Arbeit.

Zudem ist es vor allem auch das allgemeine Tragegefühl, was bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen hat. Der Mid ist angenehm leicht und dank der Polsterung am Bügel auch durchweg gut zu tragen. Nichts drückt, nichts klemmt ein. Die Optik entspricht dank dem schwarzen Leder-Vinyl sowieso völlig meinen Vorlieben und zusammengeklappt kann ich den Mid auch hervorragend unterwegs in die Jackentasche packen. Die Ohrpolster lassen sich durch ein kurzes Drehen gegen den Uhrzeigersinn abnehmen.

Bereits in den Spezifikationen des Mid hatte ich den Multifunktions-Button erwähnt. Dieser fungiert als einziger Bedien-Button des Kopfhörers und macht seinen Job ausgesprochen gut. Neben diversen Klick-Optionen kann man diesen nämlich auch in vier verschiedene Richtungen schieben. Das sorgt dann für folgende Möglichkeiten:

  • Knopf 4 Sekunden gedrückt halten: Einschalten / Ausschalten des Mid
  • Knopf doppelt drücken: Bluetooth-Verbindung starten, Anruf ablehnen oder beenden
  • Knopf einmal drücken: Anrufe annehmen, Lied abspielen oder anhalten
  • Knopf nach rechts schieben: nächstes Lied
  • Knopf nach links schieben: vorheriges Lied
  • Knopf hoch schieben: Lautstärke erhöhen
  • Knopf runter schieben: Lautstärke vermindern

Das ganze Konzept geht derart schnell ins Blut über, dass man sich viel zu schnell daran gewöhnt 😉 So vermisse ich genau diesen Button nun bei meinem eigenen Headset daheim. Meine erste Befürchtung war, dass man den Button eventuell zu oft statt nach oben aus Versehen zur Seite schiebt und somit statt die Lautstärke zu erhöhen den nächsten Track ansteuert. Immerhin ist der Knopf recht klein gehalten. Allerdings kam es nie zu diesem Problem und so kann ich euch beruhigen: Selbst Wurstfinger können das Ding bedienen.

Der Hersteller veranschlagt in seinem Store noch immer 199 € für den Mid. Bei Amazon kann man diesen inzwischen jedoch schon für knappe 159 € bekommen (Stand: 04.03.2017). Ich finde den Preis durchaus fair hierfür, denn man bekommt ein wirklich schickes Stück Technik ohne Verarbeitungsmängel, dafür aber mit wirklich gutem Klang und einem genialen Bedienkonzept. Auch der Akku hält sein Versprechen von bis zu über 30 Stunden sehr gut ein, ich habe den Mid in meinem Test-Zeitraum lediglich ein einziges Mal laden müssen, wer das mal nicht rechtzeitig schafft, der kann immer noch auf das Klinkenkabel zurückgreifen und weiter hören.


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Über den Autor: Benjamin Mamerow

Blogger, stolzer Ehemann und passionierter Dad aus dem Geestland. Quasi-Nachbar vom Caschy (ob er mag oder nicht ;D ), mit iOS und Android gleichermaßen glücklich und außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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