Android 5.0 Lollipop: Google zufrieden mit Preview, neuer Setup-Prozess und Hotword-Chips

28. Oktober 2014 Kategorie: Android, Google, Mobile, geschrieben von:

Android 5.0 Lollipop wird bald auf die Nutzer losgelassen. Anfang November wird das Update für die Nexus-Familie erscheinen, erste Hersteller haben ebenfalls bereits Updates vor Ende des Jahres in Aussicht gestellt. Die finale Version wird sich allerdings von der Preview-Version unterscheiden, die man seit der Google I/O nutzen konnte. Drei Mitglieder des Android Teams standen Ars Technica für eine Gesprächsrunde zur Verfügung, in der ein paar interessante Dinge zum Vorschein kamen.

Lollipop Forest

Mit dem Verlauf der Developer Preview zeigt sich das Team zufrieden. Es war das erste Mal, dass Google eine Vorabversion von Android an Entwickler herausgegeben hat. Große Hersteller konnte zwar auch vorher schon über das Plattform Developer Kit auf neue Android-Versionen zugreifen, die L-Preview ermöglicht jedoch eine viel weitere Verbreitung. Dies soll dazu führen, dass Updates von den Herstellern schneller ausgeliefert werden. Auch das Feedback, das Google durch die Preview von Entwicklern erhalten hat, war nützlich. Künftig wird man vielleicht noch größere Änderungen sehen.

Das Unbundling von Systemkomponenten wird mit Android 5.0 ebenfalls fortgeführt. Google gliedert immer mehr Systembestandteile aus, um diese unabhängig von der Android-Version mit einem Update versehen zu können. Gerade in Sachen Sicherheit ist dies wichtig, da sonst jeder Hersteller wieder ein Update bereitstellen müsste. In Android 5.0 wurde nun Webview ausgegliedert. Da es sich hier um eine Browserkomponente handelt, ist es schwierig, wenn nur ein oder zweimal im Jahr ein Update kommt. Mit der Ausgliederung kann nun jederzeit ein Update verteilt werden, direkt von Google.

Der Setup-Prozess dreht sich ebenfalls um Sicherheit, kümmert sich aber auch um die Netzanbieter. Im Setup-Prozess wird nun bereits vor der Anmeldung nach Updates gesucht. So kann auch der Setup-Prozess mit Updates versehen werden, sollte Google sich für eine andere Methode entscheiden. Außerdem kann die 2-Faktor-Authentifizierung genutzt werden. Gleichzeitig ist das Setup auch der Moment, in dem etwaige Provider-Apps installiert werden. So müssen diese nicht vor der Auslieferung auf dem Gerät landen, sondern werden OTA bei der Einrichtung installiert. Vorteil für die Netzbetreiber ist, dass sich diese Pakete sehr leicht beliebig ändern lassen. Der Vorteil für den Nutzer ist, dass diese Apps dann nciht mehr auf die Systempartition installiert werden, sondern ganz normal auf dem Datenspeicher landen.

Die Unterstützung für Low-Power-Chips zur Hotword-Erkennung in Android 5.0 Lollipop ist ebenfalls interessant. Android unterstützt diese extra Chips nun im System, sodass jeder Hersteller diese Variante verbauen kann. Das ist wesentlich stromsparender als eine Hotword-Erkennung über den Hauptprozessor laufen zu lassen, was theoretisch ebenfalls möglich ist. Heißt also, dass wir die immer zuhörende Hotword-Erkennung sicher bald in vielen weiteren Geräten sehen werden.


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