Android Wear 2.0: Überarbeitete Complications API und neue Wear UI Library für bessere Watchfaces

19. Mai 2017 Kategorie: Android, Google, Wearables, geschrieben von: Benjamin Mamerow

Android Wear 2.0 hat mit seinem Release bereits eine Menge großer Neuerungen für Besitzer von unterstützten Smartwatches mitgebracht. Diese wurden wohl von der Mehrheit der Nutzer entsprechend positiv begrüßt, heißt es bei Google. Nun möchte man aber auch den Entwicklern von Apps dabei unter die Arme greifen, noch mehr aus den gegebenen Features für ihre Apps herauszuholen. Dazu stellt man nun einige neue sogenannte Complications API Werkzeuge sowie eine ebenso neue Wear UI Library vor.

Ziel der Tools ist es, dabei zu helfen, noch bessere und zugänglichere Interfaces zu erstellen.

Was Complications eigentlich sind, hat Sascha bereits in diesem Artikel aus dem letzten Jahr hervorragend beschrieben:

„Apps können Informationen direkt auf dem Watchface anzeigen, welches Watchface dafür genommen wird, spielt keine Rolle. Diese kleinen Zusatzinformationen führen auch direkt in die entsprechenden Apps, eine tolle Funktion, die man kaum noch missen möchte, wenn man sie einmal für sich konfiguriert hat. Auch hier wieder Spotify als Beispiel, die Steuerung kann direkt über das Watchface erfolgen.“

Google gibt den Entwicklern von Watchfaces nun vier neue Tools an die Hand, um diese Complications besser und komfortabler in ihre eigenen Apps integrieren zu können:

Die neuen Tools der Complications API
  • TextRenderer – Auto-sizes text to fit in bounds defined by watch face makers.
  • ComplicationDrawable – A full rendering solution for complications, that handles all the styling for you, and adjusts the layout to fit the space you specify
  • Easy watch face settings sample – Adoptable sample code that makes it easier to build complication settings with a rich and usable experience.
  • Complication test suite – A sample data provider to help check that your watch face can handle all the combinations of fields that can make up complication data.

 

Um regelmäßigere Updates gewährleisten zu können und noch besser auf das Feedback aus den Reihen der Entwickler eingehen zu können, hat sich Google dazu entschieden, auf die Wünsche derer zu hören und so zumindest Teile seiner verwendeten Komponenten quelloffen bereitzustellen, sowie einige Komponenten des Android Wear UI in seine Android Support Library mit aufzunehmen.

Was bietet Google den Entwicklern also an?
  • Migrate Wearable Support classes – Migrate and update Android Wear specific view components, such as WearableRecyclerView, from android.support.wearable.view in Wearable Support to android.support.wear.widget in the Android Support Library. This new package is available as open source. In terms of developer impact, we expect the migration process to be simple, with minor API name changes to bring consistency with the existing Android Support Library.
  • Merge some Android Wear functionality to Android – Some Android Wear components have a lot of overlap with Android, e.g. CircledImageView and DelayedConfirmationView. We will merge the Android Wear specific functionality with the Android counterparts under android.support.v4.widget.
  • Deprecate outdated user interface patterns – Two user interface patterns are deprecated with Android Wear 2.0: the Card pattern and the Multi-directional layout. As a result, we have deprecated all supporting classes, such as GridViewPager and CardFragment. Please refer to the class reference docs for their replacements.

Um sich mit den neuen Tools beschäftigen zu können, sollten interessierte Entwickler ihre Android Support Library innerhalb des Android Studios, sowie die Gradle Build-Files aktualisieren, um die neuen Bibliotheken zu importieren.


Über den Autor: Benjamin Mamerow

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