Android N: Das sind einige der Neuerungen

10. März 2016 Kategorie: Android, geschrieben von: caschy

AndroidAndroid N ist da. Zumindest in der Developer Preview, zumindest für einige Geräte. Die Nutzung steht derzeit allen offen, die ein Nexus 6, Nexus 5X, Nexus 6P, Nexus Player, Nexus 9 oder Pixel C ihr Eigen nennen. Die harte Tour heißt: Image selber flashen, mit allen Konsequenzen – die bequeme Art ist das offiziell von Google ins Leben gerufene Android Beta Programm. Mit unterstütztem Gerät anmelden und alle neuen Versionen bequem und OTA auf das Android-Smartphone oder -Tablet bekommen. Ich habe mich mit meinem Nexus 6P von Huawei für den zweiten Weg entschieden.

Android n

Ab ins Beta-Programm, angemeldet und schon ein paar Sekunden später konnte ich den Spaß herunterladen. Tja – und während gerade mal 2,3 Prozent aller Nutzer laut Google auf Android 6.0 Marshmallow schauen können, haben einige schon den Einblick auf Android N. Und ja, der Blick auf andere Versionen fällt mir jetzt noch schwerer, habe ich doch schon einen ersten Einblick bekommen, was Android N so verändert anbietet. Es sind große Änderungen unter der Haube und dezente in der Oberfläche – und gerade letzteres ist ja für den Anwender immer eine interessante Geschichte. Deswegen – lasst uns doch einfach mal einen Blick in ein paar auffällige Sachen werfen.

Android N Wallpaper: Recht unspektakulär, wer es mag, der kann es in einer Größe von 2880 x 2560 Pixeln hier herunterladen. Wie das Ganze aussieht, zeigen ja auch meine Bilder hier im Blog. Dezent, aber nicht unschick. Ich mag es.

Benachrichtigungen justieren: Apps strahlen Benachrichtigungen aus – wie eigentlich fast alles. Nun lässt sich im Benachrichtigungsbereich das Ganze schnell und einfach regeln. Benachrichtigung einer App nach rechts schieben oder die Benachrichtigung länger anklicken, schon erscheint ein neues Menü.

android n benachrichtigung apps

Schaut euch mal meinen Screenshot an: ich rufe die Benachrichtigungsoptionen von Instagram auf und bekomme gleich drei Optionen zur Schnellwahl angeboten, darunter die Möglichkeit, die App komplett zu blocken, die Benachrichtigungen störungsfrei anzuzeigen, sie niemals zu blocken oder stummzuschalten. Ich kann aber noch tiefer in die Benachrichtigungen eintauchen und erhalte die Optionen, die im rechten Teil des Screenshots zu sehen sind.

Benachrichtigungen ausklappen. Seht ihr den kleinen Pfeil nach oben, beziehungsweise nach unten? Hiermit wird visualisiert, dass ihr eine Benachrichtigung ein- bzw. ausklappen könnt. Im Falle eines Screenshots könnt ihr die Benachrichtigung expandieren und den Screenshot direkt teilen oder löschen. Das Ganze wird auch im Sperrbildschirm so aktiviert, sofern ihr diese Art der Benachrichtigungen aktiviert habt. Ebenfalls ganz wichtig: statt dem Löschen-Symbol habt ihr nun unter den Benachrichtigungen den Punkt „Alle löschen“. Quasi das „Für Doofe steht es dran“.

android_n_notifications_expand

ART: Optimierungen unter der Haube. Android setzt auf eine verbesserte ART Laufzeitumgebung. Bedeutet – ganz einfach heruntergebrochen – dass Apps nach einem Systemupdate wesentlich schneller optimiert sind. Der ART Jit Compiler erlaubt zudem schnellere Installationen, wenn der Download abgeschlossen wurde. Weniger warten, mehr machen. Für Entwickler findet sich zum Thema auf diesen Seiten etwas.

System UI Tuner. Dieser liegt seit der Vorgängerversion versteckt unter der Haube und lässt sich aktivieren, wenn man das Icon für die Einstellungen ein paar Sekunden gedrückt hält. Ist der System UI Tuner freigeschaltet, so erkennt ihr dies an dem Schraubenschlüssel neben dem Einstellungssymbol. Die möglichen Optionen des System UI Tuners von Android N ist dann an vorletzter Stelle in den Einstellungen zu finden.

system_ui_tuner

Hier lässt sich nun einiges justieren, da die Einstellungen aber versteckt sind, sind sie sicher eher etwas für erfahrene Nutzer, lässt sich hier doch einiges aktivieren und deaktivieren. Google warnt nicht umsonst beim Erststart. So lassen sich diverse Dinge justieren, die in der Statusleiste stattfinden, aber auch im Bereich Farbe und Darstellung kann man schrauben beispielsweise den Bildschirm kalibrieren – und auch ein Nachtmodus ist zu finden, wie man bei AndroidPolice herausgefunden hat. Ist dieser Nachtmodus aktiviert, so kann auch das dunkle Android-Design automatisch genutzt werden. Ebenfalls für jene, die es genauer mögen: das Display lässt sich bezüglich RGB kalibrieren.

android n system ui tuner

Übrigens: im System UI Tuner kann man die Akkuanzeige tweaken. So lässt sich der Prozentwert immer anzeigen, nie anzeigen – oder nur beim laden des Gerätes. Ich bin mir sicher, dass das viele auf „Immer setzen“, denn sonst sieht man die Prozentanzeige nur beim Herunterstreichen der Benachrichtigungsleiste.

android_n_prozentanzeige_akku

Unterstützung für mehrere Fenster. Android N unterstützt das Anzeigen mehrerer Fenster. So kann man auf einem Smartphone oder Tablet beispielsweise zwei angepasste Apps nebeneinander laufen lassen. Passt der Anbieter seine App zusätzlich an, so kann eine freie Platzierung durch den Nutzer erfolgen. Spekulation: Desktop-Modus! Kann man diesen Modus bereits jetzt aktivieren? Ja! Video dazu:

android m multiwindow1

Habt ihr eine App geöffnet, so drückt den Übersichts-Button etwas länger und ihr könnt die gewünschten Apps auswählen. Die erste App bleibt dabei fix, die andere könnt ihr über den App Switcher auswählen. Um diesen Modus zu verlassen, drückt ihr die Übersichts-Schaltfläche wieder länger an. Ihr seht anhand des Buttons, in welchem Modus ihr euch befindet.

android m multiwindow2

Schnelleres Switchen von Apps. Über den Übersichts-Button ganz rechts können Apps automatisiert schnell gewechselt werden Klickt ihr den Übersichts-Button einmal an, so habt ihr die normale Übersicht. Klickt ihr ein zweites Mal, so wird die vorne zu sehende App angewählt, eine Stausleiste bewegt sich circa eine Sekunde als Countdown und es wird zur ersten App gewechselt. Jeder weitere Klick wechselt zur nächsten App. Ihr müsst also nicht über das Display wischen. Schwer in Bildform zu zeigen, aber probiert es ruhig einmal aus. Ich habe mal ein Mini-Video gemacht, da seht ihr auch, dass die Karten größer sind.

Nummern blocken nun besser. Musste man bisher in allen Diensten jeweils eine Nummer blocken, so geht dies nun in einigen Apps. Blocke ich eine Nummer im Dialer, so ist sie auch in Hangouts oder SMS geblockt. Sie überstehen eine Gerätesynchronisation und einen Reset, so die Entwicklerdokumentation. Blockierte Nummern können über die Einstellungen der Caller-App entblockt werden.

Die Einstellungen sind überall greifbar. Nicht nur, dass sich die Elemente im Benachrichtigungsbereich gefühlt besser sortieren lassen, die Einstellungen sind im Hoch- und Querformat besser greifbar, wenn ihr euch in einem Untermenü befindet. Einfach das Menü öffnen und ihr seid drin.

Android N Settings

Besseres Haushalten mit Daten. Unter Einstellungen > Datenverbrauch könnt ihr die Datenkomprimierung aktivieren und Apps festlegen, dass Apps nur bei WLAN-Verbindung im Hintergrund Daten verbraten können.

Android N Datenbeschränkung

Ein einfacher Schalter erledigt dies, Apps, die im Hintergrund dennoch funken dürfen, lassen sich detailliert von euch festlegen. Diese Einstellung ist noch hakelig, reagierte in meinem Test eher langsam und brachte die Einstellungen mal zum Absturz.

beschraenken bandbreite

Nachrichten besser beantworten. Benachrichtigungen sollen nun generell gebündelt angezeigt werden, Hangouts sich zudem inline beantworten lassen. Scheint aber noch eine Weile zu dauern, bis der Spaß ready für die Prime Time ist, zumindest gelang es mir nicht die Visualisierung nachzustellen, die bei Android Police gezeigt wird:

nexus2cee_noti_closeup

So schaut es bei mir aus:

hangouts

Tja, das war es erst einmal mit der ersten Rutsche der Neuerungen. Ich bin mir sicher, dass wir hier in naher Zukunft noch einige Beiträge zum neuen Android N verbloggen werden. Wenn ihr selber etwas entdeckt oder generell eine Meinung zum Thema habt, dann freue ich mich über eure Nachricht!


 

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Über den Autor: caschy

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