Android M soll mit Update-Garantie für Nexus-Geräte kommen

24. Mai 2015 Kategorie: Android, Google, geschrieben von:

Android und seine Updates sorgen immer wieder für Ärger bei den Nutzern. Bis die aktuelle Version auf vielen Geräten ankommt, hat Google meist schon eine neuere Version am Start, auf die man dann wieder ewig warten muss, wenn man sie überhaupt erhält. Über die Nexus-Geräte klappte eigentlich immer ganz gut, sie erhielten neue Android-Versionen sehr zeitnah. Mit Android 5.0 Lollipop hat sich allerdings auch dies verändert, sodass Besitzer von Nexus-Geräten ebenfalls länger warten müssen als gedacht.

Motorola Nexus 6_2

Mit Android M soll Google nun eine Update-Garantie einführen, das berichtet Android Police. Das heißt zwar immer noch nicht, dass die Updates schneller kommen, aber es wird aller Voraussicht nach klarere Regeln geben, wie lange Nexus-Geräte überhaupt Updates erhalten. Nexus-Geräte werden demnach nach zwei Jahre nach Veröffentlichung mit System-Updates versorgt, Sicherheits-Updates soll es für drei Jahre geben.

Geräte, die über den Google Play Store gekauft werden, erhalten mindestens 18 Monate lang Sicherheits-Updates (falls dieser Zeitraum länger ist als die drei Jahre ab Veröffentlichung). Diese neuen Regeln – Google wird sie hoffentlich nächste Woche auf der I/O offiziell machen – sollen auch für bestehende Nexus-Geräte gelten. Dies bedeutet:

Nexus 4, Nexus 7 (2012) und Nexus 10 werden kein Android M erhalten, aber Sicherheits-Updates (bis auf das Nexus 7 2012, da hier der Zeitraum schon fast vorbei ist). Das Nexus 7 (2013) und Nexus 10 werden Sicherheits-Updates bis Sommer 2016 erhalten. Das Nexus 5 liegt noch im Android M Update-Bereich und wird das Update wohl noch erhalten (bis Herbst laufen die zwei Jahre) und dann bis Herbst 2016 Security-Updates.

Die aktuellen Nexus-Geräte Nexus 6 und Nexus 9 erhalten noch bis Herbst 2016 System-Updates (also wohl auch noch Android N). Wie lange hier die Sicherheits-Updates angeboten werde, ist nicht klar, da die Geräte ja noch verkauft werden und der 18 Monats-Zeitraum quasi erst mit dem letzten Tag der Verfügbarkeit im Google Play Store beginnt.

Leider gibt es keine Informationen, ob sich auch die Updates bei anderen Herstellern auf diese Weise festnageln lassen. Google versprach schon mehrmals zügigere Updates, Android Lollipop zeigt aber, dass dies dennoch nicht so wirklich funktioniert. Entscheidet man sich für ein Nicht-Nexus-Android-Gerät, kann man nur auf Updates hoffen, Garantien gibt es in den seltensten Fällen.

Ob Google die neue Update-Politik tatsächlich zur Google I/O vorstellen wird, oder vielleicht doch bis zu neuer Nexus-Hardware damit wartet, ist nicht bekannt. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall, dass die ganze Update-Geschichte endlich einmal richtig in den Griff bekommen wird. Das gestaltet sich aber auch nur in der Theorie einfach, zahlreiche Hersteller und noch zahlreichere Hardware-Kombinationen müssen erst einmal unter einen Hut gebracht werden.

Google machte aber bereits einen großen Fortschritt mit den Updates. Durch die Updatefähigkeit der Google Play Services kann Google bis zu einem gewissen Maße für Updates auf den Geräten sorgen, egal von welchem Hersteller sie kommen oder mit welcher Android-Version sie laufen.


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