Android-Gründer glaubt an Revolutionen durch K. I.

9. Oktober 2015 Kategorie: Hardware, Software & Co, geschrieben von:

andyrubinAndy Rubin gründete ehemals Android als eigene Firma, welche später von Google übernommen wurde. Der renommierte Softwareentwickler hat während eines längeren Interviews verraten, dass er die nächste Computing-Revolution durch K. I. (Künstliche Intelligenz) kommen sieht. Rubin erklärt, seine Einblicke in die Robotics-Abteilungen bei Google hätten diese Auffassung nur bestärkt. Der Trend werde weg von der manuellen Bedienung unserer Geräte gehen und hin zu automatisierten Systemen, die quasi von alleine für uns Menschen arbeiten – vergleichbar mit Ampel-Systemen oder auch nur Geschirrspülern.

Einen Schritt in jene Richtung machen ja bereits Sprachsteuerungen wie die virtuelle Assistentin Cortana in dem Betriebssystem Windows 10. Rubin prophezeit, das cloudgestützte K. I. weiter an Bedeutung gewinnen und immer komplexere Aufgaben für die Benutzer übernehmen könnte. Rubin selbst hat Google zugunsten seines eigenen Startups Playground verlassen und investiert derzeit in Firmen wie castAR, welche Augmented-Reality-Brillen herstellen.  Auch Connected Yard hat Geld von Rubin erhalten – das Unternehmen bietet intelligente Lösungen an, um die Wasserqualität in Swimming Pools zu analysieren. Offenbar geht Rubin also bereits mit seinem Geld kleine Schritte in Richtung K. I..

Vielleicht bekommen wir ja zu unseren Lebzeiten wirklich noch einmal eine K. I. zu sehen wie etwa im Film „Her“ von Spike Jonze. Dort verwaltet ein intelligentes Betriebssystem namens Samantha (gesprochen von Scarlett Johannson) quasi die gesamten IT-Vorgänge (und mehr) des Hauptdarstellers. Ob wir dagegen noch einen Androiden wie David in Steven Spielbergs „A. I.“ oder Ethan in „Extant“ zu sehen bekommen, ist wohl eher fraglich. Solange es nicht in Richtung Skynet geht, der Albtraum aller Skeptiker bezüglich künstlicher Intelligenz, wäre ja noch alles gut. Noch schlägt Cortana jedenfalls nicht über die Stränge und will die Weltherrschaft an sich reißen bzw. die Menschen ausrotten.

Cortana

Im Interview hat Andy Rubin nicht nur über die seiner Ansicht nach kommenden Meilensteine zu K. I. gesprochen, sondern auch über seinen Blick auf das aktuelle mobile Segment. So zeigt sich Rubin zufrieden damit, was Google aus seinem Kind Android gemacht hat und lobt die Offenheit der Plattform. Allerdings sei auch für Mitbewerber noch Platz: Es sei für Kunden wenig vorteilhaft, würden nur Apple mit iOS und Google mit Android den Markt beherrschen. Denn Innovationen entstünden laut Rubin vor allem aus dem Wettbewerb. Hier lobt Rubin vor allem Windows 10, das für Microsoft viele Kunden zurückgewonnen habe. Auch die Entscheidung Office-Apps für Android und iOS anzubieten sei genau richtig gewesen.

Man darf gespannt sein, wie sich der mobile Markt innerhalb der nächsten Jahre entwickelt und ob die Trends hin zur Cloud, K. I. und weiteren Automatisierungen anhalten. Ich selbst bin immer noch kein Fan der Sprachsteuerungsfunktionen, die mir auch auf dem aktuellen Stand zu umständlich und fehleranfällig sind. In der Regel arbeite ich einfach schneller, wenn sich selbst ein- bis zweimal klicke. Sollten sich Vorgänge durch verbesserte K. I. aber tatsächlich noch stärker automatisieren lassen, würde ich per se auch nicht „nein“ sagen.


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Über den Autor:

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