Amazon will Eigenmarken für Lebensmittel, Windeln und Co. einführen

16. Mai 2016 Kategorie: Internet, geschrieben von: André Westphal

artikel_amazonAmazon plant seine Reihe an Eigenmarken zu erweitern. Beispielsweise bietet der Online-Händler bereits Produkte wie HDMI- und USB-Kabel unter seinem eigenen Namen als „Amazon Basics“ an. Zumindest in den USA sollen aktuellen Gerüchten zufolge bald noch viele andere Produkte dazukommen. Unter den Markennamen „Happy Belly“, „Wickedly Prime“ und „Mama Bear“ wolle Amazon, auch unter Verwendung des eigenen Unternehmensnamens, z. B. Nüsse, Gewürze, Tee, Kaffee, Babynahrung sowie Vitamine anbieten. Auch Windeln, Reinigungs- und Waschmittel wolle Amazon wohl bald als Eigenmarken ins Sortiment aufnehmen.

Zumindest in den USA würde Amazon damit im Grunde klassischen Supermärkten und Discountern nacheifern. Beispielsweise führen Ketten wie Sky oder Rewe die Handelsmarke „ja!“, bei Real ist es „Tip“ und bei Edeka z. B. „Gut&Günstig“. Dazu kommt das endlose Dickicht an Eigenmarken wie Tandil für das Waschmittel bei Aldi. Schenkt man den Gerüchten Glauben, sollte Amazon bereits Ende Mai bzw. Anfang Juni ebenfalls mit derartigen Eigenmarken an den Start gehen. Der Online-Händler selbst hat sich zu den Meldungen aber eines Kommentares enthalten.

Amazon-Logo

Marktbeobachter haben zu Protokoll gegeben, dass Amazon seit Jahren derartige Möglichkeiten prüfe und es sich um einen sinnvollen Schritt für den Händler handele: Handels- / Eigenmarken bieten in der Regel sogar höhere Gewinnspannen als klassische Markenprodukte, da die Hersteller massiv bei Vermarktungskosten sparen können. Da Amazon über eine extrem breit gefächerte Datenbasis zu seinen Kunden verfüge, falle es dem Händler zudem leichter als anderen Händlern zu prognostizieren, welche Produkte die Kunden wohl wünschen.

amazon elements

Wie gesagt, zunächst sollen die Eigenmarken von Amazon aber nur in den USA in den Verkauf gehen. Dort wird Amazon sie nach aktuellem Kenntnisstand außerdem exklusiv seinen Prime-Kunden anbieten. Das ist keine große Überraschung, will Amazon doch immer stärker seine Stammkunden zu einem Abo drängen. Wann und ob Amazon sein Sortiment an Eigenmarken, das etwa in den USA auch die „Elements“ umfasst, auch in Deutschland erweitern könnte, ist völlig offen.


Über den Autor: André Westphal

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