Amazon Prime Video mischt Endzeit mit Comedy in der Mini-Serie „Good Omens“

19. Januar 2017 Kategorie: Streaming, geschrieben von: André Westphal

Die Eigenproduktionen der Streaming-Anbieter können sich mittlerweile sehen lassen: Ich zähle beispielsweise „House of Cards“ von Netflix zu meinen aktuellen Lieblingsserien. Nicht nur die Qualität, auch die Quantität des Outputs nimmt aber mittlerweile zu. So wundert es in diesem Kontext nicht, dass die Amazon Studios nun wieder einmal ein völlig neues Format etablieren wollen: „Good Omens“. Amazon spricht von einer „apokalyptischen Mini-Serie“. Wer hier allerdings an verfallene Häuserschluchten, tragische Charaktere und bitteres Drama denkt, ist an der falschen Adresse. Vielmehr soll es sich um eine Comedy-Serie handeln.

Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch die gleichnamige Vorlage von Neil Gaiman („Sandman“) und Terry Pratchett (Scheibenwelt-Romane) gelesen. In Deutschland ist das Buch als „Ein gutes Omen“ bekannt. 2018 soll das Buch als sechsteilige Serie jedenfalls bei Amazon Prime Video Premiere feiern – in mehr als 2o0 Ländern.

Da ist klar, dass wir auch in Deutschland in den Genuss der Mini-Serie kommen werden. Da ich sowohl die Werke von Neil Gaiman, besonders die „Sandman“-Comics und z. B. „Stardust“, als auch die Scheibenwelt-Romane von Pratchett mag, bin ich extrem gespannt auf die Serie. Die Vorlage habe ich in diesem Fall aber leider nicht gelesen. Es war in der Vergangenheit offenbar schon eine Verfilmung mit Robin Williams und Johnny Depp geplant, welche aber letzten Endes aus finanziellen Gründen nie in die Gänge kam. Wer nun in der Serie vor der Kamera agieren wird, ist noch offen. Als Partner von Amazon agiert übrigens die BBC, welche die Serie mitproduziert.

Jede Episode von „Good Omens“ soll rund eine Stunde gehen. Dabei fungiert der Mit-Autor der Vorlage, Neil Gaiman, auch als Showrunner. Pratchett ist ja leider 2015 verstorben. Die Handlung der Serie spielt dann auch passenderweise im Jahr 2018, als das jüngste Gericht bevorsteht. Nun sollen sich Gut und Böse in Gestalt eines Engels und eines Dämons duellieren. Allerdings gibt es Widerwillen unter den Parteien, denn das gemütliche Leben unter den Menschen gegen einen Krieg zwischen Himmel und Hölle einzutauschen, wirkt demotivierend. Als dann auch noch Atlantis aufsteigt und der Antichrist verschwunden ist, wird das Chaos perfekt.

Ich bin auf die Umsetzung als Mini-Serie gespannt. Die Geschichte klingt jedenfalls schön absurd und bei einer hochwertigen Ausstattung, kann ich mir hier eine sehr unterhaltsame Serie als Ergebnis vorstellen. Schade, dass wir noch bis 2018 warten müssen. Vorher dürfte Amazon uns aber bestimmt noch auf dem Laufenden halten und beispielsweise das Casting noch aufschlüsseln.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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