„Amazon plant mit fünf bis sechs weiteren Tablets, auch 10 Zoll“

24. Juli 2012 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Eine der neueren Entwicklungen im Tech-Zirkus besteht darin, dass wir immer öfter schon im Vorfeld einer neuen Produktvorstellung ziemlich genaue Vorstellungen vom jeweiligen Gerät haben, noch lange bevor sich das Unternehmen selbst zu Wort gemeldet hat.

Das spricht dafür, dass es nicht nur Dampfplauderer unter den Journalisten und Bloggern gibt, sondern dass die vielfach beschworenen „guten Kontakte mit Insider-Wissen“ tatsächlich existieren. Neben dem immer wahrscheinlicher werdenden Release eines 7 Zoll großen iPad mini gibt es diese Debatten zunehmend auch zu einem 10 Zoll großen Ableger des Kindle Fire.

Wenn so eine Ankündigung von einem Mann wie dem Chef des US-Retailers Staples kommt und sie via Reuters in die weite Welt verbreitet wird, ist man natürlich geneigt, dem Glauben zu schenken. Besagter Staples-Chef Demos Parneros spricht nun nicht nur von einem neuen 10-Zöller aus dem Hause Amazon, sondern gleich mal von einer ganzen Tablet-Armada mit fünf bis sechs Geräten.

Er glaubt, dass die Content-Plattform Amazon so sehr vom Verkauf des ersten Kindle Fire profitiert hat, dass es zwangsläufig dazu kommt, weitere Ecken des Tablet-Marktes auszuloten und die Produktpalette aufzubohren. Die Analysten der NPD Group geben ihm dabei recht, denn nach dem Erscheinen des sieben Zoll großen Tablets sind die Zahlen der Musikdownloads um 1 Prozent auf 14.4 Prozent gewachsen, bei den Videos ging es sogar um 3 Prozent auf nun 13 Prozent in die Höhe.

Amazon selbst kommentiert die Gerüchte um weitere Tablets aktuell nicht, aber wenn in zwei Tagen die neuen Quartalszahlen vorgelegt werden, bekommen wir sicher ein Gefühl dafür, wie sehr Amazon vom Kindle Fire profitiert hat. 100 Millionen Amazon-Kunden sind das Pfund, mit dem das Unternehmen wuchern kann und an diese goldenen Honigtöpfe möchte man logischerweise zu gern ran. Content verkaufen mit Hilfe von einem größeren Tablet (-und Smartphone!)-Angebot scheint da ein logischer Schritt zu sein.

Ob die Zahl von bis zu 6 Tablets des Herrn Parneros nun wirklich stimmt, oder ob sie vielleicht auch einfach nur verschiedene Speichergrößen ein und desselben Tablets meinen, werden wir dabei dann spätestens erfahren, wenn Amazon selbst mit Infos zu Kindle Fire 2 und dem 10 Zoll großen Kindle Fire an die Öffentlichkeit gehen. Derzeit klingt es für mich aber absolut logisch, dass das Unternehmen exakt diesen Weg gehen könnte, um für die Zukunft im Duell mit Größen wie Google und Apple gut aufgestellt zu sein.

Quelle: Reuters


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