Amazon gerät ins Visier der Deutschen Umwelthilfe

3. August 2016 Kategorie: Hardware, Internet, geschrieben von: André Westphal

artikel_amazonDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist durchaus nicht unumstritten, wenn man sich an die ganze Angelegenheit um die Dieselpartikelfilter erinnert:Die DUH setzte sich sehr vehement für eine Pflicht ein, hatte aber zuvor über 100.000 Euro von Partikelfilterherstellern eingeworben. Insgesamt erreicht die DUH jedoch viel Gutes und setzt sich für Umweltschutz und auch Verbraucher ein. Nun hat man Amazon ins Visier genommen: Man wirft dem Online-Riesen vor die gesetzliche Rücknahmepflicht von Elektrogeräten zu missachten. Entsprechend hat die DUH Amazon abgemahnt und fordert nun eine Unterlassungserklärung.

So habe die DUH von mehreren Kunden Beschwerden erhalten, laut denen Amazon sich geweigert habe defekte Elektrokleingeräte zu entsorgen. Seit dem 24. Juli 2016 sind Unternehmen ab einer gewissen Laden- / Lagerfläche (400 Quadratmeter) dazu jedoch verpflichtet – also auch Amazon. Dabei ist die Rückgabemöglichkeit nicht an den Neukauf eines Geräts gebunden. Auch ist es nicht notwendig, dass das Altgerät beim Händler gekauft wurde, bei dem es zurückgegeben wird.

Die Gerätschaften müssen lediglich kleiner als 25 cm sein und dürfen nur in haushaltsüblichen Mengen abgegeben bzw. eingeschickt werden. Weil Amazon sich nicht nach dem Gesetz richte, solle der Online-Händler laut DUH nun eine strafbewehrte Unterlassungserklärung unterzeichnen. Da viele andere Händler ähnlich handeln würden, fordert die DUH zudem, dass das Umweltbundesamt die Umsetzung der Rücknahmepflichten von Elektroaltgeräten im Handel stärker kontrolliere bzw. Verstöße direkt ahnde.

Eine Reaktion Amazons steht aktuell noch aus. Man darf gespannt sein, wie der Händler reagiert und ob es eventuell tatsächlich noch zu einem Rechtsstreit kommt.



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Über den Autor: André Westphal

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