Amazon Fresh startet in Berlin und Potsdam, kostet zusätzlich zu Prime

4. Mai 2017 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Im April hat es nicht mehr ganz geklappt, doch nun verkündet Amazon die Verfügbarkeit von Amazon Fresh in Berlin und Potsdam. Prime-Kunden in versorgten Gebieten haben so die Möglichkeit, ihren kompletten Einkauf – auch von frischen Lebensmitteln – über Amazon abzuwickeln. 85.000 Produkte stehen zur Auswahl, darunter auch frische Lebensmittel und hunderte Produkte Berliner Feinkostgeschäfte. Flexible Lieferoptionen sollen dafür sorgen, dass der Kunde seine Waren dann erhält, wenn er sie möchte.

Sofern bis 23 Uhr bestellt wird, erfolgt die Lieferung am nächsten Tag, in einem gewählten 2-Stunden-Zeifenster. Wer nicht anwesend ist, kann sich die bestellten Produkte auch zwischen 5 und 22 Uhr an einen geschützten Ort ablegen lassen. Die persönliche Entgegennahme entfällt dann.

Nutzbar ist Amazon Fresh über die Webseite oder die Amazon-App, sofern man denn in einem der unterstützten Postleitzahlen-Gebiete wohnhaft ist. Das kann man schnell überprüfen, indem man auf der Webseite einfach seine Postleitzahl eingibt.

Amazon setzt bei Amazon Fresh auch auf lokale Einzelhändler, für die das Ganze eine Chance ist, ihren Kundenkreis zu erhöhen. Widerspricht etwas dem, was man Amazon allgemein nachsagt, kann im Fall von spezialisierten Geschäften aber tatsächlich nützlich sein. Die großen Supermarktketten dürfte das nicht so sehr freuen.

Amazon Fresh ist für den Kunden sicher kein Feature mit großem Sparpotential, denn erst einmal muss man zahlen bevor man überhaupt mitmachen darf. Zum einen steht Fresh nur Prime-Kunden zur Verfügung. Zum anderen müssen selbst zahlende Prime-Kunden noch einmal 9,99 Euro im Monat berappen. Und dann gibt es noch die Einschränkung für kostenlose Lieferungen, die es erst bei einem Mindestbestellwert von 40 Euro gibt.

Bedenkt man dann nich, dass die Amazon-Preise für Fresh-Produkte in wenigen Fällen mit dem lokalen Einzelhandel und seinen Angeboten mithalten kann, ist Amazon Fresh schon ein Stück Luxus. Ich erzählte ja letztes Mal noch, dass ich perfekter Kandidat für Amazon Fresh wäre, wenn ich mir die Rahmenbedingungen aber so anschaue, muss ich das wohl noch einmal überdenken. Zum Glück gibt mir Amazon da sicher noch das ein oder andere Jahr Zeit – es hat auch so seine Vorteile, nicht städtisch zu wohnen. 😀

Die privilegierten Anwohner in Teilen Berlins und Potsdams können Amazon Fresh ab sofort nutzen, ob frisches Brot oder Bio-Produkte, Amazon wird es schon irgendwie zu Euch bringen. Solltet Ihr mit einer Lieferung einmal nicht zufrieden sein, gibt es dank Frischeversprechen das Geld zurück. Und sollte ein Produkt einmal nicht lieferbar sein, versorgt Amazon Euch mit einem Ersatzprodukt.

Insgesamt klingt das für Menschen, für die Einkaufen eine Last ist, schon sehr verlockend. Ist eben ein Luxus, den man sich leisten wollen muss, oder wie seht Ihr das?


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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