Amazon Echo: Sprachcomputer fürs Wohnzimmer

6. November 2014 Kategorie: Hardware, Internet, geschrieben von: Deniz Kökden

Amazon haut derzeit ein Gerät nach dem anderen raus, nach dem Fire Phone, Fire TV, den neuen Kindles und zuletzt dem Fire TV Stick, kommt Amazon nun ein weiteres Gadgets raus. Amazon Echo ist ein Lautsprecher mit integriertem Sprachcomputer, welcher zu jeder Zeit eure Fragen beantworteten soll.

amazon_echo_2

Der Amazon Echo-Sprachcomputer wird an einem festen Standpunkt in eurer Wohnung aufgebaut und steht euch dann zu allen Fragen, die in einer Familie so aufkommen, Rede und Antwort. Zuerst allerdings müsst ihr Amazon Echo mit einem WiFi-Netzwerk verbinden.

Dann allerdings steht euch Amazon Echo mit seinem kompletten Wissen zur Verfügung und kann durch das Hotword „Alexa“ aufgeweckt werden. Der Amazon Echo soll an einem zentralen Ort in eurem Haus stehen und so alle Fragen die in der Familie aufkommen, beantworten können. So könnt ihr Echo unter anderem nach Nachrichten, Wetter, Informationen, Musik und vielen weiteren Dingen fragen und „Alexa“ versucht diese zu beantworten. Dies soll von überall im Raum funktionieren, denn Amazon verbaut sieben Mikrofone in Kombination mit einer speziellen Technik zur Geräuschunterdrückung, welche es Echo ermöglichen soll Sprachbefehle anzunehmen, während gerade Musik gespielt wird.

echo_1

Wo wir bei der Musikwiedergabe sind: um hier zu einem vollen Klang zu kommen, verbaut Amazon einen Hochtöner und einen Tieftöner/Subwoofer, welche beide in einer Konstruktion nach unten gerichtet montiert wurden, um den Klang 360° im Raum zu verteilen.

echo_audioAmazon Echo kann via FireOS-App, Android-App oder eurem Webbrowser bedient werden, anschließend könnt ihr beispielsweise eure Einkaufliste, eure Musiksammlung oder die Weckzeiten verwalten. Eine iOS-App soll in Kürze ebenfalls erscheinen.

Amazon Echo soll definitiv kein mobiles Gerät sein und dies macht euch Amazon nochmals deutlich, indem sie den Akku einfach weglassen, so muss Amazon Echo immer mit einer Steckdose verbunden sein, um benutzt zu werden. Für den wirklich flexiblen Heimgebrauch wäre ein Akku sicherlich trotzdem wünschenswert gewesen. Um euch Echo im Betrieb bei einer Familie vorzustellen, hat Amazon ein vierminütiges Werbevideo produziert:

Derzeit ist Amazon Echo ein US-Only Produkt, dort wird es derzeit gegen Invites für 99 Dollar an Prime Kunden und für 199 Dollar an normale Kunden verkauft, in den kommenden Wochen sollen die ersten Einheiten ausgeliefert werden. Ob man für einen Assistenten im Stile von Siri das Geld ausgeben will? Mal schauen, ob Amazon mehr Einheiten als vom Fire Phone absetzen kann…

(Danke für diesen Tipp, Alex)



Quelle: Amazon |
Über den Autor: Deniz Kökden

21 Jahre jung. Mobile Endgeräte & bloggen sind meine Leidenschaft. Ihr findet mich auf Google+ und Twitter. E-Mail: deniz(at)koekden.de

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46 Kommentare

Yassine 6. November 2014 um 20:54 Uhr

und es wird gekauft…und Amazon weiss dann alles… herrliche neue Welt…

germandutchman 6. November 2014 um 20:57 Uhr

Ja wo bleiben die gleichwertigen/intelligenten Open Source Lösungen?

germandutchman 6. November 2014 um 20:58 Uhr

ergänzung: Eigentlich ist es ja nur ein google now klotz.

Damian 6. November 2014 um 21:06 Uhr

Die NSA freut sich 😉

Damian 6. November 2014 um 21:07 Uhr

Im Video fehlt übrigens das Stromkabel ^^

Paul Schneider (@Sgt_Silver) 6. November 2014 um 21:08 Uhr

Sieht doch spannend aus. Auf deutsch stell ich mir das aber wieder komisch vor… time will tell.

Matze.B 6. November 2014 um 21:13 Uhr

Der normale Nutze (also NICHT der Großteil der Leute hier!) wird so ein Gerät sicher interessant finden und auch kaufen. Zumal ja auch viele Normalos weniger gut mit Browser & Suchmaschiene umgehen können … da kommt so etwas schon gut rüber.

Interessant wäre sicher auf welche Daten Amazon da zugreifen kann/könnte.
‚OK Google: Fahrzeit zum Bordell ‚Rote Meile‘ ist bei Google sicher kein Problem. Könnte Amazon dies auch?

Konstantin 6. November 2014 um 21:15 Uhr

Fire-TV-Echo wär dann also sowas wie die Xbox One? Warum nicht gleich so? – Kommt noch was Fire-Ultimate-Ähnliches? Also nen HDMI-Stick der auf Realtime-Livestreaming zur NSA geschaltet ist und sich eben auch per Game-Controller steuern lässt?

Jochen 6. November 2014 um 21:17 Uhr

Star Trek fürs Wohnzimmer 🙂

Sean K. Woods 6. November 2014 um 21:17 Uhr

Ich würde auch lieber eins von Google Now haben… #GIDF #DONTBEEVIL
… ob Apple auch so was rausbringen würde mit Siri?!? „Siri Home“?!?

PS: Alexa is auch ein schöner name!

Mike 6. November 2014 um 21:18 Uhr

Das Pringle-Dosen Design sagt mir nicht wirklich zu, mehr wie ein Standard HIFI Klotz oder eckig und klein wie ein MacMini würde mir besser gefallen bzw. sich hier besser integrieren.

Datenschutz mal aussen vor gelassen, finde ich das eine gute Sache. Befürchte allerdings, dass das ein Amazon-only Projekt wird, d.h. müßte Musik in der Cloud bei denen haben.

Konstantin 6. November 2014 um 21:19 Uhr

HA – In der Vorstellung hat sie AM und PM vergessen 😀

Konstantin 6. November 2014 um 21:20 Uhr

„Alexa, we have a daughter called Alexa, can you please stop anwering questions we ask her?“

Klaus 6. November 2014 um 21:28 Uhr

@Matze
Na bei einem solchen Produkt von Amazon hab ich da doch schon meine Bedenken.
Solang es nicht sicher ist, dass dor niemand etwas abgreifen kann …

Auch möchte ich die Frage „Alexia, nenne mir Fahrzeit zum Bordell ‘Rote Meile’“ nicht mit „53 Minuten. Sie haben gerde eine Packung Kondome über Ihr Primekonto geodert. Diese wird Ihnen in 60 Minuten in die „Rote Meile“ geliefert.

Speech2Text ist doch was feines. NSA und BND werden sich sicher sehr darüber freuen.
Führer haben die Leute Angst vor Stasi-IM’s gehabt, die an der Tür lauschen. Heute stellen sie sich selbst in Wohnzimmer. 🙂

erhier 6. November 2014 um 22:00 Uhr

Warum nennt man das Ding denn ausgerechnet Alexa?
Amazon hat doch schon einen Dienst mit demselben Namen.

Flo 6. November 2014 um 22:08 Uhr

Tolle Idee, leider wirds auf Deutsch mal wieder nicht so schön funktionieren ,genau so wie Siri, Google Now und Cortana auf Deutsch einfach nur 50% ihrer Leistung bringen…

moneybag 6. November 2014 um 22:13 Uhr

Jau, Alexa über einen Proxy laufen lassen und damit seine Hausautomation Fhem mit steuern. Ich habe eine vernünftige Spracheingabe mit dem Pi versucht, funktionierte nicht richtig, Micro zu schlecht. Vielleicht klappts damit.

Jan Straube 6. November 2014 um 22:21 Uhr

„It only hears you when you use the wake word we chose“ (0:22) – klingt für mich so, als ob sie nicht Alexa heißen muss, sondern auch Bärbel oder Bärtram heißen kann.

ukausb 6. November 2014 um 23:26 Uhr

Jan Straube ha Recht. Hört doch zu Leute! 😉

Markus 7. November 2014 um 00:17 Uhr

Und wie viele hier wieder mit der NSA kommen… 😀

Geheimdienste haben und werden immer Daten sammeln… Und auch Unternehmen haben und werden immer Daten sammeln…
Und natürlich sollte die Privatsphäre geschützt werden…
Dann fangt aber bitte mal damit an und wählt nicht so einen Blödsinn zusammen, wie wir ihn jetzt haben und vielleicht noch bekommen können. Setzt euch mit dem Thema auseinander und macht etwas, anstatt immer nur rum zu heulen…

Um zum Schluss zu kommen: Denkt mal über die Geheimdienste nach, die noch nicht zugegeben haben, das Daten gesammelt werden… Von euch… Ich denke da so an Russland und China… Ach ne, dadrüber sagt aber keiner was…

Ich find das Ding nett, es wird aber noch ein paar Jahre brauchen, bis sowas richtig gut funktioniert… Siri, Google Now und Co. funktioniert ja noch nicht so, wie ich mir das vielleicht wünschen würden.

Manuel Gaschler 7. November 2014 um 00:26 Uhr

Ich kann verstehen das die Geheimdienst Debatte Leuten mittlerweile auf den Sack geht. Aber ich werde bestimmt kein Megamikrofon bei mir in die Bude stellen das alles immer mit hört.

Es geht nicht mal nur um Geheimdienste sondern auch um Leute die sich Zugriff auf solch Systeme verschaffen. Mal davon abgesehen, so lang es nicht wirklich intelligente Systeme gibt taugt das glaub eh nicht viel.

Kalle 7. November 2014 um 01:29 Uhr

Warum nicht einfach ein Smartphone das irgendwo rumliegt und „OK Siri“ oder „OK Google“ sagen? Hofft Amazon drauf dass sich die Leute eh einen Lautsprecher für Musik hinstellen? Dann müsste es auch Bluetooth und AirPlay können und anständigen Sound bieten. Der pseudo-Hype mit den Invites ist auch eher sinnlos bei Amazon’s Grösse.

Mike 7. November 2014 um 04:00 Uhr

@Markus,

> Ich denke da so an Russland und China… Ach ne, dadrüber sagt aber keiner was…

Es sollte jedem klar sein, dass das wirklich jeder Geheimdienst macht oder es zumindest nach seinen Möglichkeiten versucht.

Trotzdem werd ich das Gefühl nicht los, dass du suggerieren möchtest, dass Russen und Chinesen schlimmer sind als Amis?!

Arno 7. November 2014 um 07:30 Uhr

Mir erschließt sich wirklich diese Jubelperserei einiger Leute nicht mehr… da kommt mal wieder so ein ganz offensichtliches Tool auf dem Markt, das in die Provatsphäre eindringt und auch nur dazu konstruiert wurde… das ist ein Angriff auf jeden von uns!

Und auch hier gibt es dann Leute, die das alles nicht kümmert… die dann noch sagen, dass sie nur das Design stört… Haaallloooo!? Mit eurer verdammten Ignoranz spielt ihr mit unser aller Freiheit und wenn ihr Kinder habt… na ja, denkt auch mal an die! In welcher Welt sollen die noch leben?

Mittlerweile kann man echt kann nicht mehr so viel fressen, wie man kotzen möchte!

Immer das Gleiche: Eine Generation kämpft und blutet für die Freiheit, der nächsten Generation ist es scheiß egal… die profitiert davon und dümpelt vor sich hin… wiederum die Nächste wacht dann wieder in der Sklaverei auf!

Nein, das ist nicht zu dick aufgetragen… ihr seid nur schon lobotomiert, ihr Konsumäffchen!

Mike 7. November 2014 um 08:06 Uhr

@Arno, es gibt da schon nach ein paar mehr Facetten, die größte, die du hier ausser acht lässt ist, dass sich der Mensch hier frei entscheiden kann, ob er so ein Gerät möchte oder nicht.

Norman 7. November 2014 um 09:15 Uhr

Zum Thema „Alexa“ als Aufrufname:

„It only hears you when you use the wake-word we chose.“

Das heißt, Alexa ist lediglich das Wake-Word in dieser Beispielfamilie im Video. Also kann jeder frei den Namen festlegen, Echo heißt also nicht zwangsweise Alexa.

Timo 7. November 2014 um 09:29 Uhr

@Arno: Wenn du das mal ohne Schaum vor dem Mund betrachtest: Das Gerät hat ein Mikro und hört mit wenn du das Schlüsselwort sagst, sonst nicht. Entweder glaubst du das, oder nicht (was ja legitim ist). Wenn nicht, dann hast du aber auch besser kein Handy, Telefon oder sonstiges Gerät mit Mikro, da kann der böswillige Hersteller oder Hacker oder Geheimdienst schließlich dann genauso mithören.

FreeHander 7. November 2014 um 09:34 Uhr

Der Autor sollte sich aber mal über den unterschied zwischen „Standort“ und „Standpunkt“ informieren! 😉

Technisch sehr interessant, aber datenschutztechnisch sehr bedenklich (quasi ein allways-on-micro mit Standleitung zur NAS im Wohnzimmer).
George Orwell hätte sich nicht im Traum denken können, was heute möglich ist (und auch genutzt wird). Der Roman „1984“ war beängstigend und damlas „weit weg“, die heutige Realität ist aber viel schlimmer – nur merkt es der konsum-betäubte Normalo leider nicht mehr.

FreeHander 7. November 2014 um 09:35 Uhr

NSA, statt NAS…

FreeHander 7. November 2014 um 09:36 Uhr

@Arno

volle Zustimmung! Schön dass es noch mehr so paranoide Spinner wie mich hier gibt 😉

paradoxus 7. November 2014 um 09:37 Uhr

Genial. Ich freue mich schon auf die Hacks und die ganzen saftigen Family-Leaks auf youtube: Oh, f..k me harder usf. Kombiniert mit der Kinect-Kamera, die ja auch alway on ist/war … .

Im Ernst: Vollkommen irre. Wenn sich so was durchsetzt, kann man das Grundrecht auf Unverletztlichkeit der Wohnung eigentlich abschaffen, weil unnütz. Wer das bei sich reinstellt, ist einfach ein dummes Konsumäffchen. Punkt.

mnemo 7. November 2014 um 09:59 Uhr

Könnten die ganzen Verschwörungstheoretiker mal ENDLICH aufs Dorf in eine Bauernhofkommune ohne Internet-Anschluss und Handyempfang ziehen? Dann hat das Rumgejammer vielleicht mal ein Ende.

Mike 7. November 2014 um 10:08 Uhr

Menschenskinder, jeder, der Wireshark bedienen kann, kann doch selbst nachprüfen ob, welche und wann Daten übertragen werden. Die Hotword-Analyse findet rein lokal statt, genauso wie bei Google Now und ähnlichen.

Datenschutz ist ja gut und wichtig und die meisten gehen damit zu lachs um(FB/WA/Google/iCloud/…), aber bis jetzt wird ja niemand gezwungen daran teilzunehmen.

All die Dienste brauchen erstmal Daten, um überhaupt arbeiten und etwas anbieten zu können. Das fängt doch schon beim Supermarkt an, der wirtschaften muss und entsprechend hoch- und ausrechnen muß, wieviel Leute wohl kommen und wieviel Wasser kaufen, weil sich der Kunde sonst beschwert – oder schlimmeres.

Es ist immer ein Deal, ihr bekommt ein Angebot und müßt entweder in irgendeiner Art zahlen oder es halt nicht nutzen. Im Gegensatz zu unserem schnüffelnden Staat (Meldeamt, Finanzamt, GEZ, …) habt ihr hier immerhin ein Opt-in.

max 7. November 2014 um 10:31 Uhr

Also, ich hätte da eine Idee für die Verschwörungstheoretiker:
Zieht doch einfach denn Stecker oder nehmt den Akku raus … und kauft euch ein wasserdichtes Smartphone, legt es in ein Glas voll Wasser wenn ihr den Akku nicht rausnehmen könnt! … nichts für ungut 🙂

Ich werde es kaufen, damit unsere Kinder besser englisch lernen (learning by doing) können. Finde diese Idee einfach genial! Wir werden es in der Küche installieren und wenn wir wichtiges zu bereden haben, werden wir ins Schlafzimmer (Smartphone freie google now, kinect & siri ZONE) gehen.

Pew 7. November 2014 um 21:15 Uhr

Wie hier erwähnt braucht es doch kein Megamikrofon. Solange du dein Handy immer bei dir hast, gibt es keine besser Wanze. Zur Not können auch gleich Bilder über die Front und Back-Cam angefangen werden. Also solange ihr ein Handy nutzt braucht ihr auch nicht über die NSA und Amazon meckern.. Das ist einfach nur sinnfrei.

360hcopa 9. November 2014 um 22:48 Uhr

Mein wake word wäre COMPUTER, like on stark trek

Frank 12. Januar 2016 um 10:51 Uhr

Kann man diesen Lautsprecher auch an den TV anschließen und den Sound vom TV so um 1 Lautsprecher erweitern?


Es kann bis zu 5 Minuten dauern, bis dein Kommentar erscheint.



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