Amazon Echo kann jetzt auch Smart Home – Heimautomatisierung per Sprachbefehl

10. April 2015 Kategorie: Hardware, Smart Home, geschrieben von:

Den Amazon Echo haben wir ja schon vorgestellt. Der Sprachcomputer, der übrigens hierzulande immer noch nicht erhältlich ist, und immer noch ‚nur‘ englisch spricht, überwacht im Hintergrund die Akustik eines Raumes und erwacht auf ein Kennwort, um Fragen zu beantworten oder Musik abzuspielen. Bisher war der digitale Sprachassistent auf Amazon-Dienste optimiert. Letzten Monat kündigte Amazon dann aber ein Betaprogramm für seinen Netzwerklautsprecher an, das Drittanbietern die Programmierung eigener Anwendungen ermöglicht. Damit war klar, dass der Online-Versandhändler die Funktionsvielfalt von Echo über den eigenen Tellerrand hinaus ausweiten möchte.

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Jetzt hat Amazon den Schritt in Richtung Smart Home offiziell bekannt gegeben. Die ersten beiden Partner, die ab sofort über „Hi Alexa“, so das offizielle Aktivierungskennwort, gesteuert werden können sind … tata … die Philips Hue Lampen und Belkins WeMo Familie. Echo positioniert sich dabei als Kommandozentrale des Smart Home, die Sprachbefehle an die entsprechenden Geräte weiter leitet. Bereits die Einrichtung erfolgt verbal. So soll der Befehl „Alexa, discover my appliances“ ausreichen, um WeMo Geräte und Hue-Lampen, die im gleichen Netzwerk eingerichtet sind, zu finden.

Ab dann lassen sich die Geräte über Sprachbefehl an und ausschalten und steuern. Allerdings scheint (noch) nicht der gesamte Funktionsumfang unterstützt zu werden. Die Hue-Lampen lassen sich anscheinend auf Kommando an- und ausschalten und dimmen, für einen Farbwechsel muss aber immer noch auf die original App zurück gegriffen werden. Ähnlich bei WeMo. Um Zeitpläne à la „schalte Dich um 6:30 Uhr ein“ zu erstellen, ist immer noch ein manueller Eingriff vonnöten.

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Philips und WeMo machen also den Anfang, es braucht aber keine seherischen Fähigkeiten, um vorauszusagen, dass die Anzahl der unterstützten Hersteller und Geräte in kürzester Zeit rapide anwachsen wird. Amazon hat sich auf diese Weise für den Moment auf die Pole Position für das sprachgesteuerte Smart Home geschoben. Wenngleich ‚nur‘ auf englisch und auch in den USA noch nicht flächendeckend verfügbar, zeigt uns Amazon Echo doch, wo der Weg hinführen kann. Apples HomeKit in Kombination mit Siri verspricht ähnliche Funktionen, ist aber noch nicht fertig. Google bietet Sprachbefehle derzeit ‚nur‘ für sein Nest Thermostat und Microsoft verknüpft seine Cortana Technologie mit externer Hardware von Insteon. Die großen Player sind also alle an Bord – der Zug hat Fahrt aufgenommen.


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