Amazon Echo Show: Ein erster Blick

16. November 2017 Kategorie: Hardware, Smart Home, geschrieben von: caschy

Der Amazon Echo Show ist schon seit längerer Zeit in den USA zu haben, hat aber mittlerweile auch den Sprung über den großen Teich gemacht. Auch wenn ihr alle sicher schon den Echo Show von Amazon kennt, hole ich euch noch einmal ins Boot – denn vielleicht hat der eine oder andere das Thema bisher komplett außen vor gelassen. Der Amazon Echo Show ist ein Echo mit Bildschirm. Das ermöglicht eine erweiterte Inhaltedarstellung, so kann man beispielsweise Video Flash Briefings mit Nachrichten von der ARD Tagesschau oder ZDF heuteXpress, Musiktexte, Bildübertragungen von Smart Home-Kameras, Fotos, Wettervorhersagen oder Einkaufs- und To Do-Listen anzeigen lassen.

Dolby-Lautsprecher im Echo Show sorgen für einen recht ordentlichen Klang und Fernfeld-Sprachtechnologie der zweiten Generation mit Richtstrahltechnologie und Geräuschunterdrückung sollen dafür sorgen, dass ihr gut gehört werdet. In Sachen System und Skills muss ich euch sicher nicht viel erzählen, ihr habt Skills zur Verfügung, die ein normaler Echo auch bietet. Zusätzlich dazu bietet der Echo Show noch die visuellen Elemente. Führt ihr eine Einkaufsliste mit Amazon Alexa, dann sprecht ihr beim normalen Echo ein und bekommt Audio-Feedback, beim Show kommt noch das visuelle dazu.

Des Weiteren sind natürlich Fotos (Prime) und Video-Inhalte konsumierbar. Das größte Problem, welches der Echo Show direkt hat, ist die derzeit noch fehlende Integration des Videodienstes YouTube. Amazon und Google haben sich offenbar in der Wolle, sodass man die Videoinhalte von YouTube eben nicht sehen kann. Aus persönlicher Sicht ein richtig dickes Minus. In Sachen Musik läuft es dann wie beim Echo, man hört die Musik aus den Lautsprechern des Echo, bekommt dazu aber noch ein Albumcover und den Titel angezeigt.

Der Echo Show lässt sich auch über den Touchscreen steuern, das ist bei Videos und Musik vielleicht ganz nützlich. Klassisch kann man noch oben das Mikrofon deaktivieren und die Lautstärke ändern. Das geschieht über Hardware-Buttons. Die Helligkeit des Displays kann man über das Touch-Display regeln, auch findet man dort ein paar Einstellungen. Ich hatte die Möglichkeit, mir den Echo Show vor Release anzuschauen. Das ist zwar toll, sorgt aber auch dafür, dass derzeit für mich nicht alles testbar ist, es ist ein erster Blick. Aber dazu gleich mehr.

Der erste Kontakt.

Ausgepackt, angeschlossen. Wird wie ein Fire TV eingerichtet. Also Amazon-Nutzername nebst Passwort. Danach kann es direkt losgehen. Ihr habt bereits einen Echo oder Fire TV, habt eventuell Listen und Kalender eingerichtet? Habt ihr dann über den Echo Show Zugriff drauf. Der Echo Show wiegt 1170 Gramm und bietet ein nicht verstellbares 7-Zoll-Display. Das Display ist leicht angeschrägt, aber nicht neigbar. Erinnert optisch ein wenig an Displays, die in 80er-Jahre-Krimis bei Superschurken oder reichen Menschen aus dem Schreibtisch fuhren.

In Sachen Blickwinkel und generelle Darstellung gebe ich dem Echo Show eine Note „Ok“, wenn auch die Auflösung mit 1024 x 600 Pixeln ein bisschen lahm ist. Ja, kann man natürlich Filme drauf schauen, aber vielleicht nimmt man eher das Tablet oder Smartphone in die Hand. Aber dennoch: So als Gerät in der Küche vielleicht ganz nett.

Die erste Überlegung war, was nutzt du denn jetzt eigentlich damit? Wozu könntest du das Ding brauchen? Mir fiel ein, dass mittlerweile Nest und Ring die Integration in Amazon Alexa haben, man kann also das Bild der Kamera auf den TV zaubern, wenn an diesem ein Fire TV angeschlossen ist. Das funktionierte in meinem Test mit dem Fire TV ganz gut. Nur eben nicht mit dem Echo Show derzeit. „Kameras funktionieren mit diesem Gerät leider nicht“. Liegt sicher daran, dass ich das Gerät vor dem offiziellen Deutschlandstart besorgte, der am 16. November ist. Hier lege ich dann gerne noch einmal nach. Wobei ich schon sagen kann, dass zumindest der Ring-Skill nur wenig taugt, ausser dem Live-Bild geht da nicht viel.

Musik auf dem Echo Show. Der Echo Show unterstützt verschiedene Dienste und somit kann ich Musik von Amazon, Spotify oder auch TuneIn abspielen. Freie Musik oder eben Radio. Musik kann nicht nur durch Ansage gestartet werden, sondern auch wie bei den Echos via Spotify Connect. Das funktionierte auch fehlerfrei.

Videos gehen natürlich auch, hier kann man sagen: Alexa, zeige mir Videos auf Amazon Prime. Daraufhin werden Neuigkeiten angezeigt. Hier kann man über den Bildschirm wischen, wenn man kein konkretes Video per Sprache gestartet hat. Will man nicht per Hand wischen, so kann man sagen: Alexa, scrolle nach rechts. Wie beim Fire TV lassen sich auch direkt Genres anzeigen – Alexa, zeige Kinderfilme auf Amazon Prime.

Manche Dinge lassen sich witzigerweise nicht beim Namen nennen, oder der Show erkennt es nicht. Sage ich beispielsweise „Alexa, spiele Paw Patrol auf Amazon Prime„, so bekomme ich nur eine Übersicht angezeigt, da es sich um eine Serie mit mehreren Staffeln und Folgen handelt. Hier kann man dann aber direkt über eine Zahl gehen. Wird die Folge auf Position 3 angezeigt, so kann ich sagen: Alexa, spiele Position 3. Zumindest in der Theorie. In der Praxis konnte ich so den ersten Titel ansteuern, nicht aber den an Position 2. Die Zahl Zwei nahm er mal nicht, dafür die Zwo. Sieht man auch im Video.

Telefonie in Sachen Video von Show zu Show konnte ich nicht testen, da niemand aus meinem Dunstkreis den Show hat. Wir haben das Ganze von App zu Show ausprobiert, das sollte eigentlich auch mit Video funktionieren. Im Test konnte ich einmal Sascha sehen und er mich nicht – und umgekehrt. Auch erreichte ich ihn mal nicht, trotz seiner Anwesenheit. Das schiebe ich auch auf die Vorversion und werde auch hier gerne für euch nachlegen und testen. Tja – und den Rest seht ihr im Video, wenn ihr Lust habt.

So ganz schnell? Positiv: Wird mit der Zeit sicherlich besser. Entwickler können tolle Skills bauen, die den Bildschirm nutzen. Guter Sound eigentlich. Kann alles, was der normale Echo kann, Bildschirm-Kram. Negativ? Manchmal derzeit nervig, wenn nicht in Videos navigiert werden kann. Auflösung dürfte besser sein. Fragen? Gerne in die Kommentare, ich versuche noch einmal dann, diese im Video- oder Textform aufzugreifen.

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Über den Autor: caschy

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