Amazon Drive: Nach Update für Foto-Backup brauchbar

4. Dezember 2016 Kategorie: Backup & Security, Software & Co, geschrieben von: caschy

Amazon Cloud Drive Artikel LogoVor einiger Zeit ist die Synchronisation – sogar die selektive – in der Software des Amazon Drive Clients freigeschaltet worden. Das bedeutet, dass Nutzer die Software so benutzen können wie es bei Dropbox der Fall ist. Auf dem Rechner hat man einen Hauptordner, darin eben die synchronisierten Unterordner. Wählt man beispielsweise einen Ordner auf einem Zweitrechner ab, weil man der Meinung ist, dass dieser auf Rechner 1 und in der Cloud ausreichend ist, dann spricht man von selektiver Synchronisation. Amazon als Speicher klingt jetzt erst einmal wenig interessant, wenn man sich klassische Lösungen wie Dropbox, OneDrive oder Google Drive einmal anschaut.

Interessant könnte der neue Client allerdings für all jene sein, die Prime-Kunde sind, sich ihre Fotos am Fire TV anschauen wollen und dabei keine Probleme haben, ihre Fotos unverschlüsselt in der Cloud zu speichern. Die Fotos können via Webbrowser hochgeladen oder per Client, letzteres dürfte bei großen Mengen wohl eher besser klappen. Habt ihr die Software installiert, so könnt ihr in den Einstellungen wählen, welche in der Cloud befindliche Ordner auf euren lokalen Rechner wandern.

So verwalte und sichere ich meine Fotos

Aber das wollen wir in diesem Beitrag ja nicht angehen, sondern die Tatsache, dass Prime-Kunden kostenlos Fotos in den Speicher wuppen können. Wer ein NAS mit Amazon Drive-Unterstützung sein Eigen nennt, kann dies seit längerer Zeit machen, die bisherige Software von Amazon war aber so schrottig, dass deren Einsatz lokal wirklich nichts rechtfertigte. Ich hab das Ganze mal ganz kurz angetestet und kann sagen: Ja, funktioniert gut. Ich bin Prime-Kunde, könnte so alle meine Fotos (nicht Videos) ohne Anrechnung auf den 5 GB Gratisspeicher bei Amazon in der Cloud speichern.

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Amazon erkennt alle gängigen Fotoformate in allen Unterordnern in eurem lokalen Sync-Ordner. Bedeutet, dass nicht nur die Fotos aus dem Foto-Ordner dargestellt werden, sondern auch aus allen Unterordnern. Sollte man Fotos haben, die vielleicht nicht jeder auf dem Fire TV sehen soll, dann klammert man diesen besser aus – in meinem Screenshot als „Fotos2“ zu erkennen. Unterstützte Dateitypen bei Amazon?  JPEG, BMP, PNG, GIF sowie die meisten Dateien in TIFF- und RAW-Format. In Sachen RAW-Format gibt es dann noch eine spezielle Hilfeseite.

Amazon ist damit wieder für alle brauchbarer, die kein NAS oder so für Backups haben, stattdessen Fotos auf einem Rechner lagern. Diese kann man nun bequem und als Prime-Kunde unendlich in den Amazon Drive schieben, ohne diese auch auf andere Rechner herunterladen zu müssen.

Wie gesagt: Ist sicherlich nicht für jeden was, wird aber dank der selektiven Synchronisation und der Prime-Geschichte nun Freunde finden. Kostenloser Speicher für Fotos ist ja bestimmt immer gerne genommen. Bietet Google zwar auch, dort aber sind die Fotos aber auf eine bestimmte Größe begrenzt, werden also verkleinert. Wie ich es handhabe? Ich sichere meine u.a. Fotos verschlüsselt in der Cloud, setze dabei auf mein NAS und den Google Drive. Kostenloser Speicher bei Amazon ist toll, kann ich aber dank von mir eingesetzter Verschlüsselung nicht nutzen. Macht aber auch nichts – SO teuer ist Speicher im Netz nun auch nicht mehr.


Über den Autor: caschy

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