Alienware: Erste Steam Machine für 599 Euro in Deutschland

12. November 2015 Kategorie: Games, Hardware, geschrieben von: André Westphal

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Alienware, eine Tochterfirma des Herstellers Dell, veröffentlicht in Deutschland seine erste Steam Machine. Dabei handelt es sich im Grunde um Wohnzimmer-PCs mit dem Betriebssystem SteamOS, welche speziell auf Gamer-Bedürfnisse zugeschnitten sein sollen. Alienware ist neben Valve einer der führenden Köpfe hinter den Steam Machines. So sollen die PCs die Power von Gaming-PCs mit der Benutzerfreundlichkeit von Spielekonsolen vereinen.

Das Basismodell von Alienware integriert dabei einen Intel Core i3, eine nicht näher spezifizierte Nvidia GeForce GTX GPU mit 2 GByte GDDR5-RAM, 4 GByte RAM und eine Festplatte mit 500 GByte. Die GPU soll dabei ein Custom-Modell sein, das in etwa die Leistung einer GeForce GTX 860M biete. Nach einem potenten Gaming-PC klingt das freilich noch nicht. Entsprechend kann man aufstocken bis hin zu Intel Core i7, 8 GByte RAM und 1 TByte Speicherplatz. Auch hier schmunzeln Enthusiasten über den Arbeitsspeicher jedoch eher – 16, 32 oder gar 64 GByte RAM sind bei aktuellen Gaming-PCs für Ultra HD bereits keine Seltenheit mehr.

Alienware Steam Machine game console desktop computer (codename Coral SM) with Steam Controller.

Auch wenn Alienware und Valve die Steam Machines dabei als idealen Zwischenschritt zwischen Gaming-PCs und Konsolen bewerben, kann man als Kontrast dazu argumentieren, dass die Geräte vielmehr sowohl die Nachteile von Konsolen als auch PCs bündeln – ohne die Vorteile zu bieten. Denn zwar sind laut Alienware „1500 SteamOS-Spiele“ kompatibel zu den Steam Machines, doch aktuelle Triple-A-Blockbuster benötigen eben doch wieder Windows-Rechenknechte.

Dabei setzt Alienwares Steam Machine auf den Steam-Controller, der ebenfalls Geschmackssache ist. Man muss sich jedenfalls bei der Nutzung stark umgewöhnen, wenn man sonst üblicherweise mit etwa dem Xbox-One-Gamepad am PC gezockt hat oder gar die klassische Kombi aus Maus und Tastatur gewöhnt ist. Als schöne Dreingaben installiert Alienware auf seinen Steam Machines ab Werk immerhin direkt „Payday 2015: Game of the Year Edition“, „Screencheat“ und „Robot Roller-Derby Disco Dodgeball“ vor. Auch Bonusinhalte und Ingame-DLC sei kostenfrei herunterladbar.

Alienware Steam Machine game console desktop computer, codename Coral SM.

Im deutschen Handel ist die neue Alienware Steam Machine ab sofort in vier verschiedenen Ausführungen zu haben. Das Basismodell kostet inklusive Versandkosten 599 Euro. Ich selbst bin skeptisch ob des potentiellen Erfolgs: Ein Windows-PC fürs Wohnzimmer mit deutlich mehr Flexibilität und ähnlicher oder leistungsfähigerer Hardware kostet in etwa genau so viel wie eine Steam Machine. Eine Spielekonsole wie die PS4, und auch mit jener konkurrieren die Steam Machines ja nunmal, ist für 349 Euro zu haben. Ob die Steam Machines, nicht nur von Alienware, hier wirklich eine Marktlücke besetzen können? Wie seht ihr das Ganze?


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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