Ab heute: Neues Elektroschrottgesetz gültig

24. Oktober 2015 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Ab heute, den 24. Oktober 2015, tritt das das neue neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz in Kraft. Dieses wurde ins Leben gerufen, um die Rückgabe alter Elektro- und Elektronikgeräte für Verbraucher zu vereinfachen. Ebenfalls wird hierdurch der Zoll gestärkt, sodass es nicht mehr so einfach sein soll, alte Geräte illegal in arme Drittländer zu überführen, wo sie dann auf riesigen Deponien landen. Haben viele Händler bereits in der Vergangenheit Altgeräte zurückgenommen, so wird dies nun zur Pflicht, sofern ein gleichwertiges Gerät neu angeschafft wird. 

Als „große Vertreiber“ gelten laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und ReaktorsicherheitGeschäfte, die auf mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche Elektro- und Elektronikgeräte anbieten und Online-Händler mit einer ebenso großen Versand- und Lagerfläche.
Kleine Geräte (keine Kantenlänge größer als 25 Zentimeter) müssen die großen Vertreiber sogar ohne Kauf eines entsprechenden Neugerätes zurücknehmen, wie es in der Ankündigung heißt. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes hat der Handel noch 9 Monate Zeit, die Rücknahme zu organisieren. Viele Händler haben diese aber bereits umgesetzt. Die Stiftung Elektrogeräte wird eine Liste aller Rücknahmestellen in Deutschland veröffentlichen.

Zukünftig soll es eine Beweislastumkehr zulasten des Exporteurs möglich machen, Altgeräte von Gebrauchtgeräten zu unterscheiden. Künftig muss der Exporteur so anhand strenger Kriterien belegen, dass zu exportierende Gebrauchtgeräte kein Abfall sind. Hierdurch wird auch das Exportverbot für gefährliche Altgeräte in Entwicklungsländer besser zu vollziehen sein.

Mit dem neuen Gesetz sollen EU-Vorgaben zu in Deutschland gültigem Recht werden – doch eigentlich standen wir vorher schon gut da, wenn man in die Zahlen schaut: Mit 7,6 Kilogramm pro Einwohner und Jahr wurden 2013 in Deutschland fast doppelt so viele Altgeräte getrennt gesammelt wie von der EU vorgegeben. Auch der durchschnittliche Anteil der recycelten und verwerteten Altgeräte liegt deutlich über den europäischen Vorgaben.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zum Thema:

„Mit dem neuen Elektro- und Elektronikgerätegesetz sorgen wir dafür, dass in Zukunft noch weniger alte Elektro- und Elektronikgeräte im Restmüll landen als bisher. Wir schaffen damit die Voraussetzung für ein hochwertiges Recycling und den Schutz wertvoller Ressourcen. Auch kommen wir mit diesem Gesetz unserer Verantwortung nach, Gefahren, welche im Zusammenhang mit der Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten aus Deutschland in Entwicklungsländern entstehen können, zu reduzieren.“

Übrigens: kleinen Schrott konnte man schon lange via Post entsorgen


 

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Über den Autor: caschy

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