8 iGoogle-Alternativen im Überblick

7. Oktober 2013 Kategorie: Google, Internet, geschrieben von:

Als ich Euch im Juli igHome als Alternative zum bald nicht mehr verfügbaren iGoogle vorstellte, ahnte ich nicht, wie viele von Euch diesen Dienst tatsächlich nutzen. In den Kommentaren sammelten sich zahlreiche Tipps an, die auf weitere Alternativen hinweisen. Dafür erst einmal herzlichen Dank! Ich habe mir die Alternativen angeschaut und die meiner Meinung nach interessantesten herausgepickt. Nicht jede Alternative wird für jeden etwas sein, aber einen Ersatz für iGoogle wird so bestimmt jeder finden.

igoogle

Wenn Ihr also ein wenig wehmütig werdet, wenn Ihr einmal pro Tag die große Meldung bekommt, dass iGoogle nun bald für immer weg ist, schaut Euch die alternativen Dienste in Ruhe an. Nehmt Euch die zeit, diese auszuprobieren, eine 1:1-Kopie von iGoogle ist nämlich keiner. Aber nahe dran sind sie schon. Je nachdem, welche Präferenzen Ihr habt, könnt Ihr vielleicht sogar völlig neue Startseiten-Wege gehen.

interStuff.com

interestuff

interstuff.com kommt optisch schon sehr nah an das Original von Google. Wer es mit Fremdsprachen nicht so hat, kann die Seite auf deutsch umstellen. Sie ist zwar nicht perfekt übersetzt, aber man findet sich zurecht. Neben den Widgets, die es zahlreich zur Auswahl gibt, können auch selbst Feeds angelegt werden. Somit sollte es auch kein Problem mit deutschen Inhalten geben. Feed-Url der Lieblingsseiten eingeben, schon sieht man die aktuellsten Beiträge. Wer bestimmte Widgets sucht, muss sich durch die Widgetseiten wühlen. Dort kann sowohl gesucht werden, als auch durch Kategorien gestöbert werden. Das Design kann ebenfalls angepasst werden, allerdings stehen nur 6 Hintergrundbilder zur Verfügung. Ein Import der iGoogle-Widgets ist nicht möglich.

netvibes.com

netvibes

netvibes.com istsehr umfangreich und bietet zahlreiche Features. Neben dem kostenlosen Privat-Account gibt es auch Bezahl-Varianten, die noch mehr Funktionen bieten. Aber der kostenlose Account dürfte für die meisten iGoogle-Nutzer vollkommen ausreichend sein. Um Netvibes an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, sollte man sich einige Zeit nehmen. Dafür dürfte der Dienst dann aber auch kaum Wünsche offen lassen. Neben der Startseite mit Feeds und Widgets bietet Netvibes außerdem einen Reader-Modus, der Feeds einfach als Liste anzeigt. Praktisch für diejenigen, die ihre iGoogle-Seite mit Feeds vollgepackt haben. Ein Import von Google-Widgets ist nicht möglich, allerdings sind die verfügbaren Elemente, auch im deutschsprachigen, sehr umfangreich.

protopage.com

protopage

Wer kein Problem mit englischen Seiten hat, kann sich Protopage anschauen. Optisch ist die persönliche Startseite hochgradig anpassbar, inhaltlich stehen ebenso zahlreiche Optionen zur Verfügung. So auch ein Import von OPML-Dateien. Es gibt fertige Widgets, beispielsweise für Notizen oder Google Maps, ein Verzeichnis mit Widgets von Nutzern steht ebenfalls zur Verfügung. Die Auswahl der Widgets ist nciht so großzügig wie bei anderen, aber die wichtigsten Sachen gibt es. Das Suchfeld bei Protopage kann mit verschiedenen Optionen belegt werden, sodass neben der Google-Suche (Google Deutschland möglich) auch Amazon, Wikipedia oder andere Seiten durchsucht werden können.

igoogleportal.com

igoogleportal

Der Startseitendienst iGooglePortal hat sich nicht nur namentlich von Google inspirieren lassen. Auch optisch bietet das Portal große Ähnlichkeiten. Zur Anpassung stehen zahlreiche Widgets zur Verfügung, vorausgesetzt Englisch ist kein Ausschlusskriterium für den Nutzer. Da auch eigene Feeds als „Widgets“ erstellt werden können, kann man zumindest dafür sorgen, dass die Inhalte in deutscher Sprache dargestellt werden. Es stehen zahlreiche Themes für die optische Anpassung zur Verfügung, außerdem kann die Anordnung der Widgets flexibel gestaltet werden.

Neben den Startseiten mit Widget- und Feed-Integration gibt es auch zahlreiche Dienste, die quasi als Linksammlung genutzt werden können. Diese bieten weniger Funktionalität, dafür aber einen schnellen Zugriff auf die persönlichen Lieblingsseiten. Teilweise stellen diese auch gleichzeitig Feeds dar, könnten für manche also durchaus als iGoogle-Ersatz ausreichen.

startme.com

startme

Auf startme.com kann man sich eine persönliche Seite mit Links und RSS-Feeds zusammenbasteln. Die Feeds werden als Widgets angezeigt, die Links kann man sortieren, wie man möchte. Inhalte und Sprache sind deutschsprachig, das sollte demnach für keinen eine Hürde darstellen. Der Funktionsumfang ist begrenzt, wer aber viele Feeds nutzt und regelmäßig die gleichen Seiten besucht, kann sich hier eine nette Sammlung aufbauen.

mylinkcloud.com

mylinkcloud

Etwas verspielter geht es MyLinkCloud an. Links und Widgets können frei auf einer Fläche positioniert werden. Wem dies zu unruhig ist, der kann die Ansicht auch auf den Stream-View umstellen und erhält so eine übersichtlichere Anordnung. Es gibt ein paar Widgets, für RSS-Feeds und Linksammlungen reicht der Umfang vollkommen aus. Wer möchte kann seine Cloud auch für andere freigeben oder die Clouds anderer Nutzer betrachten.

symbaloo.com

symbaloo

Auf Symbaloo kann man sogenannte Webmixe erstellen. Diese Seiten enthalten Links, die als Kacheln angezeigt werden. In der Mitte einer Seite ist eine größere Kachel, die mit Funktionen wie Google-Suche oder Routenplaner belegt wird, wenn man die entsprechende Kachel anklickt. RSS-Widgets fehlen, dafür wirkt die Seite sehr übersichtlich. Selbst erstellte Kacheln können mit eigenen Bildern belegt werden. Auch das Anlegen mehrer Webmixe wird unterstützt.

iloggo.com

iloggo

Die iloggo Startseite ist ebenfalls nur eine Linksammlung mit großen Symbolen für den schnellen Zugriff aus die Seiten, die man am häufigsten nutzt. Widgets gibt es hier nicht, allerdings können die Symbole für die Links selbst festgelegt werden. Dazu kann man auch ein Stück der jeweils verlinkten Webseite ausschneiden. Für Freunde von Widgets sicher keine Lösung, für eine übersichtliche Linksammlung mit Google-Suche allerdings schon.

Ich hoffe für Euch ist etwas dabei, nicht dass Ihr am 1. November plötzlich nicht mehr durchs Netz findet, weil Google seinen iGoogle-Dienst einstellt. Einen Tipp habe ich noch, lest Euch auch die Kommentare, sowohl in diesem, als auch im igHome-Artikel durch. Dort wird sicher noch die ein oder andere Perle auftauchen, die man vielleicht noch nicht auf dem Schirm hatte.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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