3D-Blase platzt endgültig: LG und Samsung reduzieren TV-Angebot

11. Februar 2016 Kategorie: Hardware, geschrieben von: André Westphal

blu-ray 3d logo

Vor wenigen Jahren war 3D in aller Munde…Zumindest galt dies sicherlich für PR- und Marketing-Abteilungen der Hersteller. Ich selbst habe vor wenigen Jahren miterlebt, wie Sony etwa gar seine Pressekonferenz auf der Gamescom in Köln mit 3D-Präsentationen unterstrich und dafür im Vorfeld jedem Anwesenden eine Brille austeilte. Stereoskopisches 3D-Gaming sollte „The Next Big Thing“ werden, ging es nach dem Publisher. Die Blu-ray 3D wurde ebenfalls mit reichlich Marketing-Getrommel eingeführt. Doch mittlerweile schauen selbst die Hersteller bei 3D bestenfalls noch aus dem Augenwinkel hin: LG und Samsung haben angekündigt deutlich weniger TVs mit 3D-Unterstützung anbieten zu wollen.

Schon in meinem kleinen Rant zu Ultra HD habe ich die Behauptung aufgestellt, dass 3D im Heimkino im Grunde tot ist. Offenbar bin ich mit der Ansicht nicht alleine, denn LG und Samsung, welche schon auf der CES 2016 3D bestenfalls als Randnotiz in den Specs neuer TVs versteckten, verabschieden sich größtenteils von der stereoskopischen Technik. Samsung will in sein TV-Lineup des Jahres 2016 wohl überhaupt kein 3D mehr integrieren. Die Landesgenossen von LG möchten 3D zumindest noch in 20 % ihrer Fernseher integrieren. 2015 setzte LG 3D immerhin noch für 40 % seiner TVs ein. Beide Hersteller legen 3D weitgehend zu den Akten, nachdem Sky seinen eigenen 3D-Sender eingestampft hat, in Deutschland noch nicht, allerdings bereits im Vereinigten Königreich, und die Kunden sich bei Neugeräten mehr für Ultra HD interessieren.Ultra HD wiederum hat 3D nicht in seinen Standard implementiert.

samsung 3d tv

 

Samsung habe laut weiteren Quellen von seinen Zulieferern keinerlei neue 3D-Brillen bestellt. Da die Südkoreaner die Brillen auch einzeln verkaufen, sowohl Modelle mit Polarisations- als auch Shutter-Technik, sollten diejenigen, die noch Exemplare benötigen, vielleicht lieber in nächster Zeit zuschlagen. Gleichzeitig bedeutet die Aussage der Zulieferer, dass Samsung eben auch keine neuen 3D-Fernseher mit beiliegenden Brillen planen dürfte.

Als Ursachen für das Versagen der 3D-Technik im Heimkino machen beispielsweise die Analysten der IHS übrigens mehrere Aspekte der Technik aus. Sie gehen davon aus, dass es sowohl zu wenige Inhalte gegeben habe als auch zu hohe Preise für die Blu-ray 3D angelegt worden sind. Zudem hätten sich zu viele Kunden an dem Tragen der Brillen gestört. Ich selbst kenne das Spielchen: Blu-ray 3D von Filmen wie „Avengers: Age of Ultron“, „Alles Steht Kopf“ oder „Minions“ habe ich mir zwar noch gegönnt, die Filme aber am Ende doch nur in 2D konsumiert. Der Aufpreis von im Schnitt 5 Euro gegenüber den 2D-Versionen hat sich also selbst für mich als Filmfreak und früheren 3D-Fan nicht gelohnt. Dass das Gros der Kunden also direkt zur 2D-Variante greift, selbst wenn ein 3D-TV im Wohnzimmer steht, wundert mich wenig.

Im Kino bleibt 3D dagegen eine feste Institution: Oftmals auch gegen die Wünsche der Kunden, denn vielfach hat man gar keine Wahl als den Aufpreis für die 3D-Variante eines Films in Kauf zu nehmen, weil die 2D-Version entweder gar nicht oder Wochen später anläuft. Hier ist 3D für die Vertriebe und Kinobetreiber eine angenehme Möglichkeit, um die Kinopreise etwas aufzupeppen. Im Heimkino aber, schaufeln die Hersteller bereits am Grab für stereoskopisches 3D.



Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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45 Kommentare

Dos 11. Februar 2016 um 13:50 Uhr

Ich mag 3d egal ob Kino oder daheim. Denke aber am Scheitern ist auch die Preispolitik mit schuld… 3D Blu-ray neu zwischen 25-30 Euro und ein 2D meist zwischen 12-18 Euro. Hinzu kommt die Tatsache das nicht mal iTunes & Co die 3d Fassungen im Programm haben 🙁

zMike 11. Februar 2016 um 13:53 Uhr

Hatte den neuen Star Wars im IMAX in 3D gesehen und das war der Horror. Damit ist 3D für mich auch endgültig gestorben. Ich finde es viel wichtiger ein scharfes klares Bild mit gutem Kontrast zu haben als diese pseudo 3D Effekte, die eh nur nachträglich erzeugt werden. Somit begrüße ich diesen Trend und hoffe, dass die Kinos das auch bald mal wieder einsehen. Ansonsten bleib ich fern.

Btw diese 3D Sachen sind doch in den TV´s eh nur Software oder ist da irgendwas besonderes drin ? Letztendlich nur Panels mit mindestens 120 Hz ?

Link 11. Februar 2016 um 13:57 Uhr

Im Kino glaube ich hat es auch einen anderen Grund: Verhindern von Piraterie. Filme werden so oft abgefilmt und ähnliches – und eine 3D-Leinwand – da geht das halt nicht mehr so einfach. Und naja. Am Ende nimmt man eben mehr Geld ein.

Fraggle 11. Februar 2016 um 14:00 Uhr

Da ich sehr viele Menschen kenne, die entweder gar nicht erst 3D sehen können (ich selber auch nicht) oder denen immer schlecht wird bei 3D Kino,kann ich das nur begrüßen. Andernfalls würde es irgendwann nur noch 3D TVs geben und viele Menschen müßten für etwas zahlen, was sie nicht benötigen.

@Andre: Was ist ein Rant Das hier? http://www.dict.cc/englisch-deutsch/rant.html ? Da frag ich mich nach dem Sinn des Anglizimus. Ein Fachausdruck ist es keineswegs.

Kain 11. Februar 2016 um 14:01 Uhr

Mh, Kinos mit „guten“ 3D gibts hier in der Umgebung nur 2. Aber auf dem TV ist es eine ganz andere Welt und es wirkt viel viel besser als im Kino. War schon verwundert wieso es bei UHD kein 3D gibt. In 2D wirken die meisten Filme einfach nicht mehr richtig und ich finde es geht viel zu viel verloren.
Klar, 3D macht nicht bei jedem Film Sinn, aber manchen tut der 3D Effekt wirklich richtig gut. Wichtig ist auch das der 3D Effekt gut gemacht ist und nicht billig hingeklatscht.
Weswegen 3D Filme so teuer sind, hab ich mich auch immer gefragt. Denke das dürfte der Hauptgrund des Scheiterns sein.

Christian 11. Februar 2016 um 14:01 Uhr

Ich habe keine Probleme mit den Brillen gehabt, hätte auch gerne häufiger 3D konsumiert, aber außer 3D-BRs gab es keine Vertriebsweg.
Ich schaue Filme (und Serien) ausschließlich über Streamingdienst auf meinem Samsung-UHD-3D-SmartTV.
Aber leider sind die Streaming-Anbieter nicht auf dem 3D-Zug aufgesprungen.

Find ich schade das die TV-Hersteller jetzt auch auf 3D verzichten wollen, dabei gibt ist bei Shutter-Technik keine Mehrkosten in der Produktion. Sollen sie halt auf beiliegenden Brillen verzichten. Wenn ich noch mal ein Fernerer kaufe ist für mich 3D ein muss.

Centauri 11. Februar 2016 um 14:02 Uhr

Zuhause hat mich 3D nie interessiert (da ich meist Serien schaue) und im Kino kommt es darauf an ob es sich lohnt. Bei uns im Kino laufen 3D und 2D Versionen meist parallel ab dem Start.

4K/UHD finde Ich da schon wesentlich interessanter als 3D. Vielleicht ändert sich das wenn 3D in guter Qualität mal ohne Brille funktioniert.

Michael Vogt (@VogtMichael) 11. Februar 2016 um 14:06 Uhr

War neulich auch in Star Wars 7 und hab mir die ganze Zeit über gedacht, wie toll der Film doch in gutem alten 2D wäre. Bin allerdings von Anfang an ein ziemlicher 3D Hater gewesen. Konnte damit nie was anfangen. Für mich also eine gute Nachricht.

Mike 11. Februar 2016 um 14:10 Uhr

Ich mag 3D weder im Kino noch zu Hause. Ich bekomme davon Kopfschmerzen…

germanrooster 11. Februar 2016 um 14:15 Uhr

Ich finde, das zu Hause 3D nur gut wirkt, wenn der Abstand zum TV auch passt! Oder die TV-Größe.
Ich sitze gute 4 Meter von meinem 46″ TV entfernt. 3D lässt sich zwar wahrnehmen, aber der Wow-Effekt, wie man ihn im Kino erlebt, habe ich bei Weitem nicht. Man erkennt zwar das 3 dimensionale, aber vom Hocker reist´s mich nicht…
Und auch wenn ich jetzt nen 60″er vor mir hätte, wäre dass Feeling bei dem Sitzabstand wahrscheinlich nicht wesentlich besser…

Habe am Anfang auch viel 3D-BR ausgeliehen, aber inzwischen tut´s 2D auch!
Und ich hab das gefummel mit den Brillen nicht…

SteeBee 11. Februar 2016 um 14:18 Uhr

Bei Star Wars 7 fand ich das 3D auch Käse… Aber grundsätzlich finde ich 3D toll. Vor allem bei Animationsfilmen (also von Pixar & Co). Selbst zu Hause schaue ich das gerne, wobei ich dort meist nicht so zufrieden bin wie im Kino. Stelle ich die Tiefe höher, sieht es eigentlich klasse aus. Dafür aber teilweise unscharf, manchmal verstärkt Doppelkonturen. Ganz schlimm, wenn auch noch Untertitel eingeblendet werden. Also die Tiefe wieder reduzieren, was das 3D dafür wieder unspektakulärer macht. Liegt aber vielleicht auch einfach am TV (Philips 42PFL8606 von 2011 oder so).

Selbst beim Zocken habe ich zu Hause auf 3D gesetzt. Bei Crysis 2 und Batman: Arkham City fand ich das damals richtig klasse. Irgendwann war es auf Dauer aber auch irgendwie zu anstrengend und nervig; und ohne Light-Boost-fähigen Monitor zu dunkel. Und bei 3D-Vision-fähigen Monitoren war das Angebot ohnehin schon immer überschaubar. Selbst BenQ bei ihren neueren Modellen (war es beim XL2410T z. B. noch supported) rausgekickt.

Sam 11. Februar 2016 um 14:22 Uhr

Wo hat denn Sky seinen 3D Sender eingestampft? In D gibt es ihn jedenfall noch.

Mr.C 11. Februar 2016 um 14:23 Uhr

Die Kinos haben es bei mir mit ihren lichtschwachen Projektoren versaut. Im Cinemaxx und Hobitt 3D konnte man teilweise kaum Details erkennen, weil die Brillen soviel Licht schlucken / Projekter nicht hell genug war. Einfach ein graus und dann noch 13-15€ für bezahlen, nein Danke.
Daher kam nie das verlangen auf, so etwas zu Hause zu wollen.

Troy 11. Februar 2016 um 14:23 Uhr

@Caschy: beim Heimkino sollte man aber deutlich zwischen TV und Beamern unterscheiden, 3D auf einem im Grunde immer zu kleinen TV ist wohl tatsächlich Quatsch, und wie ich es verstehe ist es das, was nun begraben werden (könnte). Auf dem Beamer hingegen ist das eine ganz andere Geschichte und meiner Ansicht nach auch noch lange nicht tot.

Troy 11. Februar 2016 um 14:24 Uhr

@André: sorry das ging natürlich an Dich, nicht Caschy.

Dieser 11. Februar 2016 um 14:30 Uhr

Kann mich Dos absolut anschließen. Ich finde 3D zu Hause absolut schön und immernoch umwerfend beeindruckend. Schade, dass es in die (meiner Meinung nach) falsche Richtung geht. Ein paar Euro mehr für einen tollen 3D-Effekt war bisher für mich immer drin. Die Brille hat mich einfach nie gestört.. Die nehme ich garnicht war beim Filmsehen. Schade, schade, schade. :'(

Hotti 11. Februar 2016 um 14:32 Uhr

Ich schaue gerne 3D auf dem TV und finde es schade wenn das Angebot schrumpft, vielleicht sogar ganz eingestampft wird.
Auf dem PC habe ich auch einige Spiele in 3D mit rot/grün Brille. Bei einem Rennspiel erziele ich in 3D bessere Ergebnisse als in 2D, warum auch immer.
War schon in den 70ern Fan und bin in Kinofilme gegangen nur wegen 3D, obwohl mich der Film an sich nicht sonderlich interessierte.

Mirko Schenk (@StoHelit) 11. Februar 2016 um 14:46 Uhr

Ich mag 3D eigentlich auch ganz gern, und halte es nach wie vor für ein sinnvolleres Feature als 4k, wo sowieso kaum jemand den Unterschied sieht. Zumindest nicht in der Auflösung, HDR und andere Panel-Verbesserungen natürlich schon.
Es stimmt aber auch, dass in dem Bereich so einiges vermurkst wurde. Filme mit schlechtem Fake-3D, unverschämte Preisgestaltung (wenn auch oft mit schnellem Preisverfall – oft schon wenige Monate nach Release für 18 statt 30 Euro!), und allzu oft Ghosting und Blickwinkelprobleme durch Technikmacken (schlecht verklebte Polarisationsfolien, linieare Polarisation, träge Displays, …), und dazu teils noch miese Brillen (klobig, ständig leere Batterien, Pappdinger, …). Da kann einem der Sehspaß durchaus vergehen.

Willibald 11. Februar 2016 um 15:00 Uhr

Sehe das Problem auch im sehr teueren Preis der 3d Blurays und dem fehlenden Support beim Streaming.
Traurigerweise gibt es auch nicht wirklich viele gute 3D Filme. Avatar und Resistent Evil waren in 3D echt klasse, liegt aber wohl auch daran das die in 3D gefilmt wurden

Markus 11. Februar 2016 um 15:08 Uhr

Auch ich schaue immer noch gerne in 3D gedrehte Filme. Haben hier einen Fernseher mit Polarisationstechnik – da sind auch die Brillen angenehm zu tragen. (Sind die selben wie für Real 3D im Kino.)

NickS 11. Februar 2016 um 15:13 Uhr

Leider habe ich kein steroskopisches Sehen, also sowieso nix mit 3D für mich … ich sehe 3D Filme nur als 2D Filme, nur mit Doppelkonturen. Schade eigentlich.

André Westphal 11. Februar 2016 um 15:18 Uhr

@ Troy Ja für Beamer-Besitzer und Leute mit großen Diagonalen hat sich 3D halt am meisten gelohnt -ich gucke ja auch an nem 65er und für 3D braucht man die Diagonale auch, sonst kommen gerade Pop-Outs gar nicht rüber. War sicher aber auch ein Hindernis, dass die Wirkung erst ab entsprechendem TV richtig rüberkommt.

Snake 11. Februar 2016 um 15:19 Uhr

Leider ist UHD ja zur Geburt schon noch mehr Tod, als 3D. Selbst die Bluray Association hat irgendwie keine Lust drauf.

Ich hab das Gefühl das 4K / UHD nur als Streaming kommen wird. Die Frage ist ob mit Abo (Lizenz), oder vom heimischen PC (ohne), weil es keine UHD-BDs zu kaufen gibt.

Wenn man sich die Jessica Jones Leaks anschaut, und die Pressemitteilungen der Studios das man keine optischen Datenträger mehr herstellen möchte, ist die Antwort wohl schon vor der Frage klar. – sehr sehr Schade! // Allerdings wird es wohl (hoffentlich) ein Schritt rückwärts geben, wenn die Studios kein Geld mehr verdienen, weil alle „gratis“ streamen.

Daniel Gleich 11. Februar 2016 um 15:31 Uhr

@zMike dann hättest dich vorher Informieren sollen, bei Star Wars 7 wurde nur eine(?) Szene in IMAX 3D gibt, der Rest ist der normale Film, welcher im nachhinein in 3D gewandelt wurde. Aber für Deutschland ist dies eigentlich egal, da es keine IMAX Kinos in Deutschland gibt welche die Filmrollen verwenden, die nutzen nur die digitale Version des Films.

Philipp G. (@grassi2000) 11. Februar 2016 um 15:37 Uhr

Sky 3D gibt es noch, eingestampft wurde der Ableger bei Sky UK. Ist vermutlich etwas ungünstig aus einer Quelle übernommen

zMike 11. Februar 2016 um 15:42 Uhr

@Daniel Gleich ja hatte ich leider vorher nicht sonst hätte ich es mir gesparrt. Wurde von nem Kumpel organisiert und bin nur da hingekommen zum Kucken. Letztendlich aber bei dem ganzen Brimborium, das vorher gemacht wurde im IMAX mit größte Leinwand, Sound usw. blieb nur Enttäuschung. Das Wichtigste war mir die Bildqualität und die war wie durch nen Flaschenboden. Dass der Sound genrell zu laut war, kann ich noch auf meine persönliche Preferenzen zurückführen.

Btw. war übrigens IMAX Potsdammer Platz

Matze.B 11. Februar 2016 um 15:44 Uhr

Ist aber auch kein Wunder: In einem Raum der mindestens 8 Dimensionen hat kann künstlich erzeugtes 3-D (ohne Binde-Dimension!) nicht funktionieren, für uns z.B. deutlich sichtbar an den zunehmenden Chem-Trails. Die Geheim-Organisationen versuchen dies nun durch Einführung der VR-Technologie zu verschleiern. Ist alles streng geheim und vermutlich werde ich deshalb bald von den Borg entführt.

‚Schwester, die neuen Tabletten schmecken nicht – ich will meine alten wieder haben …‘

elknipso 11. Februar 2016 um 15:59 Uhr

@Link
Wer schaut sich denn noch verwackelte, abgefilmte Filme an? Das dürfte ein sehr geringer Anteil sein, die sich sowas noch ernsthaft antun.

Und diese Nutzergruppe erreicht man sowieso nicht als zahlende Kunden da diese in der Regel „aus Prinzip“ nichts zahlen.

Klinkenputzer 11. Februar 2016 um 15:59 Uhr

Das ist genau der Punkt. Um den WOW-Effekt zu haben, muss ich quasi mittendrin sitzen. Und dieses Gefühl kommt eben nur bei einer riesigen Leinwand oder aber mit einer VR-Brille auf. Alles andere ist Spielerei und war es auch schon immer.

Harald 11. Februar 2016 um 16:14 Uhr

Der Vorteil von 3D Tvs ist das sie immer mindestens echte 100 Herz Panels drin haben.
So kann Samsung und Co wieder 50 Herz Panels teuer verkaufen.

Günxmürfel 11. Februar 2016 um 16:15 Uhr

3D im Kino war bei einigen wenigen Filmen sehr toll. Avatar, Life of Pi, Pixar Filme…. Bei den ganzen nachbearbeiten Filmen nervt es mich eher. Zuhause habe ich letztens einen neuen Fernseher gekauft und bewusst das Geld für 3D gespart und lieber auf andere Features wert gelegt. Ich setz mich doch nicht mit so einer blöden Brille aufs Sofa. Wenn 3D irgendwann mal gescheit ohne Brille funktioniert, dann gerne.

André Westphal 11. Februar 2016 um 16:28 Uhr

Hab das mit Sky mal korrigiert :-). Ich persönlich mag 3D übrigens auch im Heimkino deutlich lieber. Im Kino habe ich damit eher schlechte Erfahrungen gesammelt.

HansF 11. Februar 2016 um 17:04 Uhr

Sehe das auch so, durch die fehlende Unterstützung der Streaming-Anbieter und die teureren 3D-BD-Preise hat man das aber auch nicht besonders gefördert. Im Kino hängt es teilweise auch von den Einstellungen ab, manchmal ist 3D einfach schlecht, meistens geht es, wobei es bei den ganzen zu 3D konvertierten Filmen sowieso fragwürdig ist, warum man das überhaupt macht. Avatar und auch Animationsfilme von Pixar oder Disney sind dagegen richtig gut, auch zu Hause. Mit Polarisations-3D können wir auch die Kino-3D-Brillen nutzen, inzwischen hat man da einen Vorrat, klar nutzt man das mangels Angebot nicht so oft, aber wenn Besuch mit Kindern da ist, ist „Frozen 3D“ immer sehr beliebt^^

HansF 11. Februar 2016 um 17:05 Uhr

Technisch wäre doch 3D-Streaming möglich, oder wird 3D nur von TV/BluRay unterstützt?

Brokoli1 11. Februar 2016 um 18:31 Uhr

Für mich persönlich ist 3D noch nicht gestorben. Ich besitze einen Full HD 3D Beamer mit 102″ Leinwand und 144Hz TripleFlash. Dazu Shutterbrillen der Firma Vidimensio.

Ich muss gestehen, dass es wie schon erwähnt sehr gute 3D Filme gibt, aber auch eher miese. Mittlerweile besitze ich an die 60 3D Blu-rays und viele sind auch wirklich gut.

Dazu zählen: (Fast) alle Sony/Pixar Animationsfilme (klar, die kann man einfach zwei mal rendern), dann „native „3D Filme wie Avatar, Ton Legacy und vor allem neu remasterte und konvertierte alte Filme. Allen voran Titanic und Jurassic Park. Ohne Spaß: Die Filme sehen aus, wie neu gedreht. Da wurde eben richtig Herzblut und Können investiert. Da lohnt sich jeder Cent!

Was eben garnicht geht sind eig. fast alle Marvel-Filme oder Katastrophen-Filme, die eigentlich von dem Effekt Gebrauch machen könnten. Da sehe ich kaum bis keine Pop-Ups und einfach nur künstliche Tiefe. Dann ist es eben schade, da Geld reinzustecken.

Ansonsten bin ich immer noch von 3D angetan, aber wie schon oben erwähnt braucht man eine große Leinwand oder eben einen Fernseher über 75“. Und ohne Shutter und 144Hz will ich nicht mehr 3D sehen, alleine wegen der Nativen FULL HD Auflösung und weil es kein Ghosting gibt.

Ich warte seit Jahren auf einen bezahlbaren 4K 3D Laser-Projektor. Aber bis die unter 3000€ zu bekommen sind, kann es noch lange dauern.

@ HansF: Klar wäre das möglich, aber wenn ich sehe, dass die ÖR noch mit 720p rumhampeln, da wird mir übel machmal.

avonpok 11. Februar 2016 um 18:48 Uhr

@ germanrooster:

Ich finde, das zu Hause 3D nur gut wirkt, wenn der Abstand zum TV auch passt! Oder die TV-Größe.
Ich sitze gute 4 Meter von meinem 46″ TV entfernt. 3D lässt sich zwar wahrnehmen, aber der Wow-Effekt, wie man ihn im Kino erlebt, habe ich bei Weitem nicht. Man erkennt zwar das 3 dimensionale, aber vom Hocker reist´s mich nicht…
Und auch wenn ich jetzt nen 60″er vor mir hätte, wäre dass Feeling bei dem Sitzabstand wahrscheinlich nicht wesentlich besser…

Habe am Anfang auch viel 3D-BR ausgeliehen, aber inzwischen tut´s 2D auch!
Und ich hab das gefummel mit den Brillen nicht…

Bei 4m Sitzabstand sind richtig große Fernseher nötig!
Für FullHD wären das über 70″ (ab da fänt es etwa an daß man überhaupt einen Unterschied zu 720p erkennt). Um die 100″ wenn man die Auflösung „richtig nutzen“ möchte.
Bei 4K sieht es noch „schlimmer“ aus. Das wären dann ab 110″ und über etwas über 150″!

Siehe auch hier: http://www.hartware.de/media/r.....rt_big.png

Ich kann diesen Hype um 4k demnach überhaupt nicht nachvollziehen.

avonpok 11. Februar 2016 um 18:49 Uhr

@ germanrooster:

Bei 4m Sitzabstand sind richtig große Fernseher nötig!
Für FullHD wären das über 70″ (ab da fänt es etwa an daß man überhaupt einen Unterschied zu 720p erkennt). Um die 100″ wenn man die Auflösung „richtig nutzen“ möchte.
Bei 4K sieht es noch „schlimmer“ aus. Das wären dann ab 110″ und über etwas über 150″!

Siehe auch hier: http://www.hartware.de/media/r…..rt_big.png

Ich kann diesen Hype um 4k demnach überhaupt nicht nachvollziehen.

avonpok 11. Februar 2016 um 18:51 Uhr

@ cashy

Es wäre toll wenn man die eigenen Kommentare editieren könnte… 😉

avonpok 11. Februar 2016 um 18:54 Uhr

Korrektur zu 4k:
150″ ist falsch. Das müßten überschlagen etwa 200″ sein. 😉

Michael 11. Februar 2016 um 21:30 Uhr

Kenne 3 D nur vom Hobbit und fand es grausam. Der größte Makel: Es soll uns die vom Sehen gewohnten drei Dimensionen vermitteln, nur leider bestimmt der Regisseur, was scharf abgebildet wird, nicht das Auge. Das macht die Filme für mich noch unrealistischer als das (gewohnte) 2-D-Geschehen auf einer Leinwand.

André Westphal 11. Februar 2016 um 21:40 Uhr

Bei Realfilmen fand ich 3D auch selten gelungen. Das hat aber auch daran gelegen, dass die meisten Filme nur Konvertierungen sind. Gerade unter den Animationsfilmen gibt es aber sehr schöne 3D-Filme. Wer Pop-Outs mag, dem kann ich extrem „Sammys Abenteuer“ oder „Das magische Haus“ empfehlen ;-). Da fliegt in jeder Szene sehr prägnant was aus dem Bildschirm. Ist teilweise sehr gimmickhaft, aber nutzt 3D wirklich wunderbar aus und macht ne Menge Spaß.

Marius 11. Februar 2016 um 22:01 Uhr

Unsere ganze Familie bevorzugt 3D Filme. Ich werde dabei auch viel mehr in den Film hineingezogen. Es ist wirklich schade, dass die 3D-Versionen der Filme solchen Aufpreis kosten. Und dabei war ich bisher im Kino von der Qualität auch gar nicht so angetan. Am besten ist es bei meinem LG mit passivem 3D.

Steve 12. Februar 2016 um 08:12 Uhr

Also ich bin schon immer ein Verfechter von 3D, sowohl zu Hause als auch im Kino, daher finde ich diese Nachricht sehr schade, wenngleich ich selbst auch in letzter Zeit gemerkt habe, dass 3D auf dem Rückzug ist. Der letzte 3D-Film, der mich im Kino überzeugt hat, müsste auch der Hobbit gewesen sein.
Zu Hause habe ich einen 3D-Beamer auf 90″ Leinwand mit ca. 4 m Sitzabstand und da kommt 3D auf jeden Fall besser als im Kino. Gerade die bereits erwähnten TRON Legacy, Hobbit o.ä. sind echt ein Erlebnis. Bin auch der Meinung, dass Shutter Technik die bessere ist. Die Brillen im Kino sind wirklich schwer, zu Hause sind sie nicht viel schwerer als Pol-Brillen.
Ich denke auch, dass der hohe Preis für 3D-BRs und das fehlende Streaming das größte Problem sind. Die Akzeptanz war allerdings auch nie überragend.
UHD ist für mich ein absoluter Fehltrend, zumindest bei der Wiedergabe. Bei der Produktion ergibt es absolut Sinn, weil ich rein zoomen kann und immer noch Full HD habe. Aber solange z.B. unsere Fernsehsender (abgesehen von Sky) nicht man in Full HD kommen, UHD-BRs Mangelware und wenn dann ohnehin noch teurer als 3D und es halt nur ein paar wenige Streaming-Angebote gibt. Die meisten „normalen“ Leute kaufen heute noch nicht mal BRs sondern bleiben bei DVD weil sie den Mehrpreis nicht bereit sind zu zahlen, wie sollen die dann von UHD überzeugt werden?
Ich hoffe nur, dass der Trend „weg vom optischen“ Medium sich nicht durchsetzt, weil ich habe die Filme lieber im Schrank stehen und kann sie gucken, solange mein Player funktioniert und nicht solange der Streaming-Anbieter überlebt 😉


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