1Password äußert sich zu lokalen Passwort-Containern

14. Juli 2017 Kategorie: Backup & Security, geschrieben von: caschy

Den Passwort-Manager 1Password kennen viele unserer Leser sicherlich. Die Macher waren in den letzte Tagen medial stark vertreten. Ihnen wurde vorgeworfen, dass man die Nutzer in Abos zwänge, vielleicht sogar bald die Unterstützung für lokale, bzw. über Dropbox und Co synchronisierbare Passwort-Container entferne. Das Echo war vernichtend, aber teilweise verständlich. So reagieren wahrscheinlich beinharte Nutzer einer Software, denen einen lieb gewonnene Funktion genommen wird.

Nun hat sich 1Password sehr ausführlich erklärt. Man spricht von den Vorteilen, die Nutzer durch die Nutzung des Cloud-Modells hätten – und natürlich auch von den Vorteilen in Sachen Support. Nicht nur 1Password hat es leichter, auch die Nutzer – so die Aussage. Man gibt Einblicke in die Firma, hinter der keine Investoren stecken.

Das Abo-Modell erlaube es zudem, Funktionen schneller zu verteilen.Während man früher bis zu einem großen Release wartete, gehen heute Funktionen direkt live. Die Intention ist nachvollziehbar. Bei Einmalkäufen ist es oft so, dass neue Funktionen oft mit einem kostenpflichtigen Upgrade verbunden sind. So lange hält man Funktionen zurück. Logisch – denn der Kunde ist sicher nur gewillt zu aktualisieren, wenn Neues in der Software zu finden ist.

Was den Kritikern natürlich Futter gab, das ist das neue 1Password für Windows. Man wisse noch nicht, wie es da weitergehe. Die Software unterstützt derzeit nur die Abos mit Cloud-Anbindung für Familien, Teams und Einzelnutzer – sodass es keine Ankündigung gab, ob externe Passwort-Container (via Dropbox zum Beispiel) jemals unterstützt werden.

Die Faktenlage: Man müsse keine Angst haben, dass 1Password 6 den Support für lokale Container einstelle. Auch 1Password 7 soll dieses Schicksal nicht ereilen. Man verkaufe sogar noch 1Password für den Mac mit der Unterstützung für die klassischen Container.

Letzten Endes ist es so, dass der Nutzer das für sich selber entscheiden muss. Natürlich gibt es Alternativen und nicht jedes Modell trifft auf Nutzerschichten zu. Nutzer und Ansprüche sind verschieden. Es gibt Einzelnutzer, die auf das kostenlose KeePass oder auf ein Derivat schwören, andere setzen auf Cloud-only wie Dashlane der LastPass. Auf der anderen Seite gibt es dann natürlich auch noch Enpass oder SafeinCloud. 1Password wird weiterhin vielen passen, vielleicht gerade in Familien oder mit der Teamfunktion.


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Über den Autor: caschy

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